Hundewiesen im Ruhrgebiet

Vorab: Die letzte Ergänzung ist vom 13. Oktober 2013. Neu: Tipps für einen Nordsee-Urlaub.

35 Jahre alt. Und nun rede ich nicht mehr von durchfeierten Nächten im „Schrägen Eck“ in Mülheim-Eppinghofen oder Pogo zu „Smells like teen spirit“ in der Matrix in Bochum-Langendreer. Oder von verschlafenen Datenanalyse-Seminaren an der Uni Essen, Currywurst bei Dönninghaus nach einem VfL-Heimspiel in Bochum, nem Tom-Liwa-Konzert im verrauchten Ringlokschuppen Mülheim.

Jetzt geht´s um Hundewiesen im Ruhrgebiet. Das finde ich gut. Sehr gut sogar. Es fühlt sich überragend an, mit unserer schwarzen Labrador-Mix-Hündin Athina (* 7. Oktober 2011) den Pott völlig neu zu erkunden. Und Abende im Schrägen Eck, in der Matrix, Currywurst bei Dönninghaus… Diese Zeit ist ja nicht vorbei!

Folgende Hundewiesen stelle ich hier vor: Mülheim – Auberg, Witten – Herbede, Bergkamen – Werner Straße

Folgende Seen stelle ich hier vor: Breckerfeld – Glörtalsperre, Beckum – Tuttenbrocksee.

Und diese Waldgebiete: Mülheim – Uhlenhorst, Witten – Muttental, Kamen – Heerener Holz, Witten/Herdecke – Herrenholz, Dortmund – Bittermark, Sundern-Stockum – Naturpark Homert

Mülheim – Auberg

Irgendwo in der Nähe ist ein McDonalds. McDrive, Kölner Straße, viele Erlebnisse dort. Bin mal mit dem Fahrrad durchgefahren, 1998, das haben die sogar mitgemacht. Während der ersten Semester entwickelte sich der Laden zu einem nächtlichen Treffpunkt von Montag bis Mittwoch, wenn keine Disko geöffnet hatte. Zwei 20-er Nuggets mit allen Dips, die es gibt. Nachts um zwei.

Am McDonalds geht´s vorbei, die B1 Richtung Autobahnkreuz Breitscheid/Düsseldorf entlang und kurz vor Mülheim-Selbeck links. Die Straße heißt „Eschenbruch“, ist schwer zu sehen, ausgeschildert ist ein Restaurant namens „Hexenhaus“. Möglich, dass jeder Autofahrer/Hundebesitzer die kleine Straße erst einmal übersieht und irgendwann wenden muss. Später, ein paar Meter weiter.

Wer den „Eschenbruch“ gefunden hat, muss das „Anlieger frei“-Schild ignorieren und geradeaus fahren. Am „Hexenhaus“ a.k.a. „Schnitzelhaus“ a.k.a. „Pfannkuchenhaus“ vorbei, am Gestüt Eschenbruch und vielen Pferdewiesen ebenfalls. Und dann tauchen Parkplätze auf. Viele. Und Hunde. Noch mehr.

Die Wiese ist riesengroß (die Mülheimer sprechen von der „größten Hundewiese des Landes“ – kann sein), nur für Hunde gedacht – und vor allem eingezäunt. Ein Riesenvorteil, denn als Hundehalter ist ein Besuch nicht so anstrengend. Einfach in die Mitte stellen, ein bisschen in alle Richtungen spazieren, ein bisschen aufpassen (nicht viel) und Haufen wegräumen, aber weglaufen kann der Hund nicht – und sich trotzdem völlig frei bewegen, ohne dass sich jemand beschwert. Okay, diejenigen, die Hunde nicht mögen, beschweren sich schon, und das gern in der Mülheimer WAZ. Ne andere Geschichte.

Wir weilten mit unserem schwarzen Teufel an einem normalen Freitag von 18.30 bis 19.30 Uhr dort – und es war pickepackevoll. Wir mussten unseren Hund von der Wiese tragen. Am Wochenende sollen die Parkplätze nicht ausreichen. Gut möglich. Wir sahen Autos aus „E“, „DU“, „MH“ und „UN“.

Hat sich sehr gelohnt.

