15. Dezember 2006 – VfL-Gladbach 2:0 – „Der Auserwählte“

In keiner Saison sah ich mehr VfL-Spiele als in der Saison 2006/2007 – der letzten vor Beginn meines Volontariats. Die Hinrunde endete mit einem 2:0 gegen Borussia Mönchengladbach und ich wagte einen etwas anderen Blog-Rückblick.

So geht der Text, den ich „Der Auserwählte“ nannte und mit der Unterzeile „Kommando „Hinrunde retten“ glückt souverän. Drei Heimsiege in Folge, drei Punkte Vorsprung, überzeugte Fans – so bleiben wir drin“ versah:

Soundtracks erfüllen ihren Zweck, wenn der Hörer den zugehörigen Film nacherlebt, ihn noch einmal erlebt. Gestern Morgen, verschlafen stolperte ich aus dem Bett, mehr tot als lebendig, klingelte der Paketmann in einer enormen Lautstärke, ich öffnete die Tür, er schrie „POOOOOOOST! PAKEEEEEET!“ Jawoll, Amazon, Lieferung, öffnen, reißen, und da ist er. Der „Matrix“-Soundtrack. Anziehen, duschen undsoweiterundsoweiter, rein ins Auto und WUUUUUUUSCH Stück vier „Clubbed to death“, das haut mich um. Erinnert Ihr Euch an die Szene, in der Morpheus Neo zum ersten Mal mittels Simulation die „wahre“ Matrix zeigt („Welcome to the real world“ sag ich nur), jaaa, das ist die Hintergrundmusik, das wummert, das scheppert, das ist – wow. Es ist Weihnachten, naja, bei den Temperaturen aber nicht gerade festlich. So warm draußen, so angenehm warm. Egal, zurück in die Matrix-Welt… Wer ist denn wohl bei uns der Auserwählte? Da muss ich keine zwei Sekunden überlegen. Er trägt die Vokuhila-Frisur, kommt aus Griechenland und wurde direkt vor dem Cottbus-Spiel (Sprechchor: „Wir wolln den Griechen sehn!“) mit gehöriger Skepsis in Bochum begrüßt. Wir hatten von Cacau, Hunt, Eduardo oder Madsen geträumt. Nun ist er der einzige Grund, warum wir noch ernsthaft über den Klassenerhalt nachdenken dürfen …

… ich fahre zum letzten Bundesligaspiel 2006 etwas früher los als sonst. Die Gladbacher Fans – 10.000 sollen ein Ticket erworben haben – kommen sowohl mit dem Zug (Regionalexpress) als auch mit dem Auto (A40) direkt über Mülheim. Bei der WAZ verabschiede ich mich um 17.55 Uhr, die Autobahn ist noch leer und über zwei Stunden vor dem Anpfiff stehe ich vor dem Ruhrstadion. Was tun? Mit VfL-Schal um den Hals fahre ich mit der Straßenbahn 308 Richtung Hauptbahnhof. Die ersten fragen mich: „Hä? Fällt das Spiel aus? Nein, fällt es nicht. Bin sowieso hungrig. Ich steige eine Haltestelle hinter dem Hbf aus, die heißt „Engelbertbrunnen“ und führt direkt ins Bermuda-Dreieck. Jawoll, hier bin ich lange nicht mehr gewesen, und auch heute besuche ich nur den fantastischen Baguette-Laden, der für 2,90 Euro die belegten, selbst gemachten Brote, gefüllt mit Käse, Remoulade, Salatbeilage und weiteren Zutaten nach Wahl (Salami, Schinken, Schinken/Ananas, Tomate) anbietet. Das ist so billig und lecker, da esse ich gleich zwei von. Die Zeit bis zum Anpfiff vergeht in rasender Geschwindigkeit. Per SMS verabschieden sich derweil alle, die großschnauzig Anfang der Woche noch ihr Kommen angekündigt hatten. Am Dienstag noch vermutete ich eine (mindestens) 6er-Gruppe aus Mülheim, WAZ und Umgebung – jetzt bin ich der einzige „Auserwählte“, um mal im Matrix-Bild zu bleiben (keine Sorge, ich suche jetzt nicht danach, wer der VfL-Morpheus ist). Zurück zum Ruhrstadion – die Straßenbahn-Haltestelle haben sie zum Glück noch nicht umbenannt, rein in die Kurve. Bundesliga-Luft schnuppern, zum letzten Mal für fünf Wochen, naja, am Dienstag ist ja noch DFB-Pokal.

