Saison 2012/2013 – Stadiontour, Teil 4.11 – Gelsenkirchen

Timo Hildebrand nach dem Spiel Schalke gegen Mönchengladbach.

So schaut das aus in der Mixed Zone, wenn zum Beispiel Schalke-Torwart Timo HIldebrand auftaucht. Ich bin der Lockenkopf rechts unten. (Foto: David Nienhaus)

Eigentlich wollte ich um 4.42 Uhr noch ein letztes Mal die Nachrichtenlage dieses verrückten Tages checken. Ich lag schon im Bett, vermisste meine übers Wochenende ausgeflogene Frau, hatte die Nachttischlampe ausgeknipst, nahm das iPhone in die Hand und betätigte den „Home“-Button. Beim Blick auf die Uhrzeit erschrak ich, schmiss das iPhone auf einen Klamottenberg, drehte mich zur Seite und dachte noch ein paar Sekunden über die zurückliegenden Stunden nach. Über Fußball, Feiern und Fahrten. Fahrten über insgesamt sechs Autobahnen des Ruhrgebiets, Fußball auf Schalke, ner Feier in der Matrix.

Es begann morgens in Heeren-Werve. Zu Hause. Am Freitag erreichte ich beim Kicker-Turnier der WAZ-Zentralredaktion sensationell das Finale – obwohl ich nie spiele und parallel den Spätdienst überstehen musste. Doppelbelastung. Im Endspiel gegen WAZ-Sportchef Dirk Graalmann (etwa wie San Marino gegen Brasilien) führte ich 5:3 und 6:4, glich dann zum 8:8 aus. Doch am Ende, um 1 Uhr in der Nacht, stand es 8:10. War wohl nichts mit der Unsterblichkeit.

Jedenfalls fiel es mir sehr schwer, schon um 9 Uhr aufzustehen, um kurz darauf nach Witten zu fahren. A1, A45, A44. Frisör. Muss nicht weiter vertieft werden. Der nächste Termin: 12.45 Uhr, Bochum-Ruhrstadion. Arbeitskollege @ruhrpoet abholen. Kurz dem VfL via TV zuschauen, wie er immer weiter abstürzt. A44, A43, A4o. Weiter nach Gelsenkirchen. Schalke gegen Mönchengladbach, 1:1. Der seltsamste Teil dieses Tages. A40, A43, A42. Nach einem höhepunktarmen Spiel Explosionsgefahr in der Mixed Zone. Siehe unten. Um 19 Uhr ab in den Smart und Richtung Redaktion heizen. Essen. A42, B224. Vier Stunden schuften. 23.15 Uhr, fertig, Feierabend. Schnell tanken für 1,51, auf die A40, @ruhrpoet zu Hause abliefern. Und dann nach Herne. A40, A43, A42. Einen Kumpel einsammeln, der dort mit seiner Freundin in der Innenstadt wohnt, U-Bahnhof „Herne Mitte“ in Sichtweite. Verfahre mich, stehe vor einer Kneipe namens „Bierdeckel“, kann die Rathaus-Apotheke sehen. Warnblinkanlage an, anrufen. „Du musst einmal um die Fußgängerzone rumfahren“, heißt’s am Telefon. Aha. Zum Schluss die „Matrix“ in Bochum-Langendreer. Wie früher. Fit halten mit Water Joe. Draußen Schneeregen. 1 Grad. Zurück über die A42, A45 und A2. Müde.

Ich verwirrte mein Unterbewusstsein – und träumte… nichts.

Bevor ich mich in die Matrix eingeklinkt habe, entstanden diese Texte hier:

Die Schalker Einzelkritik („Matip und Hildebrand patzen beim Schalker Gegentor“) findet Ihr hier. Der Text erschien in gewohnt ausführlicher Form kurz nach dem Schlusspfiff online und in gekürzter, geglätteter und um Statistiken ergänzter Form am Montag in der WAZ Gelsenkirchen. Die Noten vorab: Hildebrand (5)-Uchida (4), Höwedes (3), Matip (5), Fuchs (3,5)-Jones (3,5), Neustädter (4)-Farfan (3), Holtby (4,5), Draxler (3)-Huntelaar (5). Eingewechselt: Pukki (-), Marica (-).

Die gesammelten Stimmen zum Spiel – mit Stevens, Heldt, Huntelaar, Draxler und Höwedes – gibt es hier. Die Überschrift: „Schalke-Torjäger Huntelaar fordert ,mehr Risiko'“. Am Dienstag erschienen die Höwedes-Zitate in der WAZ Gelsenkirchen.

Dass die „Ultras Gelsenkirchen“ überwiegend schwiegen und dass Schalke-Trainer Huub Stevens nach dem Spiel ausflippte, könnt Ihr hier („Schalke-Ultras verweigern Support – Fan-Schelte von Stevens“) nachlesen.

Die Chronik des Torwartwechsels steht hier („Hildebrands verrückte Geschichte auf Schalke geht weiter“).

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