17. Mai 2002 – Duisburg 1900-Speldorf 2:1 n. V. – „Kollektives Kopfschütteln“

Für den Bericht zum Niederrheinpokalspiel zwischen Duisburg 1900 und dem VfB Speldorf hatte ich volle zwei Tage Zeit. Aufgrund eines Streiks der Drucker fiel im Mai 2002 die aktuelle Berichterstattung von Abendspielen aus. Ich nannte den verspäteten Text „Kollektives Kopfschütteln“.

Hier geht es zum Text:

Oh je, VfB! Ein Feuerwerk zum Abschluss sollte das Kreispokalspiel des Fußball-Verbandsligisten VfB Speldorf beim Bezirksligisten Duisburg 1900 werden – ein Fiasko wurde es. Der VfB unterlag mit 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung und schied in der sechsten Runde aus.

Ob Trainer Axel Benzinger, die zwölf eingesetzten Spieler oder die wenigen Speldorfer Fans unter den 80 Zuschauern – alle schüttelten nach dem Abpfiff minutenlang den Kopf. Was für eine Blamage!

In den regulären 90 Minuten schafften es die Grün-Weißen nicht, ein Tor gegen den Bezirksliga-Neunten zu erzielen. Die Duisburger hielten die Grün-Weißen mit einfachsten Mitteln in Schach. Sie griffen erst ab der Mittellinie an und bildeten zuweilen eine Zehn-Mann-Abwehrkette. Die Offensive war ihnen egal, meist schlugen sie den Ball auf die angrenzende Düsseldorfer Straße. Den Speldorfern fehlten die spielerischen Mittel und die Einstellung. Endlose Ballstafetten, zahlreiche leichte Fehler; es passte nichts, trotz 80 Prozent Ballbesitz. Sogar in der regulären Spielzeit hatte Duisburg die beste Chance: Achim Kreische traf die Latte (62.).

In der Verlängerung saßen die Duisburger Konter: Kreische erzielte das 1:0 (98.). Drei Minuten später glich Edin Karasalihovic aus. Kurz darauf traf Martin Hoffterheide die LAtte (103.). In der 109. Minute schoss Kay Lohmann das umjubelte 2:1-Siegtor für die tapferen Duisburger.

Auf der Tribüne verfolgte Neu-Trainer Frank Kurth das schwache Spiel. Zunächst unterhielt er sich mit dem VfB-Vorstand über den neunten Zugang Fuat Güngör (22). Den Defensivspieler bringt er vom Landesligisten RW Essen II mit. Später zählte auch er zu den Kopfschüttlern. Bei einem Sieg wäre das folgende Niederrheinpokalduell sein erstes Pflichtspiel als VfB-Trainer gewesen.

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