Speldorfer nutzten Fehler gnadenlos aus

 

 

 

Für die WAZ/NRZ Mülheim berichtete ich am 3. September 2001 über das Verbandsligaspiel SV Hilden-Nord gegen VfB Speldorf (0:2). Am Tag darauf flog ich in den Urlaub – nach Boston.

Rein in den Text:

 

 

Von Andreas Ernst

Wenn die Fans des VfB Speldorf ihren Lieblingen im Moment zusehen, wissen sie nicht, ob sie lachen oder weinen sollen. Beim SV Hilden-Nord fuhren die Grün-Weißen zwar den dritten Sieg in der dritten Fußball-Verbandsligapartie ein, doch sicher herausgespielt war der 2:0 (0:0)-Erfolg beim Schlusslicht nicht.
Es ist schwierig, die Leistung der Grün-Weißen treffend zusammenzufassen. In der ersten Halbzeit retteten die Speldorfer mit Mühe das torlose Remis in die Kabine, in der Schlussphase hätten sie dagegen spielend hoch gewinnen können. Doch genau das unterscheidet die Grün-Weißen noch von einer Spitzenmannschaft: Sie spielen nicht konstant genug und werden deshalb irgendwann eine Partie bei einem vermeintlich schwachen Gegner verlieren.

Der SV hatte sich die 0:2-Heimniederlage vor 300 Zuschauern an der Furtwängler Straße selbst zuzuschreiben. In der ersten Hälfte spielte er sehr aggressiv, häufig unfair. Vier gelbe Karten holten sich die Gastgeber im ersten Abschnitt ab, doch diese Taktik ging auf. Die Speldorfer ließen sich einschüchtern, stolperten auf dem Kunstrasen häufig. Doch im VfB-Tor klingelte es nicht. Michael Lorenz (4./36.) und Markus Zieris (28./31./33.) vergaben fünf gute Kopfballchancen alle vorbereitet von Andreas Bundschuh, der über die rechte Seite viel Druck entfachte. „Wir wussten, dass wir in der Luft Probleme bekommen. Hilden hat große Stürmer“, meinte VfB-Trainer Dirk Pusch. Bei seinem Team herrschte Flaute im Angriff. Dirk Roenz und Stefan Majek tauchten unter, Ömer Aydin musste nach 20 Minuten aufgrund von Knieproblemen ausscheiden.

Nach dem Wechsel bekamen die Speldorfer ein Tor geschenkt. Die Hildener waren in der VfB-Hälfte in Ballbesitz, als SV-Kapitän Thomas Knüfermann 20 Meter vor seinem eigenen Tor meckerte. Schiedsrichter Erik Golz (Rommerskirchen) zeigte Knüfermann Gelb und gab Freistoß für den VfB. Diese Chance ließ sich Stefan Majek nicht entgehen – 0:1 (48.). Die Gastgeber gaben nicht auf. In der 59. Minute foulte Karsten Rafoth im Strafraum Volkan Denizci. Doch der Unglücksrabe Knüfermann scheiterte mit dem Elfmeter an Markus Hangert. Der Torwart ragte gestern aus der Speldorfer Mannschaft heraus. Nach dieser Szene war die Partie gelaufen. Die Hildener rannten sich ein ums andere Mal in der nun sattelfesten Speldorfer Deckung fest, in der vor allem der junge Marc Wildschütz beeindruckte. Bei Kontern hatte der VfB nun Chancen im Minutentakt. In der 71. Minute vollstreckte Dirk Roenz nach einem Wildschütz-Pass zum 2:0-Endstand.

Am nächsten Sonntag steigt am Blötter Weg das erste Spitzenspiel. Dann trifft der VfB auf Union Solingen. Beide Teams sind noch verlustpunktfrei.

VfB Speldorf: Hangert, Rafoth, Müller, Wildschütz, Köroglu, Häse, Hoffterheide, Roenz, Pröpper (86. Karasalihovic), Aydin (20. Konowski), Majek.

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