21. November 2003 – MSV-Mainz 0:1 – „Keiner mag uns, scheißegal“

Freitagabend, nichts zu tun, Profifußball in der Nachbarstadt – zack, da hole ich doch glatt 22 Euro aus meinem Portmonee. Und dann? MSV 0, Mainz 1, mieses Spiel, verschenkter Abend.

Hier geht es zum Blog-Eintrag, den ich „Keiner mag uns, scheißegal“ nannte – Unterzeile: „Wedau, Yeah, Jucheirassa“:

22 Euro hab ich in diese verfluchte Eintrittskarte investiert. 22 Euro, also ein Quadratzentimeter in einen Betonklotz des neuen Duisburger Wedaustadions (nennt mich Mit-Inhaber) und dann sehe ich das gurkigste Rumgestümper des Jahres. Schlecht gegen noch schlechter. Einfallslos gegen noch einfallsloser. Mies gegen noch mieser. Langweilig gegen noch langweiliger. „Wir sind Zebras, super Zebras, keiner mag uns, scheißegal“, brüllt irgendein Fanklub. Ja, nun, sicher… Und das sollen Aufstiegskandidaten sein? Bitte, steigt ruhig auf, kommt dann ins Ruhrstadion und holt Euch sechs Stück ab. Keine Sorge, wir erledigen das. 22 Euro, doch mein Arbeitskollege Marcus, ein Duisburg-Fan, der links neben mir eine Currywurst vertilgt (während ich mir eine 2,50-Euro-Cola reinwürge), ist noch viel ärmer dran. Den nimmt das auch noch völlig mit und trifft das persönlich. Ich verfluche meinen Nebenjob als „Fußball-Junkie“ schon, als Thurk das einzige Tor des Tages für Mainz schießt. In der 73. Minute. Die Rufe reichen von „Meier raus!“ (mit Vorliebe und ganz laut!) über „Nasenmann raus!“ bis zu „Wir haben nie wieder ne Torchance!“ und „Wir wollen Ewald wiederhaben!“ Da passiert endlich mal was, und genau dann ist das Spiel vorbei. 22 Euro für so einen Mist. Das wären vier Abende im Kino gewesen. Inklusive Cola.

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