17. Februar 2003 – Union-Kray 1:1 – „Fehlpassfestival an der Südstraße“

Am 17. Februar 2003 berichtete ich über das Fußball-Verbandsligaspiel zwischen Union 09 Mülheim und dem FC Kray. Die Überschrift lautete „Fehlpassfestival an der Südstraße: 1:1-Remis“.

So geht der Text – 2003 noch mit Vorspann:

Vergeblich bemühten sich die Verbandsliga-Fußballer des TuS Union 09 und des FC Kray gestern, 350 Zuschauern an der Südstraße ein ansehnliches Spiel zu bieten. Am Ende stand es 1:1 (1:1).

Eigentlich hätte das Spiel 0:0 enden müssen, denn die Teams überboten sich an Harmlosigkeit – kein Wunder, denn auf dem holprigen Boden waren Spielzüge schwer möglich. Den Akteuren unterliefen zahlreiche Fehlpässe, Strafraumszenen entstanden nur nach einfallslos nach vorn geschlagenen Pässen oder Fehlern in den Deckungsreihen. 09-Coach Ernst Bachmann und der Krayer Co-Trainer Dirk Wißel beschränkten sich bei ihrer Analye darauf, ihren Teams eine „gute kämpferische Leistung“ zu bescheinigen.

Die beiden Tore fielen wie aus heiterem Himmel. In der 11. Minute  vertändelte der Krayer Tobias Zamhöfer unnötig am eigenen Strafraum den Ball. Stefan Hohensee bedankte sich und schoss das 1:0. Der 1:1-Ausgleich entsprang einem Sonntagsschuss. Lars Müller traf aus 30 Metern Entfernung ins Netz (27.). Unhaltbar schien dieser „Knaller“ für Torwart Daniel Homberg nicht zu sein.

Die restlichen Chancen waren an einer Hand abzuzählen. In der 50. Minute scheiterte der Krayer Peter Hauboldt an Homberg. Ab der 65. Minute legten die „09er“ einen Zahn zu – und die Krayer errichteten ein Abwehrbollwerk, nachdem Tolga Acar nach einem Foul an Christian Hinz zurecht „Rot“ gesehen hatte. In Überzahl schoss Hohensee den Ball vorbei (70.), und Hinz traf nach einer verunglückten Flanke den Pfosten (86.). Es blieb beim gerechten 1:1. Dies war für den abstiegsbedrohten FC der erste Auswärtspunkt der Saison.

„Mann des Tages“ war keiner der Spieler, sondern Fußball-Obmann Heinz Klauß, der sich am Sonntagmorgen selbst auf die Walze gesetzt hatte, um den Ascheplatz in einen bespielbaren Zustand zu bringen. Dass sich die „09er“ darum selbst kümmern mussten, stieß Trainer Ernst Bachmann sauer auf: „Seit Wochen rennen wir über Straßen und Bürgersteige. Wir haben nun in Eigeninitiative bewiesen, dass es möglich ist, die Plätze in Ordnung zu halten. Warum kümmert sich nicht die Stadt darum?“

Auch Heinz Klauß wird sich geärgert haben. Wen er gewusst hätte, wie schlecht das Spiel wird, wäre er vermutlich im Bett geblieben.

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