Ülger sorgt für den Höhepunkt

Einen Tag vor meinem 22. Geburtstag, am 30. März 2000, berichtete ich für die WAZ/NRZ Mülheim über das Kreispokalspiel zwischen dem MSV 07 (Kreisliga A) und Vatan Spor Mülheim (Landesliga), das Vatan mit 3:0 gewann.

Rein in den Text:

Auf den Höhepunkt des Fußball-Kreispokalduells zwischen dem MSV 07 (Kreisliga A) und Vatan Spor (Landesliga) mussten 50 Zuschauer bis zur 77. Minute warten: Mit einem Fallrückzieher traf Hakan Ülger für Vatan zum 3:0 (2:0)-Endstand. Damit steht das Team von Trainer Mohamed Ali Abdelhafid in der fünften Runde, die am 30. April ausgetragen wird.

Was bleibt sonst in Erinnerung von einem kalten März-Abend? Es war keine großartige, aber eine unterhaltsame Partie. Die Spätankömmlinge verpassten ein Tor: Bereits nach 120 Sekunden führte der Favorit durch Ertan Örs mit 1:0. So lange wie möglich wollten die 07er ohne Gegentor bleiben. Das klappte nicht. Doch der A-Kreisligist ließ sich nicht hängen. Frech spielte er nun auf und brachte das Tor von Vatan-Keeper Ali Uzun, der sein erstes Spiel bestritt, oft in Gefahr. Heiko Gierok vergab zweimal (12./29.), eine Ecke von Ismet Hrstic sorgte für Verwirrung (25.) und Bojan Paunovic schoss vorbei (41.). In der 31. Minute traf Paunovic sogar ins Tor, doch der Linienrichter hob die Fahne – Abseits. Eine fragwürdige Entscheidung. So bestätigte sich die Fußball-Weisheit, die besagt, dass es sich rächt, wenn ein Team viele Chancen auslässt. Senol Öztürk köpfte das 2:0 (44.). „Wir hätten führen müssen“, ärgerte sich MSV-Trainer Wilfried Pick, der aber ansonsten mit seiner Mannschaft sehr zufrieden war.

Nach dem Wechsel schwanden die Kräfte des Außenseiters. Im ersatzgeschwächten MSV-Team musste sogar Oldie Horst Chluba aushelfen. Erst jetzt überzeugte Vatan und verdiente sich die Führung. Hakan Turna (47.) und Ertan Örs (62./70.) vergaben, Cevdet Calis traf die Latte (75.). Für die Entscheidung sorgte der doch nicht mehr gesperrte Hakan Ülger in der 77. Minute. Ein Ehrentor blieb dem MSV verwehrt: Tim Peters hämmerte das Leder gegen den Pfosten (89.).

Mohamed Ali Abdelhafid, Coach des Gewinner-Teams, konnte nur in Ansätzen zufrieden sein: „Meine Mannschaft macht mich fertig. Ich verstehe nicht, warum wir nicht einfach den Ball laufen lassen.“ Er sprach es aus und verschwand in der Kabine. Da war es auch viel wärmer.

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