18. Februar 2006 & 12. März 2006 – Bayer-MSV 3:2 und MSV-96 0:0 – „Zweimal Mitleid“

Im Frühling 2006 begleitete ich den MSV Duisburg winkend in die 2. Bundesliga. In der entscheidenden Phase im Abstiegskampf verfolgte ich die Spiele in Leverkusen (2:3) und gegen Hannover (0:0).

Hier geht es zum Blog-Eintrag zu den beiden Spielen. Der Text heißt „Zweimal Mitleid“.

Zweimal 1. Bundesliga. Zweimal MSV Duisburg. Zweimal „Wir sind Zeeeeeeeeeebraaaaas weiß-blau, unser Klupp, der EM-ESS-FAU!“ Zweimal ohne Sieg. Zweimal Abstiegskampf. Zweimal über den unnötigen Abstieg aus dem Vorjahr ärgern. Zweimal über Bundesliga-Fußball aufregen. Zweimal dem MSV den sofortigen Wiederaufstieg wünschen. Zweimal Mitleid.

Was bleibt von diesen beiden Spielen, die ich gemeinsam mit meinem Kumpel Helmut erlebte, weil seine Freundin und zukünftige Frau Tina nicht konnte!?

18. Februar, Leverkusen – Kapitel eins

„Guck mal, der meint Dich“, sage ich zu Helmut. Wir sitzen auf der Sitzplatz-Tribüne, 45 Minuten vor dem Anpfiff, er ist der Einzige im blau-weißen MSV-Komplett-Dress und wird von einem Löwen in Bayer-Leverkusen-Kluft angewunken. Welch skurrile Szene! Helmut kann sich sogar zurückhalten und zeigt nicht den Stinkefinger. Immerhin ist die BayArena ein einziger Familienblock und natürlich sitzen schon Dutzende Grundschüler auf den Sitzplätzen.

18. Februar, Leverkusen – Kapitel zwei

Bayer Leverkusen braucht niemand in der 1. Bundesliga. Wenn dieser Klub von der Landkarte verschwinden würde, wen würde es wirklich stören?

18. Februar, Leverkusen – Kapitel drei

Das Spiel selbst: Sehr, sehr unterhaltsam. Die Duisburger sind absolut chancenlos und gewinnen sogar fast. Bayer führt nach zehn Minuten mit 2:0, könnte nach 40 mit 6:0 vorn liegen. Dann schießen die Duisburger zweimal aufs Tor und gleichen aus. Beim 2:2 bleibt’s, bis Duisburgs Biliskov nach einem Kopfstoß vom Platz muss. Dennoch bietet sich Tararache beim dritten MSV-Torschuss des Spiels die Riesenchance zum 3:2, doch er vergeigt und im Gegenzug trifft Berbatov für Bayer zum natürlich verdienten 3:2. Spielnote 2,5.

12. März, Duisburg – keine Kapitel

Dieses Spiel war so langweilig, so schwach und das alles bei einer eisigen Kälte: Dazu gibt es nichts zu sagen. Nun gut, vielleicht noch dies: 1. Ich bin noch nicht in der Lage, Peter Neururer auf der Bank eines anderen Fußballvereins zu sehen, ohne ihn für den Abstieg zu verfluchen, 2. Wenn Thomas „ich stehe frei vor Georg Koch und kriege den Ball nicht unter“ Brdaric für die WM nominiert wird, dann lache ich mich kaputt und 3. die Duisburger tun mir leid.

Ja, Mitleid. Das empfinde ich nach den diesen beiden Spielen. Im nächsten Jahr werden der MSV und der VfL wohl nicht aufeinander treffen.

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