17. Dezember 2003 – Hannover-Bochum 2:2 – „Alleine in der Nacht“

Oh ja, es war kalt. Bitterkalt. Am 17. Dezember 2003 spielte der VfL bei Hannover 96, an einem Mittwochabend. Englische Woche kurz vor Weihnachten. Ich nahm den letzten Zug zurück und spazierte nach einem gerechten 2:2 durch das winterliche Mülheim zurück nach Hause. Den – wie ich finde wirklich schönen und fußballromantischen – Text nannte ich „Alleine in der Nacht“, mit der Dachzeile „Et hätt noch immer jot jejange: Eine Tour mit überwundenen Hürden und dem Bochumer Wintermärchen“.

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Es ist so ruhig in Hannover an diesem Winterabend. Es ist so ruhig in dieser 600 000-Einwohner-Stadt, sieben Tage vor Heiligabend. Keiner kauft mehr Geschenke, niemand steht an den Schaufenstern, in den Cafes sitzen nur noch die Stammgäste. Es ist so ruhig an diesem Mittwoch um 23.30 Uhr, und ziellos schlendere ich durch die Nacht. Laufe nach links, nach rechts, biege ab, bleibe stehen, setze mich auf eine Bank. Ist ganz schön kalt geworden, sodass ich mir meinen blau-weißen VfL-Bochum-Schal ein wenig fester um den Hals schnüre, fast so fest wie einen Schnürsenkel um einen zu großen Schuh. In meiner rechten Jackentasche fühle ich einen Stoffknubbel, der sich schon bald als meine „taz“-Mütze entpuppt. Kann nicht schaden, wenn ich die auch noch aufsetze. Hätte ich einen Bart, würde ich aussehen wie der Weihnachtsmann persönlich; nun gut, mit etwas anderer Farbgebung. Am Horizont taucht wieder der Hauptbahnhof auf. Ich hab mich nicht verlaufen. Die Weihnachtsmarktbuden sind längst geschlossen, nur die Preisschilder liegen noch davor, unbewacht. Aber wer würde schon auf die Idee kommen, solche Dinger zu klauen? In einer Viertelstunde fährt mein Zug Richtung Ruhrpott. Um 0.12 Uhr. Keiner da. Nur der Andi.

Alleine in der Nacht.

Der Wecker, er läutet seit 30 Minuten unentwegt. Um 11 Uhr klingelte er erstmals, die Töne werden eindringlicher, folgen in immer kürzeren Abständen. Und doch geben meine Knochen nicht das „Aufstehen“-Signal an mein Gehirn weiter. Die lange Herr-der-Ringe-Nacht wirkt nach. 4.15 Uhr im Bett, und ne Viertelstunde danach wach liegen. Fulminanter Streifen, wirklich. Gebannt im Sessel sitzen, mit offenem Mund staunen, und das, obwohl der Ausgang bekannt ist. Vorbei, vergessen. Steh auf Andi, steh auf. Dein Zug kommt, und noch hab ich es nicht geschafft, meine BahnCard 25 in ne BahnCard 50 umzutauschen. Das bedeutet die verdammte Zugbindung. Deadline 14.21 Uhr. Uni mal sausen lassen, ausnahmsweise. Müüüüde. Es gibt so viele Hürden heute. Eine Eintrittskarte ziert noch nicht mein Portmonee – das heißt, so früh wie möglich am Stadion sein. Auf dem Heimweg habe ich nur vier Minuten Aufenthalt in Hamm. Wenn der ICE Verspätung hat, darf ich meine Nacht in Hamm verbringen. Klappt das Treffen mit Domi, meinem ehemaligen Abi-Kollegen, wie im letzten Jahr? Denk nicht drüber nach; mein Gehirn hat die Knochen besiegt und den Körper zum Aufstehen verdonnert. Die Knochen folgen nur langsam, unwillig.

Oh je, das ist ein schlechtes Omen… habe weder die Placebo- noch die Grönemeyer-Bochum-CD dabei; wo bleibt da mein obligatorischer musikalischer Auswärtsspiel-Start? Dafür ist mein Handy am Start, ausgestattet mit einem prall gefüllten Akku. Regionalexpress Richtung Bad Oeynhausen. Über Bochum, Dortmund, natürlich Heessen, Gütersloh, die ganzen westfälischen Knallerstädte. Es wird schon 16 Uhr, als der Zug die Weltstadt Bad Oeynhausen ansteuert. Ich werfe mir den Schal um den Hals, steige aus, und spaziere ein paar Meter. Wie es sich wohl in Bad Oeynhausen leben lässt? Ein Blick in die Fußgängerzone genügt. Tiefste Provinz.

