13. Februar 2000 – Landesliga – Union Mülheim-Vatan Spor Mülheim 2:1

Am 13. Februar 2000 berichtete ich mit Kollege Sahm über das Landesliga-Lokalderby zwischen Union Mülheim und Vatan Spor Mülheim. Kollege Sahm schrieb den Spielbericht, ich verfasste den Zweittext und kümmerte mich um die Zahlen.

Hier geht es zum Text, den ich „Comeback ohne Happy End“ nannte und mit der Unterzeile „Yener Kahveci war beim Derby eigentlich Zuschauer“ versah:

Die 57. Minute im Fußball-Lokalderby läuft, plötzlich stößt Vatan-Torschütze Ertan Örs mit seinem Torwart Mustafa Atik zusammen. Der Keeper bleibt liegen. Eine Schrecksekunde für die Mannschaft – und für Yener Kahveci.

Der Nachmittag nahm für den Taxi-Unternehmer einen nicht geplanten Verlauf. Seine Karriere beendete er im Sommer, sein Spielerpass lag nur für den Notfall in der Akte. Dann folgte die Verletzung von Mustafa Atik, der eine Knöchelprellung erlitt. Ein Reservetorwart war nicht greifbar, die fragenden Blicke der Vatan-Bank wanderten durch die Ränge.

Dort wurde Kahveci entdeckt. „Yener, geh ins Tor“ – viele Zurufe hallten dem sympathischen Schnauzbartträger entgegen. Ruck, zuck eilte Kahveci in die Umkleidekabine, lieh sich Torwarthose und Torwarttrikot von Mustafa Atik, dazu noch ein Paar Fußballschuhe und innerhalb von fünf Minuten tauchte er wieder auf. Vatan-Trainer Mohamed Ali Abdelhafid sah das ganz nüchtern: „Er hat immer gesagt, dass er aushilft, wenn wir ihn brauchen. Zum Glück war er da. Ansonsten hätte ich ins Tor gehen müssen.“

Ein Happy End hatte diese Geschichte nicht: In seiner ersten Aktion musste Kahveci den Ball aus dem Netz fischen. Das 2:1 für Union war gefallen.

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