Ein kleiner Nachtrag noch (am 5. April 2013): Seit wir wieder in Mülheim wohnen, haben wir festgestellt, dass Ihr den Auberg zu Stoßzeiten meiden solltet – wenn es geht. Damit meine zum Beispiel Samstag und Sonntag bei Sonnenschein. Oder Feiertage. Dann ist es oft unübersichtlich voll, Parkplätze sind rar und die Hunde werden bei den ganzen Reizen schneller aggressiv. Wir genießen es, einfach mal zwischendurch mit Athina zum Auberg zu fahren – wir wohnen nur fünf Minuten entfernt. Besonders schön ist es, wenn sieben, acht, neun Hunde parallel dort sind.

Die Fakten: Hundewiese Mülheim-Auberg, Straße fürs Navi: Eschenbruch, Parken: direkt vor der Wiese, Autobahnausfahrt: Autobahnkreuz Breitscheid an der A3 bzw. A52 – danach auf der B1 Richtung Mülheim fahren (auf der „Kölner Straße“) und nach etwa fünf Kilometern rechts. Wertung: 5 von 5 Punkten. Oder 6 von 6, sucht Euch was aus. Volle Punktzahl jedenfalls. Und wer noch etwas essen will: Das bekannte Mülheimer „Pfannkuchenhaus“ mit der Getränke-Eisenbahn liegt nur 500 Meter entfernt.

Witten – Herbede

In Witten gibt es eine Brennerei. Wirklich. Sonnenschein-Brennerei heißt die, liegt an der Kante zwischen den Stadtteilen „Heven“ und „Herbede“, eher in Herbede. Hergestellt wird ein alkoholisches, hochprozentiges Getränk, das die Wittener gern als Gastgeschenk mitbringen. „Herbeder Tropfen“ heißt das. Auch die Altherren-Mannschaft des SV Herbede, die immer noch mit Libero und zwei Manndeckern spielt, verschenkt ein Fläschchen bei jedem Heimspiel.

Unweit der Brennerei, die direkt an der Ruhr liegt und im einen sommerlichen Sonnenuntergang herrlich angestrahlt wird, liegt die größte Hundewiese der Stadt. Offiziell ist sie nicht als solche deklariert, aber kein „normaler“ Wittener bewegt sich auf diese kleine Halbinsel. Sie ist eine Zunge in der Ruhr, heißt: an drei Seiten von Wasser umschlossen. Abhauen können die Hunde nur in Richtung Parkplatz, das Risiko ist also überschaubar und Hunde können ohne Leine toben, toben, toben. Und schwimmen, schwimmen, schwimmen.

Nicht so gut gefallen haben uns viele, viele Löcher auf den Wiesen und Wegen. Während auf der Hundewiese am Mülheimer Auberg die Löcher einmal pro Woche in einer Gemeinschaftsaktion wieder zugeschüttet werden, ist ein kurzer Sprint in Witten gemeingefährlich. Für Hunde und Hundebesitzer. Und: Das Risiko ist zwar überschaubar, aber in Mülheim (eingezäunt!) haben wir uns doch sicherer gefühlt. Und einige der Hundegrüppchen, die uns dort begegnet sind, waren nicht sehr sympathisch. Deshalb meiden selbst einige Wittener Hundebesitzer diese Wiese und deshalb gibt`s trotz Brennerei nicht die volle Punktzahl.

Die Fakten: Alter Fährweg in Witten-Herbede/Parken vor der Sonnenschein-Brennerei möglich, danach ist ein kurzer Spaziergang über eine Ruhrbrücke nötig. Autobahnausfahrt: „Witten-Heven“ an der A43, Richtung Kemnade und dann den Hunden nach. Wertung: 65 von 100 Punkten.

Bergkamen – Werner Straße

Einen Zeitungsartikel über diese Hundewiese findet Ihr hier.

Dieser Matsch. Dieser uneeeendliche Matsch. Zum Glück lag im Schrank noch eine alte, ganz alte Jeans, die mir Anfang des Jahrtausends noch passte. Jetzt nicht mehr.

Aber darum geht’s nicht. Auf der Suche nach einer Herausforderung für den Hund und uns stießen wir bei der Internet-Recherche auf eine Hundewiese in Bergkamen. „Die 2000 Quadratmeter große, eingezäunte Fläche soll offenbar nach einer Unterschriften-Aktion der Anwohner entstanden sein“, erfuhren wir.