Fühle mich wie ein Großstadt-Protz, als ich am schnuckeligen Lokalredaktionsbüro der „Neuen Westfälischen“ vorbeimarschiere. Jetzt mal ehrlich… Gibt es einen langweiligeren Journalisten-Job? Ich glaube nicht. Mein Handy bimmelt. Domi ist dran. Er fährt direkt von der Uni zum Stadion, Treffen vorher unmöglich. Macht ja nichts. Ich helfe einer jungen Dame beim Zusammenschrauben ihrer soeben zerstörten Zuckerwattemaschine. Wozu gibt es sowas hier? Die Einheimischen stehen sowieso gerade am Karussell. Der Himmel taucht die Stadt in eine wahnsinnig schöne, verschlafene Abenddämmerung. Bild komplett.
Intercity gen Hannover. Halbe Stunde noch. Blick in den Baedeker „Deutschland 2000“. 20 Sonderseiten über die „Das gibts nur einmal – das kommt nie wieder“-Expo. Der absolute Superflop. Hmm… soll ich eine Bahn nehmen oder die halbe Stunde zum Stadion laufen? Okay, laufen. „Herzlich Willkommen in Hannover, Expo- und Messe-Stadt; Welcome to Hannover, Expo-City“. Tief verstört hüpfe ich von der letzten Zug-Stufe und würde am liebsten den Lautsprecher zertrümmern. Denn da war sie wieder, diese niedersächsische Überheblichkeit, die ich so vermisst habe. Ich werde der Mülheimer Oberbürgermeisterin vorschlagen, dass die ankommenden Zugpassagiere bei uns nur noch mit „Welcome to Mülheim, Müga- and VfB Speldorf town“ begrüßt werden. Und das wäre nicht einmal so peinlich wie die Hannoversche Variante. Hunger. Langeweile. Stress. Da waren die Hürden. Der Herr der Ringe meldet sich, Frodo und Sam marschieren in meinen Gedanken den Schicksalsberg hoch; keine Zeit Andi, keine Zeit. Schweiß, und das bei null Grad. Ich will dieses Spiel sehen, ich will dieses Spiel sehen. Es ist voll in der Innenstadt. Viele Leute vergnügen sich mit einem Tässchen Glühwein, und ich halte kurz bei einem Pizzamann, um mir eine mit Schinken gefüllte reinzuschieben. Dann geht’s weiter zum „Kröpcke“, was irgendsoein Platz ist, und weiter bis zum „Platz der Weltausstellung“. Und da steht doch tatsächlich ein Schild, das anzeigt, wie lange die Expo schon vorbei ist. Ich halt’s wie Obelix, tippe mir an die Stirn und flüstere „Die spinnen, die Hannoveraner“. 15 Minuten Fußweg vorbei, keine Flutlichtmasten in Sicht. Die Fußgängerzone liegt längst hinter mir. Verlaufen? An der Ampel steht ein dick in Klamotten eingepackter Fred. „Sag mal… wo geht’s denn hier zum Stadion?“ „Ach einfach nur geradeaus. Kannst ein Stück mit mir gehen, mein Auto steht da in der Nähe. Ich muss nach Hildesheim.“ Und Fred plaudert. Ach hätte ich doch nach einer Alternative gesucht. Fred erzählt davon, wie seine Glühbirne im Keller kaputt gegangen ist, und er heute im Supermarkt eine neue gekauft hat. Als ob’s mich interessiert. Eeeeeendlich, Flutlicht in Sicht; 17.50 Uhr – ob die Kassen schon offen sind? Ob es noch eine Karte gibt? Idiotischer Gedanke, na klar gibt’s die noch; aber habt Ihr schon mal irre viel Geld für ne Bahnfahrt ausgegeben, ohne Eintrittskarte im Gepäck? Dann machst Du Dir solche Sorgen. Laufe ein wenig schneller, an einem Glühweinstand vorbei. Saufen für ukrainische Waisenkinder. Ein Radiosender bittet um 50 Cent für ein kleines Becherchen. Erlös geht zu 100 Prozent gen Osten. Hurra, eine Kasse hat auf. Und der Kassierer hinter der Scheibe sieht aus, als hätte er den ganzen Tag nur gespendet… 18 Uhr, und ich hab sie. Jaaaaa, Block S17. Elf Schleifen wollen die sehen für einen verdammten Stehplatz. Einen nicht überdachten Stehplatz, von dem weder die Anzeigetafel zu sehen ist, noch ein Tor, weil ein Pfeiler die Sicht verdeckt. Für einen halben Liter Sinalco ziehen die mir auch noch 2,50 Euro aus der Tasche. Harte Welt.

Stress vorbei, durchatmen, hinsetzen. Außer mir sind so früh nur 40 andere im großen weiten Rund, und mir ist laaaangweilig. Ich krame mein Handy aus der Tasche, und wähle Nummern. Eine nach der anderen. Björn in Essen muss dran glauben, er befindet sich gerade auf dem Sprung zum Spiel Dortmund gegen Kaiserslautern. Der Sprenger Medienservice bat um einen Rückruf wegen einer Adresse. Der Cheffe kriegt sie. Bruder Thommy meldet sich ebenfalls und denkt, ich würde ihn zum Premiere gucken einladen wollen. Als ich ihm erzähle, wie kalt mir grad in Hannover ist, fällt er aus allen Wolken. Helmut ist dran, er hockt mit einem doppelten Bänderriss zu Hause. Anruf bei Sam! „Und? Bist Du auch nach Hannover gefahren?“ „Nee, komme gerade von der Arbeit. Außerdem dachte ich, das Spiel sei erst Samstag!“ Akku nur noch halbvoll.