Gladbach, keine andere Mannschaft habe ich häufiger gegen den VfL spielen sehen. 30.000 Leute kommen, das Flutlicht brennt, wir haben zwei Heimspiele in Folge gewonnen, wir wissen, was uns erwartet. Grönemeyer, Bochum, Gänsehaut, und das auch im zweihundertwievielsten Heimspiel, irre. Das Spiel ist eine 90-minütige Abstiegskampf-Party. Naja, „Party“ ist vielleicht doch das falsche Wort, denn das Niveau ist nicht wirklich hoch. Wir haben jedenfalls alles komplett im Griff und spielen souverän einen 2:0-Sieg gegen die eigentlich gedachte Gladbacher Übermacht heraus. Zweimal wird’s etwas brenzlig. In Minute sechs bringt Sonck den Ball mit der Hacke auf unser Tor – Maltritz rettet auf der Linie. Und Mitte der zweiten Halbzeit, es steht 1:0 und ist etwa in der 65., schlenzt Insua den Ball auf unser Tor, und erstmals pariert Skov-Jensen einen wirklich schwierigen Schuss. Sonst liegen wir in allen Statistiken vorn. Ballbesitz, Zweikämpfe, Torschüsse, Ecken – und natürlich Chancen. Dennoch steht es verflucht lang 0:0, bis in der 45. Minute der Auserwählte einschwebt, den Pass eines Gladbacher Abwehrspielers 25 Meter vor dem Tor abfängt und den Ball sensationell (ich betone: SENSATIONELL) über Gladbach-Torwart Keller hinweg in den linken Winkel lupft. TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOORRR!!! SIRTAAAAAAAAAAAAAAKI!!! 1:0!!! Sofort danach: Halbzeit! Nach dem Seitenwechsel verdienen sich die Gladbacher das Prädikat „schlechteste Mannschaft, die bisher in dieser Saison in Bochum aufgetreten ist“. Sie sind so gnadenlos schwach, dass selbst uns eine allenfalls durchschnittliche Leistung genügt, um die drei Punkte zu behalten. Wir brüllen mit Inbrunst „Wir singen: GLADBACH! GLADBACH! ZWEIIITE LIIIGA!“ und freuen uns sechs Minuten vor Schluss über das 2:0. Misimovic schlägt einen Freistoß aus linker Position, fast vom Eckpunkt, in den Strafraum, und Kahé köpft die Kugel ins eigene Tor. Perfekter Tag! Das ist es! Wir überwintern über dem Strich, mindestens auf Platz 15. Das ist so wichtig, wichtig für die Spieler, wichtig für die Psyche, wichtig für die Fans. 18 Punkte, wir haben die Hinrunde doch noch gerettet, diesen nach fünf Spielen fast schon sicher geglaubten Abstieg doch noch nicht erlebt. Es ist wieder spannend. Wir sind mittendrin. Und haben Chancen. Und Gladbach? Tja, seit Jahrzehnten sind die Ansprüche größer als die Wirklichkeit. Warum sollte das in diesem Jahr anders sein. Auch diesmal wird ein gegnerischer Trainer gefragt: „Wenn Ihr nicht einmal gegen Bochum gewinnt, gegen wen dann?“ – genauso war es bei Doll, bei Hecking, bei von Heesen, bei Funkel – die Trainer der fünf Mannschaften, die wir bisher geschlagen haben. Wir haben die Rolle der 70er und 80er wieder. Vor der Saison sind wir bei allen Absteiger Nummer eins, während der Saison fühlen sich zunächst alle bestätigt und dann ziehen wir doch irgendwie den Kopf aus der Schlinge. Die Spieler kommen in die Kurve, Wunderkerzen werden verteilt und angezündet, zum ersten Mal ist es etwas weihnachtlich im Stadion an diesem Dezember-Tag. „La Ola“ vor der Ostkurve, „La Ola“ vor Block A, und zum ersten Mal seit dem Burghausen-Aufstiegspiel im April „Humba“ vor der Kurve. Die Versöhnung in der eigentlich völlig verkorksten Fan-Mannschaft-Beziehung.

