8. April 2002 – Heimaterde C1-Düsseldorf C1 1:5 – „Jugendspiel geriet völlig aus den Fugen“

Ja, ich habe auch über C-Jugendspiele berichtet – so wie am 8. April 2002. Aber immer war’s der Niederrheinpokal und immerhin spielte Olcay Sahan mit. Der ist inzwischen türkischer Nationalspieler und gehörte damals zum Kader der Düsseldorfer Fortuna. Das Spiel habe ich nicht vergessen. Sechs Tore, zwei Platzverweise, ein Elfmeter, mächtig viele Fehlentscheidungen und fluchende 14-Jährige. Beste Fußball-Unterhaltung mit der Überschrift „Jugendspiel geriet völlig aus den Fugen“. Die Unterzeile: „Zwei TSV-Spieler flogen vom Platz – 1:5-Niederlage“.

So geht der Text:

Das Stadion am Finkenkamp bildete in Kombination mit dem Wetter eine tolle Kulisse für das Niederrheinpokalduell zwischen den C-Jugendfußballern des TSV Heimaterde (Leistungsklasse) und der Düsseldorfer Fortuna (Niederrheinliga). Doch das Spiel hielt nur vor der Pause, was es versprach.

Das Ergebnis vorweg: Für den TSV war die dritte Runde die Endstation. Die Fortuna setzte sich vor 120 Zuschauern mit 5:1 (0:1) durch. Doch trotz des eindeutigen Resultats erinnerten die Minuten nach dem Abpfiff an ein hitziges Derby zwischen Schalke und Dortmund. TSV-Spieler gaben Schiedsrichter Heemsoth die Hand und meinten ironisch: „Gut gepfiffen!“ Eltern beschwerten sich lautstark. Stein des Anstoß waren Fehlentscheidungen des Schiedsrichters nach dem Seitenwechsel.

Dabei hatte die Partie für den klassentieferen Außenseiter Heimaterde glänzend angefangen. Torjäger Moritz Peter brachte den TSV bereits nach vier Minuten in Führung. Es entwickelte sich ein sehenswertes Fußballspiel. Die Düsseldorfer überzeugten durch gute Kombinationen, die Mülheimer hielten mit einem unbändigen Einsatzwillen dagegen. Die besseren Chancen hatten die Gäste. Sebastian Schweers scheiterte an der Latte (11.) und Olcay Sahan zweimal freistehend (22./25.).

Kaum hatte die zweite Hälfte angefangen, entschied Heemsoth nach einem Foul des Mülheimers Florian Döpping an Schweers auf Elfmeter – zu hart. Oliver Rademacher verwandelte (39.). Kurze Zeit später erhöhten Sahan (45.) und Schweers (47.) auf 3:1. Beide Tore wurden aus abseitsverdächtiger Position erzielt. Je mehr Fehler sich der Unparteiische erlaubte, desto lauter wurden die TSV-Proteste. Zu heftig meckerten Nevzat Tatoglu und Moritz Peter. Sie sahen in der 63. Minute Rot. Die Düsseldorfer blieben ruhig und erhöhten durch Schweers (53.) und Daniel Rey Alonso (66.) zum 5:1-Endstand.

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