Die Uhr tickt nur langsam herunter. Zwischendurch bleibt sie für einen Moment stehen. „Words like violence break the silence“, haucht Dave Gahan von Depeche Mode. Die sanfte Melodie von „Enjoy the silence“ vermischt sich mit der kleinen Nebelwolke, die mein Atem preisgibt. Ich ziehe mir meine verrutschte Mütze über den Kopf und lausche. Lausche den Gesprächen der paar Bochumer Fans, die mitgereist sind, lausche meinen Gedanken. Höre zu, wie sie in meinem Kopf Billard spielen und die Themenkugeln nacheinander einlochen. Wow, Pause, Winterpause. Erste Hürde übersprungen, bin drin. Gestern noch Herr der Ringe. Müsste eigentlich todmüde sein – und bin es nicht. Zwei Geburtstagsfeiern am Wochenende überstanden, und bin doch wieder alleine unterwegs. Ist das meine Berufung? Das Lied „Enjoy the silence“ ist lange vorbei, die Spieler laufen sich warm, als das Billardspiel in meinem Kopf aufhört. Stevic spielt für Wosz. Telefon steht ausnahmsweise still.

Es ist das letzte VfL-Spiel für mich im Kalenderjahr 2003, das 242. insgesamt. Zum dritten Mal stehe ich in der AWD-Arena, zum dritten Mal woanders. Wir stehen mit 25 Punkten auf Platz fünf, es ist das Bochumer Wintermärchen, egal, wie es heute läuft. Große Hoffnungen macht sich niemand aus dem blau-weißen Block, auswärts spielen wir mies. Kaum ausgesprochen, hat es auch schon eingeschlagen. Thomas Brdaric, einer von den Bundesligaspielern, die ich unbegründeterweise ja mal überhaupt gar nicht leiden kann, hat für Hannover getroffen. 13. Minute. Anfangs-Viertelstunde, mal wieder. Doch entgegen der Erwartung entwickelt sich bis zum Abpfiff ein sehr munteres Flutlicht-Spielchen. Beide Mannschaften spielen forsch nach vorn, oder bemühen sich zumindest darum, und erarbeiten sich einige Chancen. Die größte für uns hat in Halbzeit eins der wackere Pidder Madsen, die größten für Hannover versieben de Guzman und Christiansen. Christiansen? Oh ja, der Thomas. Es tut unheimlich weh, ihn in einem anderen Trikot zu sehen. Er hat uns allen so viel Freude bereitet in den letzten beiden Jahre und ist nun dem Lockruf der Kohle gefolgt. Wir brauchen ihn nicht mehr, haben doch Hashemian und Madsen. Anton Vriesde erntet erste „Fußballgott“-Sprechchöre, und Sam ist nicht einmal dabei.

Halbzeitpfiff. Domi ruft an. „Du Andi, wird leider nix. Ich muss leider nach dem Spiel sofort zu einer Geburtstagsfeier!“ Du ARSCH! Was soll ich dann zwei Stunden lang allein in Hannover anstellen? „Und nochwas Andi… damit Dein 2:2-Tipp in Erfüllung geht, müsst Ihr Euch aber ganz schön steigern!“ „Wart ab Domi! Und schönen Abend noch!“

Wir beginnen gut; erste Chance durch Zdebel, kläglich vergeben. Zweite Chance: Pass Freier, Madsen, umkurvt einen Roten, und schiebt ihn….. REEEEEEEEEIN! EINS ZU EINS!!!!! Die Füße sind zu eingefroren, um zu hüpfen, aber für kurze Schreie reicht es, jaaaa, unfassbar. Tor für den VfL. Und doch will es dann nicht mehr fluppen. Es geht so langsam auf ein Gegentor zu. Und das ist ein unheimlich schäbiges Gefühl, wie es nur Fußballfans kennen und nachvollziehen können. Du merkst, dass bei Deiner Mannschaft etwas schief läuft, zitterst von Sekunde zu Sekunde mehr. Aus Zittern wird Bibbern, aus Bibbern die nackte Angst. Brrrrrrrr…. kaaaaalt… pfeif doch jetzt schon ab Schri… mein Körper explodiert beinahe vor Gänsehaut, vor Angstschweiß, der Kreislauf kollabiert bald. Dann die letzte Mahlzeit vor der Exekutierung, die letzte Sekunde vor der Bekanntgabe der schlechten Note nach einer verpatzten Prüfung, der letzte Adrenalinstoß. De Guzman bekommt die Kugel und knallt sie links unten rein. Ich hab’s geahnt. Unvermeidlich. 2:1 für Hannover. Und wir haben es uns fast selbst reingehauen. So viele Fehler, selbst unser Schnapper irrt durch den Strafraum.