Ein leckerer Abend. Erst das Baguette, dann das Spiel – und nun: der Rückweg… nachdenken… die Halbjahresbilanz:

Am Dienstagabend werde ich das 16. von 20 Pflichtspielen in einem Halbjahr besucht haben – das ist persönlicher Rekord. Da lohnt sich doch ein Blick auf meinen ganz persönlichen Hinrundensoundtrack. Ihr wisst schon: Nicht nur Popliteraten sind nach Baßler die neuen Archivaren, nein, auch wir Online-Blog-Junkies neigen dazu. 14 Bundesligaspiele, fast 14 Lieder. 14 Bundesligaspiele voller Emotionen. 14-mal Fußball und Musik. Die wahrlich wichtigen Dinge im Leben? Bloß nicht übertreiben… Nun denn: Los geht es mit dem Soundtrack!

1. Spieltag: Mainz 05 – VfL „You’ll never walk alone“ (nur in der Fankurve schön)

Rückkehr in die Bundesliga, Aachen im April ist vier Monate her, die WM gerade einmal vier Wochen. Wir fragen uns alle, wie wir das Leben nach der WM bewältigt haben. Kaum noch Deutschland-Fahnen wehen auf den Auto- und Hausdächern. Wir müssen nach Mainz. Eine, ja, doch, lösbare Aufgabe. Mit einem Auswärtssieg starten – wer träumt nicht davon? Fußballfieber steeeeigt und steeeeigt und steeeeeeigt, ich fahre erstmals seit vielen Jahren mit dem Auto zu einem Auswärtsspiel. 15.28 Uhr… „Hebt Eure Schals“, sagt der Stadionsprecher (soweit ich mich noch erinnern kann) und dann singt der ganze Bruchweg „When you walk … through a storm…“ undsoweiter. JA, das ist Gänsehaut. NUR das ist die Fußball-Gänsehaut. Warten auf den Start. Wir verlieren 1:2. Scheiße. Den Abend verbringe ich bei einem Junggesellen-Abschied. Feiern in der Matrix und Cola trinken, bis der Arzt kommt, um zu vergessen.

2. Spieltag: VfL – Bayern München „Bayern“ (Die Toten Hosen)

„… nur EINS WEISS ICH HUNDERTPROZENTIG: NIE IM LEBEN würde ich zu Bayern gehen!“ Es ist das einzige Lied, das zu so einem beschissenen Spiel passt. Von Aufstiegseuphorie kann keine Rede sein. Es gibt Proteste gegen die unsägliche Umbenennung des Ruhrstadions. Wir sind sauer, dass der Vorstand van Duijnhoven, Colding und Wosz demontiert hat. Und: Wir verlieren 1:2. Scheiße.

3. Spieltag: VfL – Cottbus „Bang Bang“ (Nancy Sinatra)

Es ist Hochzeit, Tina und Helmut sagen „Ja“. Ich unterbreche zwischendurch die Feier, fahre zum VfL, hab extra den „Kill Bill“-Soundtrack dabei. Ihr wisst schon: Wie heißt Uma Thurman die ganze Zeit? Die Braut! Und wo beginnt das Drama? Bei ’ner Hochzeit. Nancy Sinatra, Soundtrack-Lied eins, trifft meine Stimmung. „Bang Bang“. Wir verlieren 0:1. Doppelt scheiße. Das Stadion brüllt „Koller raus“. Drei Spiele, drei Niederlagen, ABSTEIGER! ABSTEIGER! Bang Bang.

6. Spieltag: Aachen – VfL diesmal kein Lied

Ein Sieg und ein Unentschieden haben wir inzwischen überraschenderweise geholt, ich habe selbstverständlich aus beruflichen Gründen keins der beiden Spiele live miterlebt, Koller sitzt leider wieder fest im Sattel. Wir verlieren aber in Aachen 1:2. Scheiße, klar, aber so unverdient, dass ich die Rückfahrt bewältige, ohne den CD-Player anzuschmeißen. Ehrlich.

