1. Tag – Von Mülheim nach Los Angeles – 9. November 2018

Als der NFL-Spielplan im Juni erschien, war es nur eine wilde Idee. Wild wie so viele wilde Ideen, die jeder Mensch jeden Tag hat.

Die Idee ging so: Am 11. November spielen meine Seattle Seahawks in der NFL bei den Los Angeles Rams, vier Tage später, am 15. November, daheim gegen die legendären Green Bay Packers mit dem noch legendäreren Quarterback Aaron Rodgers. Drei Tage dazwischen sollten genügen, die ganze US-Westküste hochzufahren, auf welchem Weg auch immer. Und Karten sollten doch zu bekommen sein!

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Tja, und nun sitze ich tatsächlich im Flieger von London-Heathrow zum Los Angeles International Airport, genannt LAX. Ein Flug, der über elf Stunden dauert, der längste meines Lebens bisher. Meine wunderbare, tolle Familie nickte meine Traumreise, meine Bucket-List-Things-to-do-before-I-die-Reise, schnell ab, unterstützte mich sogar. Ach was liebe ich sie alle sehr!

Der erste Flug: Frankfurt nach London/Heathrow.

Der erste Flug: Frankfurt nach London/Heathrow.

Um 6 Uhr klingelte in Mülheim mein Wecker, um 6.45 Uhr kam das Taxi Richtung Duisburg Hbf. Der ICE zum Frankfurter Flughafen kam pünktlich um 7.06 Uhr – eigentlich hatte ich eine Verspätung einkalkuliert! Um 8.40 Uhr hatte ich dann aber schon eingecheckt, über drei Stunde vor dem Abflug. Aber alles verging schnell, der 80-minütige Flug nach London erst recht – und mein größtes Risiko, nur eine Stunde Transit-Zeit in London, war keins mehr. Nach zwei Kontrollen meiner Taschen und einer Extra-Befragung (no problem) ging es rein in einen Boeing Dreamliner – über England, Schottland, Nordirland und Island geht es über Kanada runter nach Kalifornien.

Mein Ablenkungsprogramm für den Flug: Harry Potter und der Halbblutprinz, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes II. Lacht mich nicht aus, seitdem ich aus London zurückgekehrt bin, habe ich einfach Lust darauf, mir diese Streifen wieder anzuschauen. Wann, wenn nicht jetzt…

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Der Blick aus meinem Hotelzimmer im „The Westin Bonaventure“ am ersten Abend! Wow!

Der Blick aus meinem Hotelzimmer!

22 Stunden, nachdem der Wecker in Mülheim geklingelt hat, bin ich endlich, endlich im Hotel angekommen. Hundemüde, fast sogar halbtot, aber ich habe es ja nicht anders gewollt. Um fast genau 17 Uhr Ortszeit landete der United-Airlines-Flieger in L.A., die Passkontrolle ging erstaunlich reibungslos, fast sogar enttäuschend langweilig. Die Bushaltestelle für den „FlyLAX“-Bus (9,75 Dollar) war direkt beim Hauptausgang – doch aus 35 Minuten Fahrt wurden 75. Stau, willkommen in der Wirklichkeit.

Der Flug über den Atlantik.

Der Flug über den Atlantik.

Erst um 19.30 Uhr erreichte ich das „The Westin Bonaventure Hotel“ in Los Angeles Downtown, checkte ein, sah offenbar halbtot aus. „King Size Bed, how does that sound?“ GUTGUTGUT! Mein Zimmer in der 23. Etage konnte ich bisher nicht genießen. Der Koffer liegt unausgepackt in der Ecke.

Und jetzt wollen meine Finger nicht mehr. Ich lege mich hin und träume von meiner Familie. Ich habe Emma versprochen, mit ihr diese Tour irgendwann zu wiederholen. 22 Stunden Reise will ich ihr nun wirklich nicht zumuten…

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