Hektik. Die Ultras zünden ein bengalisches Feuer. Leben in der Bude, Polizisten stürmen die Kurve. Die Ultras? So ein unüberdachtes Stadion hat auch Vorteile. Zum Beispiel den, dass der Marktschreier kaum zu hören ist. V-F-L, V-F-L schallt es, als Liquidos „Narcotic“ das 2:1 ankündigt. Tor-Einspiel-Jingles sind interessant. Mein Favorit ist nach wie vor St. Paulis „Song 2“ von Blur. Aber direkt dahinter „Narcotic“. Nicht schlecht, echt nicht schlecht. Doch das 2:1 beendet erst einmal alle Hannoveraner Bemühungen. Wieder wir. Alle werden aufmerksamer. Oliseh und Zdebel sind ballsicherer, Vriesde und Fahrenhorst stehen besser, und wenn Madsen trifft, muss Va-hid-Va-hid-Va-hid-Ha-she-mi-an nachlegen. Flaaaaankeeee Madsen, einnicken, der ist drin, der ist drin, der ist drin, Ausgleich. Das Wintermärchen geht weiter! 2:2 steht bestimmt auf der Anzeigetafel. Zu sehen ist sie immer noch nicht. Es dauert noch bis zum Abpfiff. Eine rote „4“ leuchtet an der Seitenlinie in der 90. Minute auf, als sich Krupnikovic den Ball schnappt, um einen Freistoß am 16-Meter-Raum auszuführen. „Halbes Tor“ heißt das im Fachjargon. Zittern, bibbern, nackte Angst. Er läuft an, aber unser Torwart ist dran, die Latte auch, und vorbei. Aus, vorbei, Chance vertan. War das knapp. Der Punkt ist unser. Andere Seite, gleiche Distanz, Oliseh…..?????? Weeeeeit drüber! Das war’s, Abpfiff. 26 Punkte, fünfter Platz. Und das Lieblingslied aller Bochumer trifft noch voll zu: „DIE NUMMER EINS IM POTT SIND WIIIIIR!!!“ Schönes Spiel, wirklich schön. Tipp ist aufgegangen.

Es ist so ruhig in Hannover an diesem Winterabend.

Zwei Stunden lang die Zeit totschlagen; erst um 0.12 Uhr kommt der Zug. Im Bahnhof hat das China-Restaurant „Mr. Phung“ noch auf. Mister Phung kocht für mich eine Portion Reis und paniertes Hähnchenfleisch süß-sauer. Die Bürgersteige sind hochgeklappt. Weihnachten kommt bald. Mein Handy lagert noch in meiner Hosentasche und dient als mobile Langeweilevertreibungsmaschine. Helmut muss von den anderen Spielen erzählen, Björn schimpft über Torwart Weidenfeller und probiert Funktionen seines Telefons aus. Konferenz mit Björn und seiner Freundin Nadine, was Neues. Talk über Frauen, mal wieder. Thommy will wissen, wie das Spiel so war. Ich begrüße ihn mit „Va-hid-Va-hid-Va-hid-Ha-she-mi-an“-Gesängen. Das Bochumer Wintermärchen. Ich bin ein Teil davon. Der Akku ist leer.

Es ist ruhig in Hannover. Laufe nach links, nach rechts, knipse ein bisschen mit der Digitalkamera rum; mein Zug kommt, der Anschluss in Hamm klappt bestens. Ich müsste müde sein und kriege doch meine Augen nicht zu. Die letzte Hürde ist übersprungen. Wie sagt der Kölner? Et hätt noch immer jot jejange. Er ist alles immer gut gegangen. So auch heute. Alle Unwägbarkeiten besiegt, ein tolles Spiel gesehen und Bochum hat nicht einmal verloren. Nicht einmal verloren. Die Tabelle werde ich mir in der Winterpause jeden Tag ansehen.

2.50 Uhr, Mülheim Hauptbahnhof. Keine Ansage, nichts. Ich bin der einzige, der den IC verlässt. Gemächlich schlendere ich zu meiner Wohnung zurück, laufe mitten auf der Straße. Nur noch ein paar Taxiwagen brausen in einem mörderischen Tempo vorbei. Ohne die Mütze würde mein Kopf erfrieren. Ich denke nach über die Welt, über das, was wirklich zählt. Über dieses Jahr mit dem VfL. Höhepunkte wie die beiden Auswärtsspiele auf Schalke, den genialen Tag beim 3:1 in Bielefeld oder das fantastische 3:0 gegen Borussia Dortmund werde ich nicht vergessen. Dazu völlig bekloppte Touren bis nach Wolfsburg und Rostock. Hab ich ne Meise oder hab ich ne Meise?

