Saison 2012/2013 – Stadiontour, Teil 7 – Düsseldorf

Im alten Rheinstadion bin ich nie gewesen. Darüber hinweg geflogen, das ja. Ich weiß, dass der VfL dort mal ein 0:3 gedreht und noch 4:3 gewonnen hat. Damals spielte ich noch in der C-Jugend des VfB Speldorf, junger Jahrgang, und der VfL war noch unabsteigbar.

Inzwischen heißt das umgebaute Stadion „Esprit-Arena“, einst renoviert für die WM 2006 (Düsseldorf wurde kein Spielort), Olympia 2012 in der Rhein-Ruhr-Region (die nicht einmal die deutsche Vorentscheidung gewann), RheinFire (kurz nach der Eröffnung gab’s die NFL Europe nicht mehr) und Profifußball der Fortuna. Immerhin den gibt’s seit knapp vier Jahren. Ich sah mir die Arena mal bei einem Bruce-Springsteen-Konzert an, 2008, während Ballack Deutschland bei der EM ins Viertelfinale hämmerte. 1:0 gegen Österreich.

Mein erster Fußballabend dort wurde zu einem Knaller. Vor dem Spiel landete ein Teelöffel Senf auf meiner neuen Jeans, dann benötigten wir knapp zehn Minuten, um in den Katakomben den Pressebereich zu finden und das Spiel selbst nahm einen so eigenartigen Verlauf, dass es mir unglaublich schwer fiel, die Noten zu verteilen. Zur Pause führte Schalke nach einer grandiosen Leistung mit 2:0 (alle zwischen 1 und 2), danach ging alles schief (alle zwischen 5 und 6). Ich entschied mich bei allen für den Mittelweg, blieb zwischen 3 und 4,5 hängen – und war damit deutlich gnädiger als der „Bild“-Kollege, der ziemlich oft die „5“ würfelte und die erste Halbzeit komplett ignorierte. Der „Kicker“ sah es immerhin genauso wie ich.

So, jetzt zu der Übersicht:

Meine Texte aus Düsseldorf erschienen online und teilweise in der Print-Ausgabe der WAZ Gelsenkirchen. Die Einzelkritik – abgeschlossen mit dem Schlusspfiff – erschien, in der gewünschten Zeilenzahl, auch in der WAZ („Schalkes Innenverteidiger patzen in Düsseldorf“). Zum Text geht es hier. Die Noten vorab: Unnerstall (3,5)-Höwedes (3), Papadopoulos (3,5), Matip (3,5), Fuchs (4)-Neustädter (4)-Jones (4), Barnetta (4,5)-Holtby (4)-Afellay (4,5), Huntelaar (3,5). Eingewechselt: Höger (-), Draxler (-), Obasi (-).

Nach dem Spiel war es sehr interessant, im Bauch der Arena die unterschiedlichen Reaktionen zu beobachten. Schalke-Manager Horst Heldt hätte am liebsten ganz Düsseldorf zerlegt, Kapitän Benedikt Höwedes fand alles nicht ganz so schlimm, sprach sogar davon, die Schalker hätten „toll gespielt“. Daraus entstand der Text „Heldt gegen Höwedes – Schalker in Spielanalyse nicht einig“, und den gibt es hier.

Die restlichen Stimmen zum Spiel – von Stevens und Heldt bis Höwedes, Huntelaar und Barnetta – findet Ihr hier („Schalke-Torjäger Huntelaar wundert sich über Auswechslung“).

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