Pusch: Abstiegskampf hat begonnen

Am 18. September 2000 berichtete ich für die WAZ/NRZ Mülheim über das Fußball-Verbandsligaspiel des VfB Speldorf beim Hülser SV in einem Krefelder Vorort. Der VfB verlor mit 0:2 – und zwei wichtige Spieler durch Verletzungen.

Rein in den Text:

Im letzten Jahr spielte der VfB Speldorf in der Fußball-Verbandsliga bis zum Schluss um den Aufstieg mit. Das scheint in der laufenden Saison unmöglich. Beim Hülser SV unterlag der VfB mit 0:2 (0:0) Toren und bot eine ganz schwache Leistung.

Wie schon in den Vorwochen verließ VfB-Trainer Dirk Pusch mit einem ganz dicken Hals den Platz. Sein Fazit: „Für uns hat der Abstiegskampf begonnen.“

Dabei begann die Partie vor 300 Zuschauern gar nicht so schlecht: In den ersten 15 Minuten erspielte sich der VfB sechs Ecken und durch Martin Hoffterheide (7.) und Hakan Köroglu (9.) zwei Torchancen. Doch dann wurde schnell die große Schwäche sichtbar. Pusch: „Spielerisch sind wir zu schlecht und die Leute, die das Spiel machen sollen, völlig außer Form.“ Auf dem Rasen sah das so aus: Kein Speldorfer wollte Verantwortung übernehmen.

Die Fehlpässe häuften sich, die Flanken landeten hinter dem Hülser Tor, und Einzelaktionen verpufften schnell. Als sich mit Dirk Roenz in der 29. Minute der letzte torgefährliche Spieler verabschiedete (Leistenzerrung), war von den Speldorfern nichts mehr zu sehen. Höchstens zu hören, denn nur im gegenseitigen Anmeckern bewies der VfB Eifer und Einsatz. Dass es zur Pause in einem langweiligen Spiel bei herbstlichem Schmuddelwetter 0:0 hieß, war der Hülser Unsicherheit zu verdanken. Nach dem letztwöchigen 0:7 bei Borussia Wuppertal stellte der SV die Defensive in den Vordergrund.

Nach dem Wechsel merkten die Hülser, dass der VfB einen schwarzen Tag erwischt hatte und wurden besser. Beim VfB meldete sich derweil Abwehrspieler Hank Müller verletzt – ab der Oberschenkel zwickte (52.). Innerhalb der folgenden fünf Minuten wollten drei weitere Spieler ausgewechselt werden. „Das ist ja eine Invaliden-Truppe“, sagte Pusch zu „Co“ Ingo Christ. Auf dem Rasen passierte wenig. Hüls war überlegen, hatte aber kaum Torchancen. Auf Gegenangriffe warteten die 100 VfB-Fans vergeblich. Von Mirhet Kokic, Ömer Aydin und Thomas Wzietek war nichts zu sehen. Nur einmal drang der VfB in den Strafraum ein, doch Karsten Rafoth und Wzietek behinderten sich gegenseitig (62.).

Trotz der schwachen Vorstellung wäre der VfB beinahe mit einem blauen Auge davongekommen. Bis zur 84. Minute hieß es 0:0. Doch dann unterliefen dem eingewechselten Marc Janßen zwei Stellungsfehler, die Ephraim Landero ausnutzte (84./86.). „Hätte Hank Müller weitergespielt, wäre das Spiel 0:0 ausgegangen“, meinte Pusch. In der Tabelle bleibt der VfB Dritter. Doch vom Verbandsliga-Niveau sind die Speldorfer weit weg.

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