Es ist so ruhig in Mülheim an diesem klaren Winterabend. Und ich laufe.

Alleine in der Nacht.

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8. Juni 2004 – U21-EM, Finale: Italien-Serbien-Montenegro 3:0 – „Von Bengalos und einem Rasensprenger“

Einmal sah ich in meinem Fußball-Leben bisher das Finale einer Fußball-Europameisterschaft. U21-EM, 8. Juni 2004, ein sommerlicher Dienstagabend. Italien traf auf Serbien-Montenegro, es gab drei Tore, künftige Weltklasse-Spieler wie Daniele de Rossi, mächtig viele Bengalos und einen Rasensprenger im Bochumer Ruhrstadion.

Ich nannte den Text „Von Bengalos und einem Rasensprenger“, mit der Dachzeile „Mein wohl einziges EM-Finale“.

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Buchstaben, Wörter, Texte… ständig nur Texte, schreiben, schreiben, schreiben… muss das denn immer sein? Nein, und deshalb wollte ich das Geschehene beim U21-Fußballspiel zwischen den Nationalmannschaft von Italien und Serbien/Montenegro eigentlich in einem „Fotoroman“ festgehalten wissen. Doch nach diesem Erlebnis muss ich einfach noch ein paar Anmerkungen zum Spiel tätigen…

Vor einer Woche noch habe ich die italienische U21 verflucht. Habe so getan, als würde ich mir nie wieder so einen Mist ansehen. Und nun? Sieben Tage später sitze ich wieder im Ruhrstadion, und gucke mir wieder die italienische U21 an. Geplant war das nicht. Als Gerd nämlich vor dem VfL-Stadioncenter stand, um die Tickets zu besorgen, stand noch gar nicht fest, wer das Finale bestreiten würde. Wir hofften natürlich auf die deutsche Mannschaft, doch zwei Stunden nach der Kauf-Transaktion verabschiedete sich Stielikes Mannschaft aus dem Turnier. Wir bibberten und zitterten, hofften auf wenigstens einen (den Vorurteilen nach) „ruhigen“ Finalteilnehmer (das wäre Schweden gewesen), aber nun gut… es wurden Italien und Serbien/Montenegro. Mein Tipp? 1:0 natürlich.
Dienstag, Treffpunkt 20 Uhr vor der Tankstelle am Ruhrstadion. „Du lernst eine waschechte Schach-Weltmeisterin kennen“, hat Gerd mir per sms mitgeteilt. Und das ist Carmen (so heißt sie glaube ich) tatsächlich. Als 10-Jährige war sie in ihrer Altersklasse die Beste auf diesem Planeten. Sie sitzt neben uns, und in welchem Block wir hocken, wird uns klar, als Gerd aufgefordert wird, sein Italien-Trikot „auf links“ anzuziehen. Der serbisch-montenegrinischer Block. Bin mal gespannt. Es ist tierisch warm heute. Hätte ich doch mal ne kurze Hose angezogen. Einige tragen Milosevic-T-Shirts. Selbst Achtjährige laufen schon mit Militärmützen rum. Muss ja nichts heißen. Es wird voller und voller und voller. Mit 10 000 hatten die Veranstalter gerechnet, 20 000 Zuschauer kommen. Das Spiel beginnt daher 15 Minuten später. Unser Block A ist der am prallsten gefüllte. Hinweise, dass Zuschauer aus dem A-Block in die freien Blöcke C und D ausweichen sollen, verhallen ungehört. Die Fans brüllen eigentlich ununterbrochen „Süüüürbia! Süüüüürbia!“, und noch ist alles ganz friedlich. Neben uns hocken zwei Bochum-Fans in meinem Alter. Wir alle lachen uns kaputt. Noch.

Das Spiel ist wie erwartet geprägt von der italienischen Anti-Fußball-Taktik. In der ersten Halbzeit gibt es zwei Chancen. Beide für Italien. Einmal geht der Ball an den Pfosten (es wäre auch ein Tor aus dem Spiel heraus gewesen, tsetsetse, das geht ja gar nicht). Wenn, dann treffen Italiener nur nach Standardsituationen. So wie de Rossi per Kopf nach einer Ecke zum 1:0 in der 31. Minute. Die Serben haben öfter den Ball und ihre Zuschauer rühmen sich damit, ihre Mannschaft feldüberlegen zu sehen, aber es bringt NICHTS. Halbzeit 1:0. Die Zuschauer sind immer noch laut. Die Stimmung ist gut. Dann folgt die Auslosung der letzten zwei UEFA-Cup-Plätze. Unter anderem im Topf: Der SC Freiburg und ein albanischer Vertreter. Der wird aus unserer serbischen Ecke tiiiiierisch ausgepfiffen. Nachwirkungen. Die Achtjährigen richten ihre Militärmützen. Freiburg wird nicht ausgelost, dafür Mannschaften aus Armenien und der Ukraine. Wir trauern mit Freiburg (ich hätte dem SC und Volker Finke das sehr gegönnt), lachen und stellen fest, dass eins von diesen beiden Teams bestimmt unser Erstrundengegner wird.