Das genügte uns. Trotz Regens und erheblicher Nässe setzten wir den Hund ins Auto, fuhren los und entdeckten trotz komplizierter Wegbeschreibung kurz vor Rünthe die richtige Seitenstraße der B233. Wir fanden eine von der Stadt angelegte und unterstützte eingezäunte Fläche und trafen sehr nette Leute. Ein großer Minuspunkt: „2000 Quadratmeter“ klingt in etwa wie „Central Park“, ist im Vergleich zu anderen Hundewiesen wie zum Beispiel in Mülheim und Witten-Herbede eher winzig. Außerdem sind dort – wurde uns mitgeteilt – nicht immer andere Hunde anzutreffen. Auch das ist in Mülheim, Witten und auch Opherdicke anders.

Die Fakten: Hundewiese Bergkamen, Straße fürs Navi: Werner Straße, Parken: fünf Parkplätze direkt vor der Hundewiese, Autobahnausfahrt: Kamen/Bergkamen an der A2, dort auf die B61 Richtung Kamen und dann auf die B233 Richtung Bergkamen. Das ist die Werner Straße. Gaaaanz lange geradeaus fahren, durch Bergkamen-City hindurch – etwa zwei Kilometer vor der Ortseinfahrt „Rünthe“ ist die „Hundefreilauffläche“ auf der linken Seite ausgeschildert. Wertung: 9,177 von 11,33 Punkten.

Breckerfeld – Glörtalsperre

Mal was anderes sehen. Ein neues Hunde-Abenteuer erleben. Neue Hundewiesen, Hundegebiete erobern. Das dachten wir am Sonntag, 12. August 2012, als wir uns irgendein ADAC-Heftchen schnappten, ergebnislos zur Seite legten und bei Google „Hunde See Ruhrgebiet“ eintippten. Oder etwas ähnliches, das weiß ich nicht mehr genau. Jedenfalls landeten wir auf irgendeiner Seite mit dem Stichwort „Glörtalsperre“. Wir stiegen in unser Auto, fuhren drauflos – und erlebten bei sommerlichen 26 Grad und strahlend blauem Himmel das erhoffte Abenteuer.

Auf der Hinfahrt informierten wir uns via iPhone weiter. Alles klang alles so harmonisch. Ein idyllischer Geheimtipp im Sauerland, der Hundestrand ist groß und ausgeschildert und die Hinfahrt leicht, leichter, am leichtesten.

Schon dieser Punkt stimmte nicht. Wir verließen uns darauf, dass ab der A45-Ausfahrt „Lüdenscheid-Nord“ der Weg ausgeschildert ist. Nee, war er nicht, wir nahmen fortan das Navi. Geheimtipp stimmte auch nicht, der Parkplatz war fast ausverkauft, viele Motorräder (die Glörtalsperre ist offizieller „Bikertreff“) störten unser Wohlbefinden auf der Fahrt – und an den Badeabschnitten am Seeufer gab es kaum freie Stellen.

Doch trotz dieser Unannehmlichkeiten ist die Glörtalsperre ein idyllischer, harmonischer Ort – und am (wirklich vortrefflich ausgeschilderten) Hundestrand sind Treffen mit Dutzenden Hunden garantiert. Und wem es zu viel wird, der kann auf einem Spazierweg die Talsperre umrunden. Da die meisten am Ufer hocken, ist dort auch nicht ganz so viel los.

Die Fakten: Hundestrand Glörtalsperre, Breckerfeld. Straße fürs Navi: Glörstraße. Parken: Zwei Parkplätze sind vorhanden; vom kostenfreien „Ausweichparkplatz“ (der heißt wirklich so) an der Hauptstraße sind’s etwa 25 ungemütliche und nicht empfehlenswerte Fuß-Minuten bis zum Wasser. Der von 9 bis 18 Uhr kostenpflichtige Parkplatz (1 Stunde: 1 Euro, 2 Stunden: 1,50 Euro usw.) am Café-Restaurant „Haus Glörtal“ liegt hingegen direkt am Wasser und lediglich fünf Fuß-Minuten vom Hundestrand entfernt. Autobahnausfahrten: Hagen-Süd oder Lüdenscheid-Nord auf der A45 – und dann der Nase nach… Sagen wir so: Nehmt das Navi, ist besser so. Grob geht’s Richtung „Schalksmühle“, dann müsst Ihr den Schildern Richtung „Breckerfeld“ folgen und irgendwo, irgendwie ist die Glörtalsperre ausgeschildert. Wertung: 4,2 von 4,8 Punkten.

