Speldorfern fehlt die Feinabstimmung

Am 17. Juli 2002 feierte ich nicht etwa mit meinem Bruder seinen 28. Geburtstag, sondern berichtete für die WAZ/NRZ Mülheim über das Fußball-Testspiel zwischen dem Verbandsligisten VfB Speldorf und dem Oberligisten Adler Osterfeld (0:2).

Rein in den Text:

Vier Wochen dauert es noch bis zum Saisonstart in der Fußball-Verbandsliga. Diese Zeit braucht Frank Kurth, Trainer des VfB Speldorf, aber auch dringend. Das ist die Haupterkenntnis aus der 0:2 (0:1)-Testspielniederlage gegen den Oberligisten Adler Osterfeld.

Schlecht spielten die Grün-Weißen vor 250 Zuschauern nicht. In der ersten Halbzeit hielten sie mit, zeigten einige ansehnliche Kombinationen und kamen durch Dirk Roenz (26.) und Thorsten Burgsmüller (42.) auch zu Chancen. Aber nach dem Seitenwechsel machte sich ein Klassenunterschied bemerkbar. Die Tore für die kompakte Adler-Mannschaft erzielten Torsten Jablonski per Kopf (30.) sowie Mirko Urban nach einer tollen Vorarbeit von Massimo Lo Mele (75.).

Doch das Ergebnis war wie so oft in Testspielen Nebensache. Trainer Kurth verließ aber trotzdem erstmals in der Vorbereitung ein wenig enttäuscht den Platz: „Auf uns wartet noch viel Arbeit. Ich bin mit dem Spiel nicht zufrieden. Mich ärgern die individuellen Fehler ohne Not. Aber dieses Fazit ist mir lieber, als dass die Zuschauer schon jetzt auf Tischen und Bänken stehen.“ Es fehlt vor allem an der Feinabstimmung. Zwischen den Spielern gibt es noch zahlreiche Missverständnisse. Ebenso mangelt es bei Standardsituationen. „Die haben wir bisher aber auch noch nicht trainiert“, erklärt Kurth.
Doch einiges fiel auch positiv auf: Die Spieleröffnung ist wesentlich besser als in der Vorsaison. Der Ball wird nicht mehr einfallslos nach vorne gedroschen. Außerdem kristallisiert sich neben Kapitän Stefan Majek ein zweiter Führungsspieler heraus: Der routinierte Abwehrspieler Thomas Maassen erinnert in seiner lautstarken Art an Martin Hoffterheide, wenngleich er auf einer anderen Position spielt.

Sein erstes Spiel absolvierte Gordon Winkler. „Gordon hat noch nicht genug Selbstvertrauen. Das war nicht der Gordon Winkler, den ich kenne. Ich bin mir aber sicher, dass wir noch viel Freude an ihm haben werden“, meinte Frank Kurth. Der Neuzugang von Rot-Weiß Essen wirkte zuweilen noch wie ein Fremdkörper.

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