Die Temperaturen treiben uns immer noch die Schweißtropfen auf die Stirn, Schachfrau Carmen hat ihren Spaß, doch nun wird das Spiel härter und hitziger. Schon in Halbzeit eins hat sich ein Serbe mit Gelb-Rot aus dem Spiel verabschiedet, doch (wen wundert’s?) machen die Italiener nichts, um die Überzahl zu einer Spielstanderhöhung auszunutzen. Es ist ein einziges Ballhinundhergeschiebe. „Wir können nach Hause gehen“, krame ich meinen Spruch aus der letzten Woche wieder hervor. Ein Foul folgt auf das nächste, die Zuschauer drehen auf und auf, und dann leuchten die ersten bengalischen Fackeln. Sieht ja nett aus, aber ist verdammt gefährlich. Das Spiel wird unterbrochen. Eine Minute. Zwei Minuten. Drei Minuten. Dann fliegen Fackeln auf den Platz. Und eine Fackel landet fast in unserem A-Block. Fünf Meter fehlten, und ich wäre ein Brathähnchen gewesen. Puuuuuhhh… die Stimmung ist wirklich aggressiv, und ich bin froh, dass Gerds „Lazio-Rom“-Schal nicht auf den ersten Blick als solcher zu identifizieren ist. Die Serben haben zwischen der 65. und 75. Minute ihre beste Phase, schießen zweimal gefährlich aufs Tor. Spiel wieder offen? Dann kommt wieder einer frei zum Schuss, holt aus, und…? Auf einmal springt ein Rasensprenger an. Im Spiel. Einfach so. Das Gelächter ist groß und hört gerade bei uns Bochumern nicht mehr auf. „Wir kriegen nie wieder ein Länderspiel oder eine EM“, lachen wir.. „Erst versagt der Ordnungsdienst, und dann auch noch der Greenkeeper!“ Wobei das für ein knappes UEFA-Cup-Spiel keine so schlechte Taktik wäre. Fehlt nur noch, dass das Flutlicht ausfällt, unken wir. Aber hell bleibt es.

Das Spiel wäre ganz gewiss 1:0 ausgegangen, wenn, ja wenn der serbische Torwart nicht einmal kahnmäßig gepatzt hätte. Nach einer Stadardsituation (natürlich) lässt er den Ball vor die Füße von Boro fallen. Unnötig. Unverständlich. Ein solches Geschenk nimmt eine solch abgezockte Mannschaft natürlich an. 2:0. Die Entscheidung. Eine Minute später gibt es zur Feier des Titels sogar ein Tor aus dem Spiel heraus. Gilardino, 3:0. Die Serben treten sich den Frust von der Seele. Ein weiterer Spieler sieht Rot.

Nach etlichen Minuten Nachspielzeit ertönt der Abpfiff gegen 22.48 Uhr. „Normal“ wäre 22.30 Uhr gewesen. Zum Glück lief das alles ohne Verlängerung ab. Ansonsten wäre das ein Mammutspiel bis in die Nacht hinein geworden. Die Siegerehrung erleben wir nur aus der Rückansicht, dafür aber live eine Prügelei vor der Tribüne. Das Großaufgebot der Polizei, dass die Ostkurve während der zweiten Hälfte beschützte, ist nach wenigen Sekunden zur Stelle. So viele grüne Männchen habe ich auf dem Spielfeld lange nicht gesehen. Ein sehr emotionaler Fußballabend geht zu Ende. Mit einem verdienten Europameister (tja, muss ich wohl leider zugeben) und der Erkenntnis, dass wir in einer Kurve mit Fans saßen, von denen einige die Worte „sportlich fair“ noch nie in diesem Zusammenhang gedeutet haben. Bengalos werfen? Nein danke! Leute verprügeln? Nein danke! Unfaire Sprechchöre gegen alles und jeden (auch: „Deutsche Schweine“)? Nein danke!

Es war ein echtes Erlebnis. Mein wohl einziges EM-Finale in meiner Fußball-Karriere werde ich ganz bestimmt nicht vergessen.

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1. Juni 2004 – U21-EM: Italien-Kroatien 1:0 – „Italienischer Fußball ist grausam!!!“

Wieder einmal Sommerpause, diesmal zwischen den Spielzeiten 2003/2004 und 2004/2005. Wieder einmal konnte ich die lange Zeit ohne Fußball nicht ertragen – und überbrückte sie ein wenig mit der U21-Europameisterschaft, die auch in Bochum ausgetragen wurde. Ich schaute mir zwei Spiele an, darunter am Dienstag, 1. Juni 2004, Italien gegen Kroatien. 1:0 endete das für den späteren Europameister Italien. Ich bloggte darüber unter der Überschrift „Italienischer Fußball ist grausam!!!“, die Dachzeile lautete „Ein Hauch von EM-Feeling“.

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Jaja, ich höre schon wieder das Geseier in meinen Ohren: „Blablaaaa Andi du bist total bekloppt, du guckst dir auch jeden Scheiß an!“

Zurzeit wird ein großes Fußballturnier in Deutschland, ja sogar zum großen Teil in Nordrhein-Westfalen ausgetragen, und keiner nimmt davon Notiz. Es ist immerhin die Europameisterschaft der U21-Mannschaften, der künftigen Topstars – und es geht nicht nur um die EM, sondern auch um die Olympia-Qualifikation. Und getreu dem Expo-2000-Motto „Das gibts nur einmal, das kommt nicht wieder“, beschlossen mein VfL-Kurvenkumpel Gerd und ich beim Hannover-Spiel, uns das Rumgekicke von verwöhnten Jungmillionären mal im Ruhrstadion live anzusehen. Gesagt, getan; und so saßen wir dann da, heute um 20.45 Uhr. Fremd in unserem eigenen Ruhrstadion…

„Gerd, lass uns doch mal setzen. Schön auf die Tribüne. Wenn schon dekadent, dann richtig, oder?“ Komisch, es ist „unser“ geliebtes Ruhrstadion, und doch weht hier eine komische Luft… INTERNATIONALE Luft… sie kann ja direkt hierbleiben, und braucht in diesem Jahr mal nicht nach Dortmund oder Gelsenkirchen weiterziehen.

Dienstagabend, ein ganz normaler Werktag im Ruhrgebiet geht zu Ende. Die S-Bahnen, Regionalexpresse und U-Bahnen sind prall gefüllt, und doch fällt etwas auf. Genau: Auffällig viele tragen ein „Croatia“- oder „Italia“-Trikot. Stimmt, es ist ja U21-EM. Gerd und ich haben uns an der Tankstelle gegenüber der Ostkurve verabredet, und – hilfe – auch Gerd trägt ein Italien-Shirt. Ich dachte, wir könnten uns NEUTRAL bewegen. Falsch gedacht. „15 Euro für einen ermäßigten Sitzplatz – das geht doch.“ Wir bezahlen, treffen Michael Schuuuuuuuuuuulz, den ehemaligen Auf-alles-drauf-Treter von Bremen und Dortmund am Bratwurststand und setzen uns hin. Viel ist nicht gerade los, so dass uns die freie Sitzplatz-Auswahl bleibt. Das Ruhrstadion wirkt auf einmal so klein, so beschaulich. „Warte ab, in zehn Jahren hast du auch deinen festen Sitzplatz“, flunkert Gerd – und ich könnte ihn verfluchen… wir stellen fest, wie mittig wir in der Ostkurve stehen; und obwohl uns der Tribünenüberblick auch durchaus gefällt, beschließen wir, es bei diesem einmaligen Ausrutscher bewenden zu lassen. Drei Reihen vor uns sitzt Frank Benatelli, während Halbzeit zwei rauscht unser Ersatztorwart Christian Vander vorbei.

Die Organisation des Ganzen ist bescheiden. Okay, nur knapp fünfeinhalbtausend Zuschauer sind da; aber für zwei ganze Sitzplatzblöcke gerade mal einen Würstchen/Getränke-Stand mit vier Mitarbeitern öffnen? Also bitte… Die Nationalhymnen von irgendsoeinem komischen Bergarbeiterchor sind auch nicht gerade laut. Und überhaupt werde ich diesen ganzen Länderspielquatsch immer lachhaft finden. Gerd und ich haben keine Ahnung. Keine Ahnung, wie der Tabellenstand ist, keine Ahnung von den Spielern der Mannschaften. Nur der Herr Babic, die Nummer zehn Kroatiens und Nummer 19 Bayer Leverkusens, ist uns ein Begriff. Irgendjemand verrät uns, dass beide Mannschaften unbedingt gewinnen müssen, um weiterzukommen. Aha. Wir wollen uns nur amüsieren – das geht in unserem gemischten Block prächtig (die einen rufen etwas auf Kroatisch. die anderen brüllen ständig „ITALIA! ITALIA! ITALIA!) – und ein gutes Fußballspiel sehen.

Aber wir haben vergessen, dass eine italienische Fußballmannschaft mitspielt.

Meine Wertschätzung für die italienische Art, das Fußballspiel zu interpretieren, sinkt von Minute zu Minute. Und sie war ohnehin nicht hoch. Fragt mal meine Kollegen, die dabei sind, wenn ich ein Spiel von AC Mailand live im Fernsehen sehe. Ich krieg bei diesem langweiligen Catenaccio-Mist das Kotzen… Fast 80 Prozent aller Spiele mit italienischer Beteiligung laufen gleich ab. Du merkst, dass alle elf Spieler durchaus technische Möglichkeiten besitzen. Aber garantiert werden alle elf nur gerade eben soviel von ihren Fertigkeiten zeigen, dass es zu einem 1:0-Sieg reicht. Ich behaupte immer, dass die Ansprache des AC-Milan-Trainers vor Europapokal-Auswärtsspielen ausfällt. Er schreibt einfach nur „0:0“ an die Tafel und geht raus. Und meistens folgen seine Spieler dem Trainerwunsch.

Und jetzt schaut doch mal auf das Endergebnis und ratet, wie das Spiel abgelaufen ist… haargenau: Die Italiener haben ein winziges, mickriges, saublödes Tor geschossen, natürlich nach einer Standardsituation, bloß nicht aus dem Spiel heraus. Daniele de Rossi oder so ähnlich war der Torschütze, in der etwa zwanzigsten Minute. Und der Rest? Dank des tollen Tribünen-Überblicks sind die zwei Viererketten der Italiener in Abwehr und Mittelfeld gut zu erkennen. Alle verschieben sich prima in Ballrichtung. Die gegnerische Elf wird erst Mitte der eigenen Spielhälfte richtig attackiert. Dadurch wird das Spielfeld so verflucht eng, dass den Kroaten kein Platz zum Kombinieren bleibt. Möglichkeiten bleiben nur wenige. Angriffe durch die Spielfeldmitte sind nahezu unmöglich. Bei Standardsituationen versagen die auch sonst erschreckend einfallslosen Kroaten in schöner Regelmäßigkeit – das Eckenverhältnis schwillt auf 10:1 (!!!) an. Und wenn einmal eine Flanke in die Mitte fliegt, fegt ein überragender Innenverteidiger den Ball mit dem Kopf weg. Ja, einen herausragenden Innenverteidiger braucht das italienische Spiel. In der A-Elf ist das der Job von Nesta. Entlastung ist nicht nötig. Ab dem 1:0 überschreiten die blau-weißen Italiener höchstens fünfmal die Mittellinie, tragen selbst überhaupt nichts mehr zum Spiel bei. Die Ballbesitz-Statistik liegt bei gefühlten 75:25 Prozent für Kroatien. Trotz Unterzahl (Del Nero hat Gelb-Rot gesehen) schaukelt Italiens U21 den Sieg locker und mit viiiiiiel Zeitspiel nach Hause. Ich schwöre, dass der italienischen Mannschaft selbst gegen die zweite Mannschaft des VfB Speldorf aus der Kreisliga B ein 1:0 reichen würde…

„Ich hab doch schon direkt nach dem 1:0 gesagt, dass wir nach Hause gehen können“, sage ich zu Gerd nach dem Abpfiff. Es war doch sonnenklar… Das Spiel erhält von uns die Spielnote 4. Die anderen neutralen Besucher haben es ähnlich gesehen. „Wenn die Italiener ein Tor schießen, wird es verdammt schwer“, sagt jemand in der Bahn. „Man haben die dicht gemacht“, bemerkt ein zweiter. Es war für Taktik-Ästheten womöglich ein Genuss.

Ich fand es einfach nur grausam.

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Vor dem Haifa-Spiel

Einen Tag vor dem Europa-League-Spiel gegen Maccabi Haifa berichtete ich direkt aus Gelsenkirchen mit Texten und Tweets exklusiv für DerWesten über die aktuellsten Entwicklungen beim FC Schalke 04.

Zur Schalker Personallage („Neue Chance für Jones – Schalke zittert um Raúl“) geht es hier.

Zu einigen Aussagen von Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes („So denkt Höwedes über den Schalker Trainerwechsel“) geht es hier.

Außerdem geht es in einem Pro & Contra im Rahmen unserer Kooperation mit RevierSport um die Frage „Ist Huub Stevens der richtige Trainer für Schalke?“ Ich verfasste das „Pro“, Heiko Buschmann von RevierSport das „Contra“ (verlinkt unter dem „Pro“). Mein „Pro“ erschien auch in der Printausgabe von RevierSport.

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Stevens ist zurück

Und wieder ein neuer Trainer auf Schalke – oder wie ein erfahrener Kollege sagte: „Dann kommt halt der Nächste…“ Den Tag von Huub Stevens‘ Rückkehr zum FC Schalke 04 begleitete ich erneut …

… mit einem viel beachteten und gelesenen Live-Ticker von der Pressekonferenz (13 bis 13.50 Uhr) und

… einer einordnenden Zusammenfassung der Pressekonferenz („Schalke holt Huub Stevens ,nach Hause'“) – geschrieben unmittelbar nach dem Ende der PK.

Zuvor durfte ich noch ein Interview mit Hans Sarpei führen. Dazu gibt es aber noch keinen Link – das Stück ist noch in der Pipeline. Von Sarpei stammt das Zitat des Tages. Als ein Kollege den Satz „Mein Sohn ist auch in einer Hans-Sarpei-Gruppe: Hans Sarpei bringt Käse aus Holland“ brüllte, antwortete Sarpei schlagfertig: „Und bringt Huub mit.“

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