Schützenfest begann bereits nach 99 Sekunden

Am 30. April 2005 berichtete ich für die WAZ/NRZ Mülheim über das Fußball-Verbandsligaspiel zwischen dem VfB Speldorf und dem SC Kapellen-Erft (8:1).

Rein in den Text:

An diesen Freitagabend werden sich die Fans des Fußball-Verbandsligisten VfB Speldorf noch lange erinnern. Mit einer fantastischen und oberligareifen Leistung deklassierte der Spitzenreiter gestern Abend den SC Kapellen-Erft mit 8:1 (3:0) Toren. Die Szenen direkt nach dem Abpfiff glichen fast schon einer Aufstiegsparty. Die Spieler waren kaum zu halten, jubelten mit den Fans, der Beifall kannte keine Grenzen. Alle 770 Zuschauer gingen begeistert nach Hause. Mitten auf dem Rasen stand Trainer Piero Lussu, auch außer Rand und Band. „Das war perfekter Fußball“, sagte der Coach. Doch noch sind drei Spiele zu absolvieren. Wenn die Grün-Weißen den Schwung aus dem gestrigen Fußballrausch mitnehmen, dann brennt nichts mehr an.

Bereits nach 99 Sekunden ging das Schützenfest los. Nach einem Foul von Torsten Müllers an Marco Ferreira gab es zurecht Elfmeter. Andreas Przybilla verwandelte sicher zum 1:0 – und das war der Startschuss für eine Fußball-Demonstration.

Das Speldorfer Angriffsspiel war so variabel, dass den bedauernswerten Gästen schwindelig wurde. Häufig knackten die Grün-Weißen die SC-Abwehr mit langen Pässen. Michael Klauß brillierte mit seiner tollen Übersicht. Aber auch mit Doppelpässen kam der VfB oft vor das SC-Tor. Hier zeichneten sich Jens Schulz und Andreas Przybilla aus. Für sehenswerte Einzelaktionen war Marco Ferreira auf der linken Angriffsseite zuständig. Bärenstark spielte auch Rafael Synowiec im defensiven Mittelfeld. Das Chancenverhältnis betrug am Ende 16:3 für die Speldorfer.

Weil die ersatzgeschwächten Gäste sich fast wehrlos ergaben, fielen die Tore zwangsläufig. Und zwei gehörten sogar zur Kategorie „Tor des Monats“. Beim 2:0 verwandelte Jens Schulz eine Traumvorlage von Klauß (15.). Das 5:0 durch Marco Ferreira (59.) war die Krönung des Spiels. Nach einer Ecke von Przybilla leitete Stefan Janßen den Ball auf Ferreira weiter, und der traf mit einem Volleyschuss aus 16 Metern Entfernung in den Winkel.

Zwei Spieler erzielten ihr erstes Saisontor. Verteidiger Christian Flöth küsste nach dem 3:0 (25.) erst einmal seine Frau. Der A-Jugendliche Volkan Onur traf zum 7:1 (75.). Die übrigen Tore verteilten sich auf Cemal Kelle (4:0, 53.) und Birkan Yilmaz (6:0, 75./8:1, 89.). Einziger Schönheitsfleck war der Ehrentreffer durch Thomas Tröster zum 1:6 (72.). Doch der störte die Jubelparty am Blötter Weg nur kurz.

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