7. Spieltag: VfL – Bremen „Bochum“ (Herbert Grönemeyer)

Grönemeyer kommt. Selbst. Ein netter Nachmittag, die Sonne scheint, der Vizemeister tritt mit vielen, vielen Nationalspielern, Weltklasse-Frings und Überirdisch-Klose an – es wird ein Fest, nein, es KANN nur ein Fest geben. Fünf Minuten vor dem Anpfiff. Grönemeyer unterschreibt den Mitgliedsantrag. Grönemeyer brüllt mit uns die Mannschaftsaufstellung. Es ist ausverkauft. Und bei „Tief im Westeeeen“ stimmen ALLE doppelt so laut ein. Gänsehaut. Noch viel mehr als in Mainz. Viel, viel mehr. Ab der ersten Spielsekunde ist’s vorbei mit der Schönheit des Tages. 0:6. Tiefpunkt.

8. Spieltag: Dortmund – VfL „One“ (Metallica)

Die Dortmunder diskutieren nur über die Höhe des Sieges, wir Bochumer über die Höhe der Niederlage. Eigentlich weiß kein VfLer, was er genau im Westfalenstadion zu suchen hat, BVB-Trainer van Marwijk gönnte seinen Spielern gleich vier freie Tage und beließ es bei zwei Trainingseinheiten in der Woche. Es ist eigentlich ein furchtbarer Abend. Auf der A40 gibt’s einen endlosen Stau, ich erreiche das Stadion erst zwei Minuten vor dem Anpfiff, versetze sämtliche Verabredungen vor und im Stadion mit vielen BVB-Fans (und ziehe den Unmut auf mich) – und nach dem Abpfiff hocke ich eine Stunde lang auf dem Parkplatz fest, ohne mich fortzubewegen. Umso überraschender das Spiel: Es endet 1:1, und eigentlich hätte dieses Spiel – auch laut Kicker – nur einen Sieger verdient gehabt. Den VfL Bochum. Ein solches Spiel schreit nach dem Genuss des besten Songs überhaupt… „One“.

9. Spieltag: VfL – Wolfsburg „Jetzt ist gut“ (Such a Surge)

Jetzt aber. Jetzt beginnt die Aufholjagd. Irgendwann klappt’s auch zu Hause. 0:1. Fürchterliches Spiel. Koller raus. Wir sind Tasmania Bochum. Holen keine 20 Punkte in dieser Saison. Wir sind schlecht, schlecht, schlecht, schlecht, einfach nur schlecht. Die Laune wird immer, immer, immer mieser. Da hilft nur eins: „IST GUT JETZT“ brüllen. Such a Surge sei Dank!

10. Spieltag: Hannover – VfL „Friday I’m in love“ (The Cure)

Der schönste Tag der Hinrunde. Freitag, 3. November, es ist arschkalt, den ganzen Tag. Ich verbringe viel Zeit im Smart, durchquere halb Niedersachsen, halte inne und schweige in der Gedenkstätte Bergen-Belsen, gewinne in der AWD-Arena plötzlich und vollkommen unerwartet mit 2:0, und das mit einer fröhlichen Melodie auf den Lippen: „Friday I’m in love“.

11. Spieltag: VfL – Leverkusen „Hammerhart“ (Absolute Beginner)

Eben noch gedacht, dass wir gar nicht so schlecht sind, drei Tage später – englische Woche! – ist alles hammer-hammer-hart, wir gehen mit 1:3 gegen eine mehr als mittelmäßige Mannschaft unter – und das bei Minus-Minus-Kulisse. Die Menge brüllt „Koller raus“, und… um es mit Völler zu sagen: Es ist ein noch viel tieferer Tiefpunkt. Die Beziehung Fans-Mannschaft ist komplett zerstört. Nachts um 22.30 Uhr nach Hause. Laune: mies.

12. Spieltag: Hertha – VfL „Where the streets have no name“ (U2)

Ich spaziere die Treppen zur S-Bahnstation „Unter den Linden hinab“, als dieser junge Mann, Student mutmaßlich, seine Gitarre greift und „Where the streets have no name“ haucht. Es lässt mich nicht mehr los, an diesem schrägen, kuriosen und doch wundervollen Tag. Wir führen 3:1, können nach 90 Minuten froh über ein 3:3 sein. Den Abend verbringe ich an der Friedrichstraße. Berlin zieht. Nicht nur für einen Tag.

