Zweitligist strauchelt an der „Blötte“

Am 26. Juli 2004 berichtete ich für die WAZ/NRZ Mülheim über das Fußball-Testspiel zwischen dem VfB Speldorf (damals Verbandsliga) und dem (damals!!!) Zweitligisten Rot-Weiß Essen (unter anderem mit René Renno und Moritz Stoppelkamp). Der VfB gewann 2:1.

Rein in den Text:

Stark gespielt und verdient gewonnen: Sehr beachtlich war die Leistung des Fußball-Verbandsligisten VfB Speldorf im Testspiel gegen den zweiten Anzug des Zweitligisten Rot-Weiß Essen. Nach dem 2:1 (2:1)-Erfolg spendeten die 600 Zuschauer am Blötter Weg langen Applaus.

Wer sich nach dem Abpfiff auf der Tribüne umhörte, der hörte nur positive Stimmen. „Die Leute sind begeistert“, rief der 2. Vorsitzende Wilfried Weinbach Trainer Piero Lussu zu. Der war auch ganz angetan: „Wir wollen attraktiven Fußball zeigen – und den haben die Zuschauer gesehen. Durch den Sieg haben wir Selbstvertrauen gewonnen.“

Vor dem Anpfiff sahen alle nicht ganz so glücklich aus. Die Zuschauer nicht, weil das Wetter eher an Herbst als an Sommer erinnerte und weil RWE nicht mit der vollen Besetzung kam. Die erste Garnitur hatte am Samstag ein Turnier in Leverkusen bestritten. Von den 16 gestern eingesetzten Spielern stehen nur sieben im Zweitliga-Aufgebot. Der VfB-Vorstand hatte sich ein größeres Interesse versprochen: Nur 600 Zuschauer kamen.

Doch bereits nach vier Minuten waren alle Speldorfer hellwach. Nach Vorarbeit von Andreas Przybilla scheiterte Cemal Kelle mit einer sehenswerten Direktabnahme an Torwart René Renno. Obwohl danach bis zur 30. Minute die Torszenen ausblieben, wurde den Zuschauern nicht langweilig. Die Handschrift von Piero Lussu war nämlich schon zu erkennen. Das direkte Offensivspiel klappte ein ums andere Mal sehr gut, und die Defensive stand kompakt, auch nachdem Abwehrchef Michael Klauß verletzt raus musste (31.). Der für Klauß eingewechselte Björn Rohpeter fügte sich klasse ein. Mit einem Billardtor – der Ball berührte beide Innenpfosten – traf er zum 1:0 (34.). Rohpeter läutete die turbulentesten fünf Minuten ein. RWE-Stürmer Daniel Teixeira glich per Handelfmeter aus (38.). Im Gegenzug sorgte Dirk Roenz nach einer Vorarbeit von Cemal Kelle für die Speldorfer 2:1-Führung.

Auch nach dem Wechsel blieb VfB-Torwart Jürgen Waniek weitgehend beschäftigungslos. Lediglich Moritz Stoppelkamp hatte zwei Chancen (56./76.). Für den VfB vergaben Thorsten Burgsmüller, der die Latte traf (74.), und Andreas Przybilla (80.) einen höheren Vorsprung.

Beachtlich war die VfB-Leistung auch deshalb, weil Lussu nur 13 Spieler einsetzen konnte: Der Rest fehlte angeschlagen. Am Mittwoch um 19 Uhr sollen mehr Akteure zum Einsatz kommen. Dann erwartet Lussu mehr Gegenwehr: Der Zweitligist MSV Duisburg gibt seine Visitenkarte am Blötter Weg ab.

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