Beckum – Tuttenbrocksee

Vorrede: Erst einmal vielen Dank an Thorsten (siehe Kommentare), der uns diesen Tipp via Homepage gab. Schon einen Tag später haben wir ihn ausprobiert. Danke!! Denn – laut Thorsten – gibt es 2013 keine Chance mehr, dort spazieren zu gehen!

Jaja, es war vielleicht nicht die geschickteste Idee, am heißesten Wochenende des Jahres bei 33 Grad im Schatten mit dem Hund einen Badesee aufsuchen zu wollen. Als wir von der A2 die Massen erblickten, wollten wir schon umkehren. Aber dann dachten wir: Wir kommen erst um 17.35 Uhr an, da hauen die meisten schon wieder ab – versuchen wir’s.

Also landeten wir doch am Tuttenbrocksee in Beckum zwischen Hamm und Gütersloh. Malerisch, eigentlich. Denn schon der Parkplatzwächter empfing uns mit dem Spruch „Das ist der krasseste Tag“. Noch um 17.35 Uhr gab’s auf der Hauptwiese fast kein Durchkommen. Besoffene, tätowierte Halbstarke, Handtücher, Gummiboote, Hunde, die wild durcheinander laufen, Müll, viel, viel Müll – der erste Eindruck war: Ist schön hier, aber bääh, wir wollen einfach nur weg.

Aber wir gaben dem Projekt noch eine Chance, gingen von der Hauptwiese in ein Waldstück, einmal um die Seekurve und fanden hinter einem Gebüsch eine schöne, einsame, versteckte Stelle auf einem großen Stein am Seeufer. Dort ließen wir uns nieder und genossen die Stunden am See, auch wenn unser Hund immer noch nicht richtig schwimmen kann. Der – auch am Ufer treibende – Müll war doch spannender. Wenn’s ein bisschen sauberer gewesen wäre… Wir werden noch einmal hinfahren, wenn’s nicht so warm ist. Ganz bestimmt.

Die Fakten: Tuttenbrocksee, Beckum. Straße fürs Navi: nicht nötig, liegt direkt an der A2. Parken: Parkplätze sind vorhanden, an heißen Tagen aber schnell ausgebucht. Kosten: 1,50 Euro pro Person und 1 Euro pro Auto – für uns also vier Euro. Es ist auch möglich, in einem entfernten Wohngebiet zu parken – dann sind allerdings 20 bis 30 Fuß-Minuten einzuplanen. Autobahnausfahrt: A2, Beckum (der See ist von der Autobahn schon zu sehen), nach der Abfahrt Richtung Beckum abbiegen – und dort liegen schon die Parkplätze – mitten in einer Baustelle. Idiotensicher zu finden. Wertung: 4,1 von 4,8 Punkten.

 

Ausprobierte Waldgebiete im Ruhrgebiet:

Ich denke, dass wir sehr vernünftige Hundehalter sind. Von Joggern und Spaziergängern halten wir unser Tier fern, von Spielplätzen erst recht. Und Hinterlassenschaften an öffentlichen Orten entfernen wir sofort. Auch im Wald leinen wir den Hund sofort an (und das unterscheidet Wälder von den oben angeführten Hunde-Paradiesen), wenn es nötig ist.

Mülheim – Uhlenhorst

Fürs Navi: Hochfelder Straße, Mülheim (nur eine von vielen Möglichkeiten). Das Waldgebiet erstreckt sich von Mülheim-Speldorf bis Duisburg-Wedau und Duisburg-Bissingheim, bis zur Duisburger Sechs-Seen-Platte und dem Mülheimer See „Entenfang“ (der heißt wirklich so). Wir spazierten von der Hochfelder Straße bis zum Fernsehturm Mülheim-Speldorf (eins der Wahrzeichen der Stadt) und einmal quer durch einen winzigen Teil des Waldes. Hunde gibt es dort eine Menge.

Witten – Muttental

Fürs Navi: Auf Steinhausen 30, Witten. Dort befindet sich im Stadtteil „Bommern“ ein großer Parkplatz unterhalb eines sehr schönen Restaurants. Im Muttental, einer der historischsten Orte des Ruhrgebiets (dort soll um das Jahr 1500 die erste Steinkohle im Ruhrgebiet gefunden worden sein), gibt es zahlreiche Wanderwege, Wiesen und Wälder bis zur Ruhr. Noch so ein Hundeparadies. Allerdings muss jeder Hundehalter doppelt aufmerksam sein, da so einige Leute den Bergbau-Rundwanderweg entlang laufen und sich einige Haltestellen der Ruhrtal-Museumsbahn im Muttental befinden (zum Beispiel an der „Ruine Hardenstein“).