13. Spieltag: VfL – Frankfurt „Sirtaki“ (von wem auch immer)

Kraft getankt. Noch ist der Rückstand nicht zu groß. Freitagabend. Flutlicht. Heimspiel. Eine etwas andere Atmosphäre. Finale. Endspiel-Stimmung. Geht’s wieder schief, dann muss Koller dran glauben. Denke ich, denken viele. Fünf der sechs Heimspiele verloren, das können Altegoer und Kuntz unmöglich ignorieren. Nach fünf Minuten 0:2 – noch nie erlebt. „Koller raus“-Rufe, Lethargie, Ratlosigkeit, Entsetzen. Die Schlüsselszene der Hinrunde: Vasoski foult Gekas im Strafraum in Minute 29. Es gibt Rot wegen der Notbremse. Und Elfmeter. Misimovic verwandelt. 1:2. Dann noch Maltritz. 2:2. Und Butscher. 3:2. Innerhalb von neun Minuten. Nach der Pause unser „Bester“, unsere „Lebensversicherung“, wie Koller immer wieder sagt. Gekas schießt das 4:2, Bochum tanzt Sirtaki! 4:3 gewinnen wir, schrauben unser Punktekonto auf zwölf. Der Wendepunkt der kompletten Saison? Wir wissen’s nicht, wir wissen nur eins: Das ist das verrückteste Spiel der Hinrunde.

14. Spieltag: Schalke – VfL „Livin‘ it up“ (Limp Bizkit)

Lokalderby Teil zwei. Wir stehen nicht unter Druck. Logischerweise verlieren wir das Ding dann auch verdient mit 1:2, obwohl wir uns gar nicht so schlecht verkaufen. Eine am Morgen frisch gebrannte CD ersetzt meine Aggressivität und lässt mich mitsprechen. Darauf sind: Songs von Marilyn Manson und Limp Bizkit. „Livin‘ it up“ beispielsweise. Insgesamt: Eins der fadesten Derbys. Eins, an das ich mich in fünf Jahren wohl nicht mehr erinnern werde.

15. Spieltag: VfL – HSV „Ich liebe dieses Leben“ (Juli)

Im Radio läuft es rauf und runter: „Dieses Leben“ von Juli – und dieses 2:1 über den HSV löst genau dieses Gefühl aus. WIR sind eine Mannschaft. WIR werden es schaffen. WIR können zusammenhalten, wenn wir alle wollen. WIR haben den Hamburger SV gemeinsam geschlagen, alle VfL-Fans im Stadion hatten daran einen Anteil. 15 Punkte, wir sind fast dran. Der Klassenerhalt, vor zwei Monaten noch ein weit entfernter Traum, ist wieder realistisch. Gewonnen. Ja, ich liebe diese Hoffnung.

17. Spieltag: VfL – Mönchengladbach „Clubbed to death“ (Rob D)

… siehe oben ! Wir stehen über dem Strich. Das ist gut. Bilanz gerettet.

Vor dem Stadion verteilt irgendjemand für lau „Coke Zero“ – wenn es läuft, dann läuft’s. Ich bin etwas länger nach dem Spiel geblieben, verlasse erst um 22.30 Uhr auskosten. Das alte VfL-Motto „Man muss die Siege feiern wie sie fallen“. Weil viele Gladbacher kurz vor dem Abpfiff schon abgehauen sind (unter lauten „Auf Wiedersehen“-Rufen) und ich erst später komme, ist das Parkhaus fast leer. Ich steuere direkt gegen 23 Uhr das „Schräge Eck“ an, die Kneipe, in der ich ab und zu rumhänge und die zu 2/3 aus Gladbach-Fans besteht. Die kriegen natürlich direkt massig Sprüche. Mit Knobeln, Billard und einer Gyros-Pita endet dieser Tag.

Am Schluss drehe ich noch einmal eine Extrarunde. „Clubbed to death“ dauert immerhin sieben Minuten. Und in der Dunkelheit verbreitet es die fünffache Wirkung.

Ein Höhenflug.

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