Schönes Geschenk für die Speldorfer Fans

Für die WAZ/NRZ Mülheim berichtete ich am 16. Dezember 2003 über das Fußball-Verbandsligaspiel zwischen dem VfB Speldorf und dem VfB Homberg (5:1).

Rein in den Text:

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür, und das Fußball-Verbandsligateam des VfB Speldorf machte seinen Fans schon neun Tage vor der Bescherung das schönste Geschenk. Die Grün-Weißen verabschiedeten sich mit einem tollen 5:1 (2:1)-Erfolg über den VfB Homberg in die Pause.

So herzlich wie noch nie in dieser Saison umarmte der VfB-Vorsitzende Klaus Wörsdörfer den Trainer Frank Kurth nach dem Abpfiff. Eine schwere Last fiel von den Schultern der beiden ab. Im Falle einer Niederlage hätten sich die Speldorfer aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Nun kletterten sie auf Platz fünf. Der Rückstand zum SV Straelen beträgt überschaubare sechs Punkte.

Der letzte Auftritt des VfB im Jahr 2002 zog trotz des ungemütlichen Wetters 550 Zuschauer ins Stadion am Blötter Weg, und zunächst erlebten die Fans ein „typisches“ VfB-Heimspiel. Die Speldorfer fanden überhaupt nicht in die Partie, und gerieten auch noch in Rückstand. Adam Gebka staubte zum 1:0 für Homberg ab (18.). Die Zuschauer ahnten Böses, denn Homberg hatte bis gestern die beste Deckung der Verbandsliga.

Doch unmittelbar nach dem Gegentor rollte der Speldorfer Offensiv-Express im ICE-Tempo. Auf einmal gewann der VfB fast jeden Zweikampf und hebelte die sonst so sichere Homberger Abwehr ein ums andere Mal aus. Zunächst schoss Thomas Pröpper drüber (20.), dann lenkte Hombergs Torwart Andreas Kossenjans einen Schuss von Gordon Winkler mit den Fingerspitzen zur Ecke (25.). Vier Minuten später fiel das 1:1. Nach einem langen Kopfball von Thomas Maaßen aus der eigenen Hälfte heraus rutschte der Homberger Abwehrchef Gianni Giorri aus. Dirk Roenz nutzte das eiskalt aus. Das warf die Homberger aus der Bahn. Drei Minuten später erzielte Oliver Röder nach einer Roenz-Vorlage das 2:1. Kurz vor der Pause vergab Ingo Pickenäcker per Kopf eine weitere gute Chance (44.).

Nach dem Seitenwechsel konnte sich Trainer Kurth entspannt zurücklehnen. Sein Team spielte so, wie er es sich immer wünscht. Die Abwehr um Ingo Pickenäcker stand sicher, die Offensivspieler erarbeiteten sich durch ihre variable Spielweise eine Chance nach der anderen. Weil den gestern indisponierten Hombergern dazu noch viele vermeidbare Patzer unterliefen, erlebten sie ein Debakel. „Durch unsere aggressive Art haben wir Fehler erzwungen“, sagte Kurth. Der bärenstarke Dirk Roenz erhöhte auf 3:1 (52.). Dies war sein 14. Saisontreffer. Die Tore vier und fünf schoss René Kägebein (64./90.). Zunächst profitierte er von einem Pickenäcker-Pass; danach schloss er eine Kombination, an der Thorsten Burgsmüller und Oliver Röder mitwirkten, erfolgreich ab und setzte damit den Schlusspunkt.

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