Saison 2014/2015 – Stadiontour, Teil 4.15 – Gelsenkirchen

Irgendetwas stimmt nicht. Wie bei jedem Heimspiel in den vergangenen fünf Jahren biege ich kurz vor dem Gästeeingang links ab Richtung Presseparkplatz P4, doch auf einmal kommen zwei Security-Mitarbeiter und sagen kurz: „Anhalten! Bitte steigen Sie aus! Wir müssen Ihren Kofferraum durchsuchen!“

Wtf?

Ich widerspreche nicht, natürlich finden sie in meinem Kofferraum nichts außer Jacken und ein paar leeren Pfandflaschen – zwei Minuten später bekomme ich aus der Redaktion den aufklärenden Anruf: „Offenbar Bombendrohung!! Schreiben die Kollegen aus Recklinghausen!!!“ Ein Hubschrauber kreist über der Arena. Hektik im Presseraum! Alle Kollegen versuchen, irgendetwas herauszufinden, während 60.000 überwiegend Nichtsahnende auf die Tribünen strömen. Um 19.20 Uhr entscheidet Schalke: Es wird gespielt, nach dem Abpfiff sprechen alle kryptisch von einem „Bedrohungsszenario“, inzwischen wissen wir: alles ganz harmlos!

Mit erheblicher Verspätung kamen die S04-Spieler zum Aufwärmprogramm auf den Platz (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Mit erheblicher Verspätung kamen die S04-Spieler zum Aufwärmprogramm auf den Platz (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Für Schalke wird’s doch noch ein von der ersten bis zur letzten Sekunde toller Abend, mit (wirklich!) sehenswertem Mauer-Fußball bringt S04 die hochgelobten Gladbacher zur Verzweiflung, gewinnt mit 1:0 und beschert mir abermals Fassbrause. Tippspiel-Sieger, Tippspiel-Sieger, hey, hey!

Diese Texte entstanden nach dem Spiel am Freitag (6. Februar 2015) oder am Samstag im Innendienst (7. Februar 2015). Meine Tweets findet Ihr hier, wenn Ihr bis zum „06Feb“ scrollt:

Die Einzelkritik, zeilengenau auch für die Print-Redaktion der WAZ Gelsenkirchen verfasst, findet Ihr hier („Schalke verteidigt exzellent – Höwedes und Matip herausragend“). Die Noten vorab: Wellenreuther (3) – Höwedes (1,5), Matip (2), Nastasic (2,5) – Uchida (3), Kirchhoff (2,5), Fuchs (3) – Höger (2,5), Barnetta (2,5) – Boateng (2), Choupo-Moting (3). Eingewechselt: Sané (-), Aogo (-).

Ein paar Stimmen zum Spiel („Heldt gönnt sich nach Schalkes 1:0-Sieg einen entspannten Sofa-Samstag“) habe ich hier für Euch zusammengefasst – publiziert um 2.19 Uhr in der Nacht! Im Angebot: Di Matteo, Heldt, Höwedes, Kirchhoff, Barnetta, Matip.

Diese viel geklickte Taktik-Analyse verfasste ich nach ein paar Stunden Schlaf am Samstag und nannte sie „So funktioniert Di Matteos Beton-Abwehr auf Schalke“.

Und dass Jan Kirchhoff ein Schalker bleiben will, hat er mir nach dem Spiel hier verraten. Auch diesen Text schrieb ich am Samstag während des Innendienstes. Dieser Text erschien am Montag (9. Februar) in etwas modifizierter Form auch in der WAZ Gelsenkirchen.

Am Tag vor dem Spiel (Donnerstag, 5. Februar) verfolgte ich die Pressekonferenz mit Roberto Di Matteo und Horst Heldt – ungewöhnlich, dass sie sich in einer englischen Woche stellten. Meine Tweets? Hier, wenn Ihr bis zum „05Feb“ scrollt:

Dass Heldt und Gladbachs Sportdirektor Max Eberl stets um dieselben Spieler buhlen, sie sich aber trotzdem schätzen, steht hier („Warum Schalke-Manager Heldt Gladbachs Max Eberl schätzt“).

Die Torwart-Frage habe ich hier beleuchtet („Schalke-Trainer Di Matteo vertraut Torwart-Bubi Wellenreuther“).

