8. März 2004 – Duisburg-Aachen 2:1 – „Hätten wir mal…“

Zwischen 2002 und 2007 hielt ich mich – profifußballtechnisch – nicht nur in den Stadien der Republik auf, um den VfL Bochum zu sehen. So manches Mal ließ ich mich auch überreden, den MSV Duisburg zu beobachten – zum Beispiel im Heimspiel gegen Aachen im März.

Hier geht es zum Blog-Eintrag, den ich „Hätten wir mal…“ nannte:

Jeder Fußballfan neigt dazu, viele Sätze mit den drei Worten „Hätten wir mal“ zu beginnen. „Hätten wir mal letzte Woche, dann würden wir jetzt…“ heißt es dann meist, und es folgt ein minutenlanger Redeschwall voll von vergebenen Möglichkeiten. Pro Saison kommt das in etwa fünfmal vor (je nach Verein und der jeweiligen Situation auch dreimal oder achtmal – ich zum Beispiel hab das in dieser Saison, da es so gut läuft, noch nicht gesagt). So ist das eigentlich. Es sei denn, das eigene Fußballherz schlägt für den MSV Duisburg. Die Duisburger sind seit vier Jahren ununterbrochen an jedem Spieltag damit beschäftigt, ihre Spielanalyse mit „Hätten wir mal“ zu beginnen. Am Ende stehen sie dann in der 2. Bundesliga sowieso wieder auf Platz neun, zehn oder elf – mit genauso vielen Punkten Abstand nach oben wie auch nach unten, und suhlen sich im Sumpf des Selbstmitleids. Genauso ist es auch in diesem Jahr.

Um solche „Hätten wir mal“-Sprüche ansetzen zu können, muss der MSV ab und zu auch mal ein bravouröses Spiel abliefern. Das heutige war so eins. Ich werde noch so etwas wie der Zebra-Glücksbringer. Zwei überzeugende Heimspiele hat der MSV gebracht, beide habe ich gesehen, gegen Trier und heute. Was gäbe es sonst noch zu berichten?

Das erste Teilstück des neuen Stadions wurde eingeweiht. Die Currywurst-Pommes-Majo ist im Wedaustadion mehr schlecht als recht. Pavel Drsek hat den Fahrenhorst-Nachfolger-Test noch nicht ganz bestanden. Aachen hat mich enttäuscht. Das Wedaustadion ist grau, kalt und hässlich. Hoffentlich wird das neue schöner. Das wär’s. Ein nettes Spielchen.

Warum ich überhaupt da war?

Guckt Euch mal meine Seite an. Die Fußballsucht hat wieder zugeschlagen.

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