Kamen – Heerener Holz

Fürs Navi: Heerener Straße. Den einzigen Wald unserer aktuellen Wohnstadt Kamen erreichen wir zu Fuß in 15 Minuten. Ist ein recht kleiner, unspektakulärer Wald – für unsere tägliche Hausrunde (Wohnung in Heeren-Werve, Fluss/Seseke, Wald/Heerener Holz, zurück – dauert mal eine, mal zwei Stunden) gut geeignet.

Witten / bis Herdecke – Herrenholz

Fürs Navi: Rebhuhnweg, Witten-Annen – oder: Ardeystraße, kurz vor Herdecke. Auch in Witten können wir ein Waldgebiet als „Hausrunde“ bezeichnen, da dort meine Schwiegereltern wohnen. Wittener, naja, Annener, wissen sofort Bescheid, wenn es um den „Kahlen Plack“ (dort befindet sich ein offizieller Grillplatz der Stadt), den „Borbach“ (dort liegt die exklusivste Wohngegend der Stadt) und die „Drei Teiche“ (dazu fällt mir nichts ein, was in Klammern stehen könnte) geht. Für Anhänger des schwarz-gelben Fußballvereins bietet sich ein fantastischer Blick auf den Zahnpasta-Versicherungs-Park … Dieser Wald gilt auch als Naherholungsgebiet, weil er riesenriesenriesengroß ist. Dort kennen wir uns aus, dort ist alles prima – und die Wege gehen sogar bis nach Herdecke. Empfehlenswert, auch für Ortsfremde!

Dortmund – Bittermark

Fürs Navi: Bittermark, ganz einfach… Die Bittermark liegt im Dortmunder Süden und ist ein Teil von Dortmund-Hombruch. Die Zahnärztin meiner Angebeteten hat dort ihre Praxis. Normaler Wald. Normal groß, normale Bäume, normale Zahl an Hunden. Für den normalen Spaziergang zwischendurch, wenn das Tier mal eine Abwechslung braucht.

Sundern-Stockum, Hochsauerlandkreis – Naturpark Homert

Geheimtipp knapp außerhalb des Ruhrgebiets!!! Fürs Navi: Sundern-Stockum, den Hinweisschildern Richtung „SSV Stockum“ bzw. „Sportplatz“ folgen und dort parken. Einige meiner familiären Wurzeln liegen in Sundern; im Hochsauerlandkreis. Meine Mutter ist in Arnsberg geboren und in Stockum aufgewachsen. Stockum gehört seit 1975 zu Sundern. Noch heute wohnen entfernte Verwandte der „Sauerland-Familienlinie“ dort. An Feiertagen wie Ostersonntag oder Pfingstmontag, wenn wir unsere Ruhe brauchen, fahren wir gern 50 Autominuten pro Strecke. Denn Stockum gehört zum „Naturpark Homert“, einem 550 Quadratkilometer großen Gebiet, das sich bis zum malerischen Sorpesee erstreckt (allerdings ist´s am See an schönen Tagen immer zu voll). Es reicht ein Wort, um diese Gegend zu beschreiben: wunderschön. Im Kopf habe ich dann „Sauerland, mein Herz schlägt für das Sauerland“. Aber nur an diesem einen Tag. Denn ich würde dort nicht wohnen wollen. Zu abgelegen, ein bisschen zu schützenfestig, konservativ. Um abzuschalten, ist dieses Gebiet aber super, super, super geeignet. Wir waren so oft dort – und entdecken jedes Mal neue Wege, Orte, Wiesen. Einziger Nachteil: Die Gegend ist so groß, dass uns dort sehr wenig andere Hunde begegnet sind…

Tipps für einen Nordsee-Urlaub

Bis auf die Inseln haben wir an der Nordseeküste alles ausprobiert – von Ostfriesland (Aurich, Emden, Greetsiel) über die Halbinsel Butjadingen (Burhave, Fedderwadersiel), die Halbinsel Eiderstedt (von Husum bis St. Peter-Ording) bis Bremerhaven und Cuxhaven. Überall war’s toll – aber an manchen Orten besonders toll. Deshalb werde ich an dieser Stelle sukzessive unsere Tipps publizieren.