Die Kritik nach dem, wie „Bild“ schrieb, Mörtel-1:1 beim FC Bayern, wies Heldt zurück. Das steht hier in den Splittern („Schalkes Heldt vermisst Wertschätzung für Di Matteo“).

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Saison 2014/2015 – Stadiontour, Teil 13.1 – München

Schaue auf mein Telefon. Wische über das Display meines iPhones, von links nach rechts, von rechts nach links. 9.55 Uhr zeigt die Uhr, in der Kneipe unseres Hotels in Unterföhring daddelt schon ein Rentner, Typ Lkw-Fahrer, am Spielautomat. An einem Mittwochmorgen. Halleluja. Endlich entdecke ich die gewünschte Wetter-App. Am Münchener Flughafen erwarten uns minus 9,5 Grad. Kälterekord 2015.

Auf dem kurzen, kalten Fußweg vom Hotel zum Bahnhof blicken der Print-Kollege und ich auf eine erstaunlich geräuschlose Reise zurück. Der Hinflug von Düsseldorf nach München am Dienstagmittag? Problemlos. In München schnell ein Bahn-Ticket ziehen, diesmal schon in Unterföhring aussteigen. Unser Hotel finden wir sofort. Wir legen kurz die Füße hoch – dann geht’s ruck, zuck zum Stadion. Heute mal kein Kaffee mit Freunden, keine Tour bis zum Marienplatz. Mit Bus und U-Bahn geht’s zur Allianz-Arena nach Fröttmaning. Schalke ermauert sich gegen zehn Bayern bei minus acht Grad auf Catenaccio-der-70er-Art vor erstmals 75.000 Menschen ein 1:1. Der Manager hätte auch gern (er sagt das natürlich nicht direkt, wer macht das schon heute im Profifußball) etwas offensiveren Fußball seiner Mannschaft gesehen. Nach einem anstrengenden Aufenthalt in der Mixed Zone tuckern wir via Marienplatz (unterirdische S-Bahn-Station!) zurück nach Unterföhring in eine ruhige Nacht. Ankunft 1 Uhr. Schnee liegt.

Und dann laufen wir am Morgen danach dick eingepackt durch die Kälte, steigen in die S-Bahn und entdecken Günther Jauch. Laut AZ, beim Frühstück noch gelesen, hat er am Abend zuvor in einem Restaurant sein Weingut vorgestellt. Da war’s bestimmt wärmer als im Stadion.

Allianz-Arena. Minus acht Grad. Bayern. Schalke. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Allianz-Arena. Minus acht Grad. Bayern. Schalke. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Hier geht es zu meinen Texten, die rund um das Spiel in München am Dienstag (3. Februar) oder Mittwoch (4. Februar) entstanden – vorher gab es keine Pressekonferenz. Meine Tweets findet Ihr hier, wenn Ihr bis zum „03Feb“ oder „04Feb“ scrollt:

Die Einzelkritik, die auf 100 Zeilen auch in der WAZ Gelsenkirchen erschien, musste zum Schlusspfiff um 21.52 Uhr fertig sein. War sie auch, zeichengenau. Hier geht’s zum Text mit der Überschrift „Sam flankt, Höwedes trifft – Note 2 für Schalke-Duo“, und hier zu den Noten vorab: Giefer (3,5) – Höwedes (2), Matip (3), Nastasic (3) – Uchida (4), Neustädter (3), Fuchs (4) – Boateng (4), Meyer (4) – Sam (2), Choupo-Moting (5). Eingewechselt: Wellenreuther (2,5), Sané (-), Barnetta (-).

Kaaaaaaaaaaaaalt. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Kaaaaaaaaaaaaalt. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Das große Thema, auch bei den Bayern, war die Mauertaktik der Schalker, die sie auch in Überzahl nicht ändern. Die Stimmen dazu habe ich in diesem Text zusammengefasst („Höwedes verteidigt Di Matteo gegen Kritik an S04-Mauertaktik“).

Die Stimmen zum Spiel, abgetippt in Unterföhring zwischen 1 und 2 Uhr, gibt es hier („So erklärt Schalkes Choupo-Moting seinen Elfer-Fehlschuss beim FC Bayern“). Im Angebot: Di Matteo, Heldt, Choupo-Moting, Wellenreuther, Höwedes und vom FC Bayern Guardiola, Schweinsteiger, Robben und Müller.

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Saison 2014/2015 – Stadiontour, Teil 4.14 – Gelsenkirchen

Ich finde es im Moment leicht, Spiele des FC Schalke 04 zu tippen. 1:0, 0:0 oder 0:1 – diese Ergebnisse gehen eigentlich immer. Diesmal entschied ich mich für ein 1:0, und räumte zum zweiten Mal in Folge beim Tippspiel für Journalisten zwei Sixpacks Fassbrause ab…

Sonst verlief mein erster Bundesliga-Nachmittag im Jahr 2015 sehr unspektakulär. Schalke rumpelte sich zum nächsten Dreier, mit einer Leistung, an die sich im Jahr 2525 niemand mehr erinnern wird – wie bei so vielen Spielen in letzter Zeit. Kurzum: Unter den jetzt 1037 Fußballspielen, über die ich auf verschiedensten Wegen berichten durfte, gab es viele, viele verrücktere als dieses routiniert über die Zeit gerettete 1:0.

Nach dem Spiel (Samstag, 31. Januar) verfasste ich vier Texte. Meine Tweets könnt Ihr hier finden, wenn Ihr bis zum „31Jan“ scrollt.

Meine erste Einzelkritik im Jahr 2015 (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Meine erste Einzelkritik im Jahr 2015 (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Meine erste Einzelkritik 2015 – die Überschrift: „Höwedes und Giefer riskieren viel – und retten S04 das 1:0“! Dieser Text erschien am Montag (2. Februar) auch in der WAZ Gelsenkirchen. Die Noten vorab: Giefer (2,5) – Höwedes (2,5), Kirchhoff (3), Nastasic (3) – Uchida (4), Neustädter (3), Fuchs (2,5) – Höger (3), Meyer (3,5) – Choupo-Moting (4), Huntelaar (5). Eingewechselt: Boateng (-), Barnetta (-), Matip (-).

Die Szene des Spiels! Fünf Minuten vor Schluss säbelte Klaas-Jan Huntelaar den Hannoveraner Manuel Schmiedebach um und sah zurecht die Rote Karte. Um dieses Foul geht es in diesem Text („Schalke verzeiht Huntelaar – Heldt: ,Das war nicht bösartig'“). Unsere Facebook-User diskutierten diesen Text fleißig. Denn um 0.04 Uhr am 31. Januar 2015 starteten wir unser Facebook-Projekt „WAZ auf Schalke“. Die Bilanz: 2000 Likes nach zwei Tagen! Bravo!

Stimmensammler Andi Ernst! Im Angebot: Di Matteo, Heldt, Höger, Giefer, Nastasic und von Hannover 96 Trainer Korkut, Schulz und Zieler. Den Text dazu habe ich „Di Matteo lobt Schalke-Joker Boateng nach Kurzeinsatz“ genannt und hier publiziert.

In meinen Online-Splittern geht es hier um das kommende Spiel gegen den FC Bayern, mögliche Verpflichtungen und die S04-Kritik am WDR („Nastasic schwört S04 auf 95-minütigen Kampf in München ein“).

Applaus-Gedenkminute für Junior Malanda vor dem Anpfiff. Stark! (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Applaus-Gedenkminute für Junior Malanda vor dem Anpfiff. Stark! (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Zwei Tage vor dem Spiel (Donnerstag, 29. Januar) verfolgte ich in Gelsenkirchen die offizielle Pressekonferenz mit Trainer Roberto Di Matteo und Manager Horst Heldt. Danach entstanden drei Texte:

Dass Schalke wohl Vieirinha vom VfL Wolfsburg verpflichten wird, steht in diesem analytischen Text („Vieirinha im Anflug – Schalke-Transfer nach Heldts Geschmack“).

Doch wer wird Schalke noch verlassen? Das habe ich hier zusammengefasst („Diese Spieler sind die Schalker Verkaufskandidaten“).

Was Sportliches zum Spiel gegen Hannover 96 steht hier („Schalke-Torjäger Choupo-Moting stürmt am Samstag wohl von Beginn an“).

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Saison 2014/2015 – Stadiontour, Teil 12.1 – Wien

Der ursprüngliche Plan klang so schön: Um 10.30 Uhr in Wien landen, danach in Ruhe im Hotel einchecken, an einem schönen Wintertag ein paar Stunden in der Stadt umschauen, ein spannendes Fußballspiel ansehen, abends durch die Gassen schlendern – und am nächsten Morgen zurückfliegen.

Tja, um 8.50 Uhr sollte es am Samstag losgehen. Doch dann wurde es weiß. Sehr weiß. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Tja, um 8.50 Uhr sollte es am Samstag losgehen. Doch dann wurde es weiß. Sehr weiß. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Und dann?

Drei Minuten vor Check-in-Schluss hab ich’s zum Flughafen Düsseldorf geschafft. Stress! Sitze rechtzeitig im Flieger, um 8.50 Uhr soll’s losgehen. Um 8.45 Uhr knapp sieben Stunden vor dem Anpfiff, krächzt es durch die Lautsprecher: „Hier spricht ihr Kapitän. Aufgrund des starken Schneefalls wurde der Flughafen gesperrt.“ Ich erspare Euch die Details, aber nach 3:15 Stunden voller Wortgefechte, verärgerter Passagiere und quälender Langeweile schleicht der Flieger um kurz nach 12 Uhr aufs Rollfeld und hebt um 12.25 Uhr endlich ab. War wohl nichts mit der Sightseeing-Tour durch Wien.

Landung um 13.50 Uhr, Gepäck gefunden um 14.05 Uhr, ins Taxi gestiegen um 14.10 Uhr. 35 Euro bis zum Ernst-Happel-Stadion. Suche die „Pressekassa“, finde die „Pressekassa“; olé. Suche die Aufstellung, finde die Aufstellung. Suche meinen Sitzplatz, finde ihn. Perfekt! Zum Anpfiff da! Durchgeschwitzt!

Schalke verliert die Generalprobe mit 1:2, ich bin der einzige deutsche Journalist vor Ort, wow, dass ich das auch mal erleben darf. Um 18.30 Uhr ist die aktuelle Arbeit im Stadion beendet, ich fahre mit der U-Bahn Richtung „Rathaus“, checke im Viele-Sterne-Hotel „The Levante Parliament“ ein, beziehe ein nobles Zimmer. Kann ich jetzt endlich durch Wien schlendern? Ich schaue raus und stelle fest: Es regnet. Und das nicht nur ein paar Tropfen. Es schüttet, schüttet, schüttet. Scheiße, scheiße, scheiße. Ich gebe auf. Noch ein echtes Wiener Schnitzel im Hotel-Restaurant, das „Dschungelcamp“ bei RTL und die Planung des Sonntages – ein schräger Tag in Wien, Sightseeing muss ich verschieben.

Mein erstes Mal im Ernst-Happel-Stadion in Wien! (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Mein erstes Mal im Ernst-Happel-Stadion in Wien! (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Am Sonntag geht’s um 7 Uhr raus aus dem Bett, mit U- und S-Bahn durch die Stadt, zwei Minuten vor dem Check-in-Schluss zum Schalter (olé!) – und pünktlich von 12 bis 13.30 Uhr mit Air Berlin zurück nach Düsseldorf. Mein Tagesplan: 100 Zeilen für den WAZ-Hauptsport, eine komplette Seite (!) für die WAZ Gelsenkirchen und noch einmal 100 Zeilen für die Di.-Ausgabe der WAZ GE. Puuh!

Diese Texte entstanden nach dem Spiel in Wien am Samstag (24. Januar) und Sonntag (25. Januar). Meine Tweets findet Ihr hier, wenn Ihr bis zum „24Jan“ oder „25Jan“ scrollt:

Den Online-Spielbericht („Peinliches 1:2 in Wien – Schalkes Generalprobe missglückt“), geschickt am Samstag (24. Januar) zum Schlusspfiff an die Redaktionen von WAZ.de und RevierSport.de, findet Ihr hier.

Die exklusiven Online-Stimmen für WAZ.de und RevierSport.de („Schalke-Manager Heldt schimpft: ,Da ist noch Luft nach oben'“) habe ich hier für Euch am Samstag zusammengestellt. Hier könnt Ihr sie bei RevierSport.de finden. Im Angebot: Roberto Di Matteo, Horst Heldt, Christian Fuchs und Benedikt Höwedes.

Für RevierSport.de und die Außenspalten der WAZ Gelsenkirchen schrieb ich ein paar „Splitter“, zu finden bei RevierSport.de hier („Entwarnung bei Huntelaar – Santana-Verkauf möglich“).

Am Sonntag (25. Januar) verfasste ich im Flieger den 100-Zeiler für die Mantelsport-Teile der vier NRW-Titel WAZ, NRZ, WR und WP. Die Print-Überschrift: „Zwischen Entspannung und Enttäuschung“, die Online-Überschrift hier: „Kurz vor dem Liga-Start ist die Schalker Mängelliste lang“.

Ein echtes Wiener Schnitzel. Kultur gibt's beim nächsten Mal. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Ein echtes Wiener Schnitzel. Kultur gibt's beim nächsten Mal. (Foto: twitter.com/AndiErnst)

Um Christian Fuchs, der in seinem „Heimspiel“ im Ernst-Happel-Stadion ein Tor erzielte, ging es hier im Lokalsport-Aufmacher („Warum sich Schalkes Fuchs trotz der Testspiel-Pleite freute“).

Wie sich Matija Nastasic in seinem ersten 90-Minuten-Einsatz schlug, habe ich hier für Euch zusammengefasst („Nastasic ist schon nach zehn Tagen bei Schalke 04 gesetzt“). Dieser Text erschien ebenfalls im Lokalsport Gelsenkirchen.

In der WAZ-GE-Ausgabe am Dienstag (27. Januar) erschien ein weiterer Text von mir – diesmal geht’s hier um eine taktische Analyse („Wie Schalke-Kapitän Höwedes von Nastasic profitiert“).

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Mein persönlicher Jahresrückblick 2014

Mein verehrter Arbeitskollege @Duchateau twitterte es am letzten Freitag des Jahres so: „Du bist der Umgraber des Jahres. Einmal neues Leben binnen 12 months.“ 2014 ist nicht nur das Jahr, in dem Deutschland den Fußball-Weltmeistertitel gewann. Am 31. Dezember 2014 ist nichts mehr so wie es am 1. Januar war. Nichts.

2014 brachte schmerzhafte Abschiede, einen sauteuren Umzug mit Macken, Rechenspiele. Es brachte danach den besten Frühling aller Zeiten und drei fantastische Tage auf Borkum im Juni. Es brachte mein 1000. Spiel als Fußball-Reporter (und dann noch Schalke gegen Real Madrid…), im 21. Jahr als Journalist ab November endlich den Tariflohn. Es brachte im Dezember Peter Neururers endgültig letzten Tag als Trainer des VfL Bochum, Olympia in Sotschi im Februar, Uli Hoeneß im Gefängnis, den Lokführer-Streik, Ebola, Isis, Robin Williams‘ Selbstmord. Es brachte unzählig viele neue Erfahrungen, PEKiP, massenweise CTGs, neue Freunde, Leben in zwei Wohnungen, im Oktober und November Wohnungsbesichtigungen und die nächste Umzugsplanung. Es brachte Popcorn-Kino (z. B. „Non-Stop“, „Edge of Tomorrow“), vier neue Reifen für meinen Smart, ein neues iPhone, ein iPad Air 2, endlos viele Packungen „Fisherman’s Friend Spearmint“, viele Flaschen Paulaner Spezi und jeden Mittwoch den Schnitzeltag in der Druckhaus-Kantine in Essen. Es brachte einen tollen Abend in der „Trompete“ in Bochum und mit Basti Angenendt einen genialen dritten Redakteur für unser Online-Sport-Team. Und viele schlaflose Nächte.

Es brachte die Geburt und danach jeden Tag ein Babylächeln. Das überstrahlt alles. Immer.

Einige weitere Dinge möchte ich auch noch hervorheben…

Spiel des Jahres

26. Februar 2014 – FC Schalke 04 – Real Madrid 1:6

So formulierte ich das am 27. Februar 2014 für diese Homepage: „Als ich im kalten November 1993 zitternd im leider abgerissenen Stadion am Blötter Weg stand, mit einem blauen Füller Notizen im Stadionheft hinterließ und mich danach zu Hause am Sonntagabend gegen die Hausaufgaben und für einen Text über das Fußball-Landesligaspiel zwischen dem VfB Speldorf und Tura 88 Duisburg entschied (verfasst im Programm “Open Access”), ahnte ich nicht, dass die Zeilen vier Tage später im WVW-Anzeigenblatt Mülheimer Woche erscheinen würden. 15 Jahre alt war ich damals und besuchte gerade einmal die neunte Klasse des Gymnasiums Mülheim-Broich. Zwanzigeinhalb Jahre nach meinem ersten berichtete ich am 26. Februar 2014 über mein 1000. Spiel. FC Schalke 04 gegen Real Madrid, Champions League. Das kann man nicht planen.

Was bleibt hängen von meinem Jubiläumsspiel, von diesem denkwürdigen 6:1 für die zaubernden Königlichen? Nie war es so voll – nicht auf dem Presseparkplatz (der irgendwann zum ersten Mal dichtgemacht werden musste), nicht auf den Anfahrtswegen (Stau!), nicht im Presseraum (heißer Kampf ums heiße Büffet). Nie zuvor verlor der FC Schalke 04 ein Heimspiel in der Arena so hoch. Nie zuvor drehte ich vorher ein Instagram-Video (Kameraarbeit muss ich noch lernen). Nie zuvor schrieb ich Texte bis 3.30 Uhr in der Nacht – weil’s so viel zu erzählen gab. Nie zuvor staunte ich so sehr über Fußball-Giganten wie Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gareth Bale. Wow! Nie zuvor sah ich überhaupt Real Madrid.

Niemals vergessen werde ich auch die 999 Spiele zuvor, vor allem die knapp 14 Jahre im Amateurfußball des Ruhrgebiets. All die Jahre mit Vatan Spor bzw. Galatasaray, all die Gerechtigkeiten und Ungerechtigkeiten, die ich aufdecken, all die Auf- und Abstiege, die Tränen, über die ich berichten musste. War ne geile Zeit, ist ne geile Zeit und wird ne geile Zeit bleiben.“

An Auswärtsspiele mit Übernachtung erinnere ich mich immer besonders gern und gut – sechs waren’s 2014, allesamt mit Beteiligung des FC Schalke 04:

  • München (1. auf 2. März – ein Riesenschnitzel in Dachau Samstagmorgen, ein Kaffee mit einem ehemaligen Mit-Volo am Odeonsplatz Samstagmittag, die unfassbarste Leistung der Schalker am Samstagabend – 1:5!!!!! – ein Hotelzimmer für 115 Euro, ein pünktlicher Rückflug am Sonntagmorgen – unterm Strich: ein denkwürdiger Tag).
  • Augsburg (14. auf 15. März, nach einem 2:1-Sieg am Freitagabend musste ich ganz früh aufstehen, um von München zurückzufliegen. Ja, das war wirklich günstiger als eine ICE-Fahrt von Augsburg nach Mülheim)
  • Freiburg I (2. auf 3. Mai, eine ruhige Hinfahrt, ein traditionell fantastisches Abendessen in der „Ouzeria“ in Littenweiler, am Mittag danach folgte der entscheidende 2:0-Auswärtssieg auf dem Weg in die Champions League)
  • Dresden (18. auf 19. August, neue Saison, neues Glück – mein erster Besuch in Dresden endete aber mit einem peinlichen Pokal-Aus)
  • Bremen (23. auf 24. September – in Bremen übernachtet der Ruhrpott-Journalist nur in einer englischen Woche – an diesem Dienstagabend dauerte die sonst zehnminütige Fahrt vom Hauptbahnhof zum Stadion knapp eine Stunde… Das Spiel gewann Schalke mit 3:0, die Mozzarella-Sticks um ein Uhr nacht schmeckten da noch besser)
  • Freiburg II (7. auf 8. November, kein Essen in der Ouzeria, kein Hotel in Littenweiler, sondern das InterCity-Hotel am Bahnhof – direkt gab’s eine peinliche 0:2-Niederlage. Zuvor tranken wir noch einen herausragenden Kakao in einem pakistanischen Café).

Text des Jahres – über mich statt von mir

Elf Freunde und ich...

Elf Freunde und ich...

19. Juli 2014 – „Ein Reporter sagte die WM-Elf voraus“ (11freunde.de) – hier geht’s hin.

Noch immer finde ich es amüsant, wie schnell es in diesem Geschäft gehen kann…

Es begann damit, dass ich am Tag nach dem WM-Finale über meine privaten Accounts bei Twitter und Facebook einen etwa fünf Jahre alten Text verbreitete. Den Text hatte ich im Juni 2009 im Rahmen eines „Pro & Contra“ verfasst und mit der Überschrift „Erst der Anfang“ versehen – hier geht’s zum Text. Ziemlich präzise hatte ich schon 2009 die Elf vorhergesagt, die 2014 das WM-Finale gewann.

Zwei Tage später erhielt ich einen Anruf aus Berlin – die Online-Redaktion von „11Freunde“ meldete sich. Über Twitter waren die Jungs auf meine Zeilen aufmerksam geworden und führten ein Interview. Nach diesem erhielt ich dann 1000 Mails, WhatsApps und Anrufe – von Freunden, Mitschülern, Bekannten… Und das alles nur, weil ich 2009 einen guten Riecher hatte.

Tweet des Jahres

13. September 2014 – 140 Zeichen aus der Mixed Zone im Borussia-Park in Mönchengladbach nach dem Spiel gegen Schalke – hier geht’s hin.

Inhalt des Tweets: „Jetzt aber! @KJ_Huntelaar sagt: „Wir brauchen einen Plan!“ Heldt hört das später und grummelt seeeehr laut. #s04 @s04″

Genau drei Wochen später, am 4. Oktober 2014, wurde mein Tweet nach der 1:2-Niederlage in Hoffenheim noch einmal ein großes Thema in der Mixed Zone. Angefressen waren alle. Wir Journalisten, weil sich alle Spieler durch einen Hinterausgang verkrochen hatten – und die Spieler selbst auch, weil sie eine unfassbare Grütze zusammengespielt hatten. Einer kam dann doch noch: Klaas-Jan Huntelaar, an diesem Tag Kapitän und Torschütze. Sofort stürmte er auf mich zu und faltete mich vor versammelter Journalisten-Truppe zusammen. Was ich in Mönchengladbach getwittert hätte, dass ich bei der Wahrheit bleiben solle und, und, und. Völlig verdutzt schaute ich ihn an – drei Wochen sind im Online-Journalismus eine Ewigkeit, ich wusste nicht einmal, worauf er anspielte.

Kurzum: Die betreffende Aussage habe ich mir auf Band noch einmal angehört. Nach dem 1:4 in Mönchengladbach war Huntelaar auch sehr sauer. Am Ende sagte er gut hörbar: „Wir brauchen einen Plan, um uns zu verbessern.“ Horst Heldt wurde mit diesem einen Satz konfrontiert und grummelte. Nichts anderes habe ich live aus der Mixed Zone getwittert, deshalb stehe ich dazu. Dass sich Huntelaar falsch zitiert fühlt, weil der Satz aus dem Zusammenhang gerissen und verkürzt dargestellt ist, kann ich gleichwohl auch verstehen. Deshalb: sorry an dieser Stelle!

Meine Songs des Jahres

New Born – Muse

Es ist eher der Titel als der dazugehörige Text von Muse, der mein Jahr 2014 perfekt zusammenfasst. „New Born“, „Neugeboren“ – jau, passt.

Kiss me – Sixpence none the richer

Mit diesem ewig alten Kuschelrock-Klassiker begann eine große Zäsur in meinem Leben.

So far away – Staind

Dieses Lied wird immer mit dem Jahr 2014 verbunden bleiben. Immer.

Und sonst? „Bangarang“ (Skrillex – wummernder Bestandteil vieler Spätdienste), „Auf uns“ (Andreas Bourani – durch die WM leider unfassbar entwertet; ich hörte es im Radio im April erstmals an einem, wirklich, wundervollen Abend daheim), „Massachusetts“ (Bee Gees – ich weiß wirklich nicht mehr, warum, aber während wir im Krankenhaus auf die Geburt warteten, hörten wir immer wieder die Bee Gees), „At Home“ (Crystal Fighters – einfach ein wahnsinnig fröhlicher Song fürs Auto)

Meine TV-Serie des Jahres

House of Cards

Kevin Spacey als Frank Underwood – Leute, warum hat mir 2013 keiner erzählt, dass diese Serie DER HAMMER ist!??

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2014 brachte mir Sandra und Emma. Eigentlich wäre damit schon am Anfang alles gesagt gewesen.

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Jetzt mache ich erst einmal Homepage-Pause. In drei Wochen lasse ich mal wieder von mir hören. Ich wünsche Euch alles, alles Gute für 2015! Auf dass alle Eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen!

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