Unterhaltsamer Nachmittag

Am 17. Juli 2006 berichtete ich für die WAZ/NRZ Mülheim über die Saisoneröffnung des Oberligisten VfB Speldorf. Höhepunkt war ein Testspiel gegen den (damals noch!) Regionalligisten Fortuna Düsseldorf (2:3).

Rein in den Text:

Nach dem ersten Gegentor zeigte die Anzeigetafel „0:7“ an. Das blieb aber der einzige Defekt am gestrigen Fußball-Nachmittag am Blötter Weg. Im Rahmen der Saisoneröffnung unterlag Oberligist VfB Speldorf dem Regionalligateam von Fortuna Düsseldorf vor 700 Zuschauern mit 2:3 (1:1) Toren. Die Düsseldorfer waren freundliche Gäste: Sie verlangten kein Geld für den Auftritt an der Blötte.

Von einer „sehr guten Einheit mit viel Laufarbeit“ sprach Trainer Piero Lussu nach dem Spiel. Die VfB-Fans diskutierten nach dem dritten Test des VfB über die ersten Erkenntnisse. Die neuen grün-weiß gestreiften Trikots sehen dem Dress des schottischen Meisters Celtic Glasgow zum Verwechseln ähnlich. Sportlich setzte Lussu erneut auf Thorsten Schmugge als Abwehrchef. Das 0:1 durch Ahmed Cebe (16.) konnte Schmugge nicht verhindern. Lussu hatte ein Foul an Rafael Synowiec gesehen – Schiedsrichter Kötter pfiff nicht.

Einen starken Eindruck hinterließ die VfB-Offensive, die sich drei Großchancen erarbeitete und zwei Tore erzielte. Damiano Schirru schoss zweimal drüber (12./35.) und Krzysztof Benedyk (53.) traf den Pfosten. Genauer zielte Sergii Tytarchuk, der unmittelbar vor dem Pausenpfiff Fortuna-Torwart Patrick Deuß den Ball abluchste und zum 1:1 ausglich. „Sergii geht drauf und setzt sich sehr gut durch“, lobte Trainer Lussu. Das zweite Speldorfer Tor erzielte Benedyk, der einen Freistoß zum 2:3-Endstand verwandelte (81.). Zuvor hatten Ivan Pusic (48.) und Uwe Klein (75.) die Treffer zwei und drei für Düsseldorf erzielt.

Bei diesen Gegentoren sah die Abwehr nicht gut aus. Doch nach dem kurzfristigen Abgang von Can Bögüs ist eine nachträgliche Verstärkung vorerst kein Thema. „Neben Schmugge können Rafael Synowiec, Christian Flöth, Yasar Kurt und Stefan Janßen hinten spielen“, sagte Lussu. Co-Trainer Janßen, eigentlich nur für den Notfall vorgesehen, zählt erst einmal komplett zum Aufgebot. „Wenn wir doch ein Problem bekommen, werden wir das lösen“, ergänzte Lussu.

Über den gelungenen Tag freuten sich die Fans nur bedingt: Ein treuer Anhänger starb vor einer Woche. Er hinterlässt einen siebenjährigen Sohn. Vor dem Spiel gab es eine Gedenkminute.

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