Burhave – Halbinsel Butjadingen

St. Peter-Ording: okay, schon gehört. Aurich, Emden, Greetsiel: Aus der Ecke kommt Otto Waalkes – und Bundesligavereine absolvieren dort gern ihr Trainingslager. Cuxhaven: klar, da geht’s doch nach Scharhörn und Neuwerk.

Aber Butjadingen?

Mit unserer Athina im Oktober 2013 in Burhave auf der Halbinsel Butjadingen.

Mit unserer Athina im Oktober 2013 in Burhave auf der Halbinsel Butjadingen. (Foto: AS)

Ja, das gibt’s auch. Im Oktober 2013 wollten wir für fünf Tage an die Küste, wohin auch immer, und meine Eltern gaben uns den Tipp. Nordenham, Tossens, Burhave, Fedderwadersiel – Geheimtipps. Also buchten wir recht kurzfristig und resümierten bei der Rückreise: Glückstreffer. Hundefreundlich, tolle Landschaft, Wattwanderungen, Ausflugsmöglichkeiten. Klasse!

TIPP – Unterkunft: Einfach auf deichhund.de klicken und mögliche Termine erfragen. Die Besitzer der 75 Quadratmeter großen, im Frühjahr 2013 renovierten, Wohnung direkt am Deich in Burhave haben selbst Hunde und sagten im Scherz: „Wer zu uns kommen will, MUSS einen Hund mitbringen…“ Die Lage ist perfekt: Zur (leider nicht eingezäunten) Hundewiese sind’s 200 Meter (zwei Minuten Fußweg), zum viel genutzten Hundestrand 700 Meter (fünf Minuten Fußweg). Zur Wohnung (Erdgeschoss): zwei Schlafzimmer mit jeweils zwei Betten, großes Wohnzimmer mit neuer Küche, eingezäunter Garten nur für die Mieter der Wohnung, Stellplatz vor dem Haus. Herrlich! Ein Edeka-Laden für den Lebensmitteleinkauf ist mit dem Auto in fünf Minuten erreichbar.

ANFAHRT: Dauert handgestoppte 3:19 Stunden. Vom Ruhrgebiet geht’s über die A2/A3 bis Essen/Gladbeck, dann über die B224/A52 bis Marl, die A43 bis Münster-Süd und die A1 bis Ahlhorner Heide – so weit, so logisch. Dann auf die A29 Richtung Oldenburg/Bremerhaven – und über Land und via Navi bis Burhave (am häufigsten sind auf dem Weg „Tossens“ und „Center Parcs Tossens“ ausgeschildert).

TIPPS – Burhave: Burhave ist ein sehr kleiner Ort mit vielen Ferienwohnungen, -häusern und -hausparks. Viele Gäste waren Mitte Oktober nicht dort – wir verlebten recht einsame Tage. Wie uns gesagt wurde, ist Burhave eigentlich sehr hundefreundlich, die Restaurantbesitzer aber weniger. „Outdoor“ sind Hunde wohl überall gestattet (also nur im Sommer…), „indoor“ lediglich im Restaurant/Eiscafe „Käptn Hook“ in der Ortsmitte. Für Familien mit Kindern ist Burhave optimal geeignet, da es eine riesengroße Spielscheune (inkl. Bowlingbahn für Erwachsene) gibt. Im Sommer (Juni bis September) öffnet an der Küste die Nordsee-Lagune mit zahlreichen Beschäftigungsmöglichkeiten. Auch zwei Minigolf-Plätze haben wir entdeckt.

TIPPS – Ausflüge: 1) Direkt am Watt geht’s bis Fedderwadersiel – etwa zwei Kilometer entfernt. Dauert – je nach Geschwindigkeit – 30 Minuten zu Fuß.

2) Auch in die andere Richtung geht’s endlos an der Nordsee entlang – vermutlich bis Tossens. Wir kehrten nach anderthalb Stunden mit einem völlig erschöpften Hund um…

3) Bremerhaven ist von der Burhaver Küste sogar zu sehen. Mit dem Auto liegt Bremerhaven nur 30 Auto-Minuten entfernt – der Wesertunnel macht’s möglich. Klimahaus, Hafen, Innenstadt-Bummel – in der City selbst gibt’s viele Möglichkeiten.

4) Auch ein Tagestrip zu einer ostfriesischen Insel ist drin. Bis zu den Häfen dauert’s mit dem Auto maximal eine Stunde.

Dieser Beitrag wurde unter Dortmund, Holzwickede, Kamen, Mülheim, Ruhrgebiet, Sauerland, Witten abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *