30. November 2002 – VfL-Arminia Bielefeld 0:3 – „Dat kannze abhaken“

Aus zwei Gründen ist dieses Spiel bemerkenswert. Erstens: Ansgar „der weiße Brasilianer“ Brinkmann erzählt noch heute davon, dass er einst in Bochum mit Currywurst-Pommes in der Kabine saß und die fragenden Blicke von Trainer Benno Möhlmann mit dem Satz „Das ist mein Doping fürs Spiel“ konterte. Brinkmann spielte gut. Zweitens: Ich hatte keine Kamera dabei – weil ich am Abend vorher bei einer Party in Ratingen-Ost weilte. Über Nacht, Ihr wisst schon. Aber lest selbst…

Hier geht es zum Blog-Eintrag, den ich „Dat kannze abhaken“ nannte und mit der Unterzeile „Tage wie dieser; diesmal ohne Fotos“ versah:

Es war, als hätte Peter Neururer der gesamten Mannschaft um 15.25 Uhr nicht den letzten motivierenden Rat mit auf den Weg gegeben, sondern das Lied „Tage wie dieser“ von den Sportfreunden Stiller vorgespielt.

– tage wie diesen hier gibt es wie sand am meer, nichts läuft wie ich es wollte. sie geben nicht viel her, außer frust, keine lust auf nichts mehr, nichts klappt, wie es sollte.

Es gibt solche Tage, all ihr meine neugierigen Freunde, da spielen Fußball und der VfL selbst für mich die zweite Geige (weshalb mich diese Niederlage auch nicht sonderlich juckt, soviel sei vorweg erwähnt). Doch das gehört nicht auf diese Homepage… interpretiert selbst… Wenn ich gewusst hätte, dass ein Gespräch mit Mülheimer Fußball-Schiedsrichtern auf dem Hinweg im Regionalexpress der spannendste Moment dieses Nachmittags werden sollte, eines wetterbedingt auch noch verdammt trüben, womöglich hätte ich mir die Premiere-Konferenz angeguckt. Aber neeeeeein, es geht gegen Arminia Bielefeld, die an dieser Stelle schon viel gerühmten „Ostwestfalen-Idioten“ (ich verweise an das denkwürdige Spiel im April), da ist doch noch eine Rechnung offen von eben jenem 0:3. Bielefeld hat auswärts noch nicht gewonnen, wir sind eigentlich noch recht gut drauf – eine klare „1“ bei Oddset und Betandwin; ein bissken Fußball gucken im guten, alten Ruhrstadion – und Du kannst vorher ja nicht wissen, wie scheiße es eigentlich läuft.

Und es läuft scheiße.

Es ist nichts drin.

Schon während der ersten Halbzeit stellt ein Rentner, der bestimmt noch Jupp Kaczor und Heinz-Werner Eggeling in seinen ihren Tagen bewunderte:

– Dat kannze abhaken.

Heute kein Punkt. Und wieder ein 0:3 gegen Arminia Bielefeld. Da lohnt es sich nicht einmal, ein Foto auf diese Homepage zu stellen, für dieses beschissene Spiel.

Von Beginn an läuft einfach alles schief. Das Mikrofon von Stadionsprecher Bernd Wolter hakt ausgerechnet während der Mannschaftsaufstellung. Bereits in der 3. Minute köpft Benjamin Lense (noch nie gehört) nach einer Standard das 1:0 für Bielefeld. Dazu greift die „Bolzer-Truppe“ (Zitat Rentner) superfrüh an und bringt uns völlig aus dem Konzept. Nur eine Chance steht in Halbzeit eins in einem bescheidenen Spiel zu Buche, doch die verkloppt Christiansen.

2. Halbzeit, auf die eigene Kurve; wird doch wohl besser laufen. Weit gefehlt. Keine sechs Minuten sind um, da boxt sich der Vander das Ding ins eigene Tor, 0:2 („Tage wie dieser“ halt). Der arme Kerl hat sowieso einen schweren Stand in der VfL-Kurve, und solch ein krummes Ei erhöht sein Standing nicht grad. Schon jetzt verabschieden sich einige mit den Worten „Den Scheiß guck ich mir nicht mehr länger mit an“ Richtung Ausgang. Doch diese verpassen noch einige Torchancen, wie zum Beispiel einen Handelfmeter, den Thomas „ich-hätte-heute-drei-Stunden-spielen-können“ Christiansen verschießt. Hain hält zugegebenermaßen zweimal riesig, vor allem der Nachschuss war eigentlich nicht mehr abzuwehren. Drei Minuten später hat der Christiansen noch einmal das 1:2 auf dem Schlappen – und nagelt die Kugel gnadenlos an den Querbalken. Wäre das 1:2 gefallen, dann vielleicht… keine Konjunktive, Andi, keine Konjunktive. Momo Diabang schließt einen Konter letztendlich zum 3:0 ab, und während ich diesen Text schreibe, höre ich Werner Hansch resümieren: „Das Ergebnis ist ein Witz, aber der Sieg für Bielefeld verdient.“ Und es ist immer noch trübe draußen. Der Liga-Alltag hat mich und uns wieder, nur noch auf Platz zehn. Olé olé!

All ihr Vanders, Christiansens, Wosz‘, Freiers (Super-Spruch nach dem Spiel in SAT.1: „Das ganze Spiel können wir total in die Tonne kloppen“), Kallas, Graulunds undundund, setzt Euch zusammen, hört die Sportfreunde Stiller.

– tage wie diesen hier gibt es wie sand am meer, nichts läuft wie ich es wollte. sie geben nicht viel her, außer frust, keine lust auf nichts mehr, nichts klappt, wie es sollte.

Hört es, vergesst dieses Lied, und holt in Hamburg mal wieder ein paar Punkte. Auf Abstiegskampf habe ich dieses Jahr keine Lust.

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3. November 2002 – VfL-Hertha BSC 3:0 – „Huldigung an Dariusz Wosz“

In meinen elf Jahren als freier Mitarbeiter bei der WAZ/NRZ Mülheim gab es einige anstrengende Sonntage. Um 11 Uhr zum Handball, erste Texte schreiben, um 15 Uhr zum Amateurfußball, kurz vor Schluss abhauen, schnell zum VfL fahren, zurück nach Mülheim, Texte schreiben. 13- bis 15-Stunden-Tage waren das.

An einem davon besiegte der VfL Hertha BSC mit 3:0 – und danach verfasste ich eine Huldigung. Für Dariusz Wosz. Aber lest selbst.

Hier geht es zum Text, den ich „Huldigung an Dariusz Wosz“ nannte und mit der Unterzeile „Das 66-Prozent-Spiel“ versah:

Seine Dribblings sind der Hammer. Kaum hat er den Ball, blickt er seinem Gegenspieler in die Augen. Ein Haken links, ein Wackler rechts – und schon ist er vorbei. 168 Zentimeter misst er nur, ich könnte ihm auf den Kopf spucken. Seine Äußerungen deuten nicht auf einen Rhetorik-Kurs hin. Und doch wird dieser Text eine Huldigung. Eine Huldigung an Dariusz Wosz, der einzig wahren „Nummer zehn“, die der VfL hatte, seitdem ich regelmäßig die Stehstufen des Ruhrstadions beehre. Wosz, einer der sensiblen Spieler. Einer, der das Gefühl haben muss, von den Fans geliebt zu werden; einer, der Verantwortung tragen will. Einer, der genau das alles in Bochum kann und bekommt. Ohne übertreiben zu wollen – jeder der durchschnittlich 20.000 VfL-Fans im Ruhrstadion würde sein letztes Hemd geben, damit Dariusz Wosz in Bochum bleibt. Das war schon 1997 so, als sich die von der Presse so getaufte „Zaubermaus“ Richtung Berlin verpisste. Stellt Euch vor, Ihr seid mit Eurer absoluten Traumfrau zusammen. Irgendwann sagt sie dann zu Dir: Pass mal auf, ich verlasse Dich und gehe zu Tom Cruise, um ihn um ein paar Millionen zu erleichtern, aber früher oder später komm ich zurück, weil ich eigentlich nur Dich liebe. Da wärt Ihr doch auch echt angefressen, oder?

Dementsprechend böse reagierte die VfL-Kurve auf den damaligen Wosz-Wechsel nach Berlin; doch die Zuneigung war noch zu groß. Bei jedem Auftritt der Hertha im Ruhrstadion tränten die Augen, den Dariusz in einem anderen Trikot zu sehen. Und ihm ging es wahrscheinlich nicht anders. Nach drei Jahren in der Hauptstadt hatte er die Schnauze voll und kehrte in den Pott zurück – und ist seitdem der „König von Bochum“. Er liebt die Fans, die Fans lieben ihn. Und Heimspiel für Heimspiel schlägt er seine Haken, bereitet Tore vor, netzt selbst ein, rennt 90 Minuten lang. 168 Zentimeter Bochum. 168 Zentimeter Dariusz!

Warum steht bloß an dieser Stelle die Huldigung? Warum nicht schon früher oder erst später? Warum genau hier?

Diese Fragen kann ich Euch leicht beantworten. Heute, genau heute Abend stand in der 49. Minute vielen, vielen VfL-Fans die Suppe in den Augen. Kurz nachdem Dariusz die Kugel mit einem herrlichen Tor zum 1:0 versenkt hatte, zog er sein Trikot aus und präsentierte ein T-Shirt mit der Aufschrift „Ich bin ein Bochumer Junge“. Kurz darauf laute „Dariusz! Dariusz!“-Rufe. Gänsehaut! Dieser kleine Mann wird immer eng mit meiner VfL-Bochum-Karriere zusammenhängen. Denn irgendwann werden all diese Jahre als die „Ära Wosz“ in die VfL-Geschichte eingehen. Ganz sicher!

Auslöser des ganzen war dieses Spiel Bochum gegen Hertha! Wenn Ihr mich gestern gefragt hättet, ob ich heute an meiner Homepage bastle, um etwas über das VfL-Spiel zu schreiben, dann hätte ich DICK mit „NEEEEIN“ geantwortet. Wie Euch schon aufgefallen ist, war ich nämlich seit dem 10. September (!!!!!), also seit fast zwei Monaten (!!!!!!) nicht mehr bei einem Heimspiel. Und daran ist nur dieser verdammte DFB schuld. Zum ersten Mal in der Bundesligageschichte spielt ein Verein nämlich FÜNFMAL (!!!!!!!!!!!!!!!!!) hintereinander an einem Sonntag. Keinen Fan stört das mehr als mich, da der Sonntag mein Haupt-Arbeitstag ist.

Jedenfalls hatte ich mir das Spiel abgeschminkt, da mein Terminkalender voll war und den Besuch des Verbandsligaspiels Union Mülheim gegen Viktoria Goch vorsah. Dort war ich auch (endete übrigens 3:0, drei Tore durch den Ex-VfLer Michael Klauß), doch bereits um 16.15 Uhr betrat ich das WAZ-Büro. Ein Blick auf die Uhr, ein spontaner Entschluss, die Erlaubnis der Chefin – und schon saß ich im Zug. Zwar verpasste ich die ersten 30 Minuten (und so wird das Match als 66-Prozent-Spiel in meine VfL-Statistik eingehen), aber egal – der VfL überzeugte sowieso nur ab der 30. Minute.

Im ersten Moment im Stadion fühlte ich mich an eine Stelle aus einem WERNER-Comic erinnert, in der es heißt: „Zwei Wochen war ich nicht in Kiel, dann komm ich wieder – und immer noch die gleichen Pissgesichter!“ Tja, so ähnlich ging es mir – und spätestens, als ich neben meinen Jungs am üblichen Ort stand, da war mir klar: Nie wieder zwei Monate ohne ein VfL-Heimspiel. Und wenn ich dafür blau machen muss! Die Namen der Jungs kenne ich immer noch nicht (und werde sie wohl auch nie kennenlernen), aber das spielt ja auch keine Rolle. Die könnten aus dem Knast ausgebrochen oder sogar FDP-Mitglied sein; egal. Hier regiert der VfL.

– Wie ist das Spiel, ich komm grad erst!?

– Die Berliner stehen hinten kompakt und hatten die besseren Chancen. Also wenn der van Duijnhoven…

– Sieht also nicht gut aus?

– Eher nicht!

Halbzeit, wieder raus der Kurve; Bratwurst essen, wieder rein in die Kurve.

Mein Mund geht nicht mehr zu. Okay, bei geschlossenem Gesichtsgehäuse lässt es sich schlecht ne Wurst essen, aber das Spiel wird atemberaubend. Keine einzige Sekunde bereue ich, dass ich mir drei Stunden frei genommen habe, dass ich heute bis 23 Uhr arbeiten muss. Eine Gala. Den Berlinern werden die Konter um die Ohren gehauen. Wosz. Immer wieder Wosz. Und Freier. Hinten der Kalla riesig. Also nicht nur körperlich, sondern auch sportlich. Keine vier Minuten sind rum, da gehts richtig ab: Tor-Pogo vom Feinsten. Freier (na klar) auf Wosz (na klar), ein Schuss, BUMS, ein Tor – 1:0 !!!!! Jetzt geht´s ab. Das war wie der Eisbrecher in der Disco. Alle elf Spieler bewegen sich auf dem Rasen wie filigrane Beweglichkeitswunder auf der Tanzfläche. Gut, Berlin ist immer noch saugefährlich, aber schließlich Konter Nummer eins: Freier vollendet nach Bemben-Assist sensationell zum 2:0 (75.), dann noch Wikinger Thoddi zum 3:0 (90., nach Freier-Pass).

Zwischendurch noch so ein toller Sprechchor „Zieht dem Torwart die Jogginghose aus“ (sieht echt schäbig aus, Herr Kiraly). Also selten habe ich eine Entscheidung im Nachhinein so genossen. Und ich mach mir noch Gedanken, ob es sich lohnt, für 60 Spielminuten nach Bochum zu fahren. SOGAR DIE ARBEIT HAB ICH VERGESSEN! Und das muss an einem Stress-Sonntag schon was heißen.

Mein WAZ-Text über das Spiel von Union Mülheim ist übrigens nur durchschnittlich geworden. In Gedanken saß ich schon an diesen Zeilen. An der Huldigung für einen rhetorisch mäßig begabten Fußballkünstler.

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5. Oktober 2000 – FC Bayern München – VfL 4:1 – „Von vier Kontern“

Anfang Oktober 2002 besuchte ich mit meinem Bruder Thommy unseren Freund Dirk in München. Oktoberfest, Journalisten-Partys, Sightseeing und natürlich das unvermeidliche VfL-Spiel beim FC Bayern. Wir verlebten ein paar schöne Tage, ich bloggte ausführlich – in einem von fünf Teilen geht es um das Spiel.

Von den vielen Spielen, die ich in München sah, war dies eins der denkwürdigsten: Denn nach dem Spiel trafen wir in der Kneipe „Lustiger Bauer“ in München-Milbertshofen einen Straßenbahnfahrer aus Mülheim, der VfL-Fan ist und immer Geschichten über die Glasgow Rangers erzählt. Irgendwann sangen dann alle im Lustigen Bauern „Unsere Heimat, unsere Liebe – in den Faaaaarben blau und weiß“. Sensationelle Momente.

Die Welt ist klein.

Hier geht es zum Text, den ich „Von vier Kontern“ nannte und mit der Unterzeile „,Unsere Heimat – unsere Liebe‘ im lustigen Bauern“ versah:

Ich glaub, Dirk ist schon ein bisschen angenervt. Seit unserer Ankunft gestern Mittag trällern die Gebrüder Ernst ihm in jeder freien Sekunde was von „Hurra hurra die Bochumer sind da“ ins Ohr. Eigentlich wollten wir ihn ja mit lautem Gebrülle direkt am Münchner Hauptbahnhof blamieren, aber okay, geschenkt, haben wir uns selbst nicht getraut. Was liegt vor uns?

Der Grund, der Anlass, der Höhepunkt, das Highlight des München-Besuchs 2002: FC Bayern gegen VfL Bochum. Genau dieser Moment ging mir am 5. Mai 2002 auf der Rückfahrt von Aachen durch den Kopf! Wie Thommy, Dirk und ich uns in der U-Bahn auf dem Weg zur Haltestelle „Olympiapark“ befinden, in der Kurve stehen und Michael Ballack und Giovane Elber beim Kicken zuschauen. Und unsere Blau-Weißen sind auch dabei. Jetzt wird es wahr.

Und wisst Ihr was? In der Saison 2002/2003 bin ich noch ungeschlagen! Gut, bei uns läuft es momentan nicht so gut. 0:1 gegen Rostock, das glückliche 2:2 in Hannover, dann die 1:4-Abfuhr gegen Bremen, die Euphorie ist weg. Aber meine Glückshose habe ich übergezogen, da kann doch gar nichts schiefgehen. Scheiß Aberglaube! Heimlich, still und leise haben Dirk und ich bei ODDSET auf Bochum gesetzt. Quote 7,05.

– Ich hatte einen Traum. Erst geht Bayern in Führung. 1:0. Dann gibts eine rote Karte für Bochum, zwei Elfmeter für Bayern. Beide verschossen. Und am Ende gewinnt Bochum 2:1 – spinne ich den Jungs einen vor.

Karnik ist auch dabei. Spitzenname. Ein guter Freund von Dirk, der in München wohnt, aber aus Schwaben kommt und VfB-Stuttgart-Fan zu sein scheint. Auch er schüttelt seine Birne.

– Ach, ich sage 3:2 für Bochum, saxophont Dirk.

– 3:0 für München.

Na das konnte ja nur Thommy gewesen sein.

– DU FAKTENMEIER! brüllt Dirk.

Olympiapark. Ausstieg links. 14.45 Uhr ist es, der Anstoß rückt näher, das Eintrittstor erst recht. Kaum Kontrollen, prima. Ist das blau-weiß hier. 2400 Bochumer haben sich auf den Weg gen Olympiastadion gemacht, und das, obwohl die Chance auf einen Sieg so groß ist wie meine, innerhalb der nächsten vier Wochen eine neue Freundin zu finden! Und die ist gar nicht groß! Ruck, zuck finden wir einen Stehplatz. Kaum hingestellt, brüllt jemand von hinten.

– LOCKE !!!!!!

– LOCKE !!!!!!

– Ey taub is der au noch dooo!

Dirk spürt Klopfzeichen auf seiner Schulter.

– Eeeeeeeeeeey, sach ma der Blondine, die soll dem da auf die Schulter hauen.

„Dem da“ ist ein Typ in der Reihe vor uns. Mit Baseball-Cap auf dem Kopf, schätzungsweise über 40 und rappelvoll. Die Blondine klopft, der Typ dreht sich um und lauscht.

– Eeeeeeeeeeeeeeeeey, LOCKE !!!! brüllt der Kerl hinter uns.

– Bo scheiße do. Hab Dir doch gesacht datt dat scheiße is.

Ist das geil. Wir sind das Ruhrgebiet.

Die Sprechchöre kommen nur spärlich. „Unsere Heimat – unsere Liebe – in den Farben blau und weiß – achtzehnhundertachtundvierzig, nur damit es jeder weiß!“ Mensch, was ist denn hier heute los?, will Thommy wissen, und so unrecht hat er nicht. Es herrscht eine gewisse Lethargie in der Fankurve; womöglich sind viele Fans auch einfach nur hackenbreit. Das Spiel wird richtig langweilig, nämlich genauso, wie vorher erwartet. Zu jeder Sekunde ist klar, dass die Bayern als Sieger vom Platz gehen; zu keiner Sekunde haben ich und die anderen 2.399 Bochumer das Gefühl, dass auch nur irgendwas geht. Die Stimmung ist so schlecht, dass zwischendurch „Und schon wieder keine Stimmung VfL“ aus der eigenen Fankurve in Schallwellen durch die Luft schweben. Elber macht das 1:0, Pizarro das 2:0 und 3:0, Elber das 4:1. Ja können die Bayern-Fans wirklich nur schreien, wenn sie dazu aufgefordert werden? Nach jedem Tor versinkt das Olympiastadion in einem Meer voller magentafarbener T-Online-Hände! Sieht ganz beachtlich aus, ist aber doch ganz schön bescheuert. Zwischendurch verkürzt Schindzielorz. Es sind vier Kopfballtore, wie wir messerscharf analysieren, und der Vander im Tor hat bei mindestens zwei Buden gar nicht so toll ausgesehen.

Trostlosigkeit hängt in der Luft. Und dafür fahr ich so viele hundert Kilometer. Um mir so eine Klatsche anzuschauen. Hauptsache, ein paar weitere Sprechchöre stimmen. Thommys Favorit ist ein laut gebrülltes „GYROS – TZATZIKI – UND DAZU SALAT!“, Dirk findet „Wir kommen aus dem Norden – wir lynchen und wir morden – wir waschen uns nie – Sankt Pauli“ ganz toll. Gemeinsam freuen wir uns über „BAZILINHO“, das Bayern-Maskottchen, das wie ein Mainzelmännchen ausschaut. „Wechsel den ein“, fordern die Fans lautstark. Aber Hitzfeld steht weitweitweitweit weg.

Abpfiff. Viele Zeilen ist das Spiel nicht wert. Es ist wenigstens zu eindeutig, um sich richtig zu ärgern. Wie heißt es so schön? Mund abputzen, fertig. Meine Bommelmütze verschwindet in der linken Hosentasche, mein Trikot unter einem grauen Hemd, mein Schal in der rechten Hosentasche. Nun bin ich kein Fußballfan mehr, sondern ein ganz normaler Held. Meine Version für die Heimat habe ich mir schon zurecht gelegt: Wir sind in vier Konter gelaufen, werde ich erzählen. Das klingt uneinsichtig und selbstironisch zugleich.

Der Magen grummelt. Bei mir, bei Karnik, bei Dirk, bei Thommy. Hunger!

– Ich hab doch hier gewohnt. In Milbertshofen. Lass uns in den „Lustigen Bauern“ gehen, schlägt Dirk vor – und wir stimmen alle zu.

Eine ehrliche Kneipe, erinnert an die „Quelle“ im guten alten Mülheim-Broich. Die Türklinke ist schon etwas angerostet; wir träumen von einem großen Schnitzel und ner Bratwurst mit Pommes, als uns der Rauch entgegenquillt und mich der Schlag trifft. Ja da sitzt doch tatsächlich Stephan in der Kneipe!?! Stephan, der Straßenbahnfahrer aus Mülheim!

– Sag mal, hast Du kein zu Hause?

– Nee. Bist Du mit dem Sonderzug hier?

– Ja. Morgens um 4 Uhr losgefahren. Bei den Jungen war direkt Schlafwagen. Aber bei uns nicht. Karten gespielt, weisse, wegen hier – und er macht eine typische Geld-Handbewegung, indem er Daumen und Zeigefinger aneinander reibt.

Und Karnik lacht schon wieder. Und wieder sind wir das Ruhrgebiet. Die „Jukebox“ verrät uns „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“. Auf dem Teller liegt ein Riesen-Schnitzel. Der Kellnerin würde bei der Oberweite ein Dirndl ganz gut stehen. Autsch was für ein Gedanke. Bochum hat verloren. 1:4! Aber Stephan war da. Und die Jungs. Egal. Nächstes Jahr bin ich wieder hier. Vielleicht wird’s dann was mit einer Überraschung gegen die Bayern!

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22. Januar 2006 – VfL-Saarbrücken 3:0 – „Everything Counts“

Das WM-Jahr 2006 begann für mich mit einem VfL-Heimspiel gegen Saarbrücken – der Countdown stand inzwischen bei „Noch 16 Spiele bis zur Bundesliga“.

Hier geht es zum Blog-Eintrag, den ich „Everything Counts“ nannte und mit der Unterzeile „Dauert’s noch lang?“ versah:

Ganz allein sitzt er in seinem Vierer-Abteil. Er ist, lasst mich mal schätzen, Mitte 50, vielleicht auch schon im Renten-Alter. Die S-Bahn ist überfüllt, und das am Sonntagmittag auf dem Weg von Düsseldorf nach Dortmund. Man, so kurz vor Bochum-Ehrenfeld fängt sie an zu schleichen, und langsamer und langsamer. Mach hiiiiiiiin, ist gleich Anstoß, Winterpause vorbei, FUSSBALL FUSSBALL FUSSBALL, dann geht die Saison endlich dem Ende entgegen, endlichendlich!! Ganz eindeutig liegt die längste Halbserie der Vereinsgeschichte hinter mir und den anderen VfLern. Mach hiiiiiin, du S-Bahn, noch zwanzig Minuten bis zum Anpfiff. Zeit, um sich in der Bahn ein wenig umzuschauen – und da, da ist er. Ganz allein im Vierer-Abteil. Keiner mag sich zu ihm setzen, weil er so nach Alkohol riecht, weil er so dreckige Klamotten trägt. Und weil er brabbelt. Er erzählt in einer Tour von einem Prozess, von einem Günter Raudi… Raudieen… Raui.. was weiß ich. Also entweder war er damals der Rechtsanwalt und hat den Prozess verloren; oder er war das Opfer… Armer Kerl jedenfalls. Arm. Mach hiiiiiiiiiiiin!

Es sind die Tage der Depeche-Mode-Konzerte in Düsseldorf. Es sind die Wintertage Deutschlands, die Tage, in denen Russlands Rekordkälte nach NRW hinüberschwappt, und – ja – doch ein bisschen auch nach Bochum. Endlich, S-Bahn ist da, der Günter-Kläger bleibt sitzen, er tut mir leid, irgendwie. FUSSBALL, Rückrunde, freu dich Andi, freu dich. Ich brauche diesmal keinen CD-Player, um „Personal Jesus“, „Enjoy the silence“, „Never let me down again“ und „Everything counts“ zu hören. Die Songs laufen sowieso den ganzen Tag in allen möglichen Radiosender. Schnell noch zur 308 sprinten in Richtung Ruhrstadion, und über die Titel nachdenken. Enjoy the silence, die Ruhe genießen, naja, ruhig war’s leider viel zu oft in der Hinrunde, die haben aber auch oft sehr, sehr schwach gespielt. Never let me down again; never nie, let lass, me mich, down runter, again wieder. Nie lass mich runter wieder. Hä? Everything counts. Alles zählt. Alles. Jedes Spiel. Günter Raudi… Raudieeen… Rauin… zählt!

Gerd ist im Stadion. Zuletzt haben wir uns monatelang verpasst. Er hat zuletzt nur das Spiel gegen Aue gesehen – ich nicht. Ich wiederum war gegen Aachen und bei den zahlreichen 1:0’s live zugegen (obwohl ich es in nicht wenigen Momenten bitter bereut habe). Jetzt ist Gerd jedenfalls da, trägt eine richtig schäbige Mütze, mit der er ein wenig so aussieht wie Armin Mueller-Stahl in „Night on Earth“ als Taxifahrer Helmut Grokenberger – einer der witzigsten Sequenzen, die ich so in Filmen kenne, by the way. Kalt ist’s immer noch, und wir reden über Urlaub. Gerd erzählt von Kambodscha, er war gemeinsam mit seiner Frau unter anderem in Phnom Penh und Angkor Wat. Und Thailand haben sie auch bereist. Bangkok, genau, das waren noch Zeiten. Und Freund Sam, den werden wir wohl erst im April wieder im Ruhrstadion sehen. Er hat längst seine Reise nach Sao Paulo angetreten, liegt dort bei 30 Grad am Strand, sichtet neue Talente. Schöne Grüße Sam! „Da fällt er nicht einmal auf“, sagt Gerd, und – ja, doch – ein bisschen Wehmut ist seiner Stimme zu entnehmen. Wehmut, Sehnsucht, Fernweh… Ich erzähle ein wenig von Vietnam, von besseren Zeiten, von meiner Suche nach einem geeigneten Urlaubsziel für 2006. Wird eigentlich noch Fußball gespielt heute? Und wo ist wohl der alte, besoffene Rechtsverdreher ausgestiegen? Ja, doch, irgendwie tat er mir schon leid; zwanzig Minuten ausgestiegen und noch immer muss ich an ihn denken. Hätte ich ihn ansprechen…? Nee, es wäre sinnlos gewesen.

„Zwei Farben – eine Leidenschaft“ haben die Ultras auf ein Plakat gepinselt, und manmanman wie verachte ich diese 2. Bundesliga. Das ist von Heimspiel zu Heimspiel eine schlimmere Beleidigung meiner Augen. Eine Katastrophe, was sich unsere Gegner da zusammenspielen und heute habe ich sogar richtig Mitleid mit unseren Jungs und verzeihe ALLES. Die Saarbrücker sind ein Gegner der „Sowas von schlecht“-Sorte und von Beginn an besteht kein Zweifel, dass wir das Ding mit drei, vier, fünf Toren Differenz einfahren. Imhof macht das 1:0, Edu und Maltritz zweimal per Elfmeter das 2:0 und 3:0, und Koller hat massig Varianten. Wir sind zweite Liga und können es uns erlauben, Leute wie Bönig und Diabang auf die Tribüne zu setzen. Genau der Bönig, der vor zwei Jahren noch im „Team 2006“ spielte; der unser Stamm-Linksverteidiger beim Uefa-Cup-Einzug war. Pallas spielt für Colding, Meichelbeck für Butscher, China für Misimovic und Wosz und vor allem Bechmann für van Hout. Was sind DAS für Entscheidungen? Wobei… eigentlich spielt doch sowieso der Zdebel ganz allein, die anderen sind nur zur Zierde auf dem Platz.

Wie auch immer. Nicht zu viel der Fußball-Fachsimpligkeiten (Spitzenwort, das), ist schließlich noch früh im Jahr… Ich will lieber über Vietnam reden, Hanoi, Ha-Long-Bucht. Eine Arbeitskollegin von mir ist grad dort. Wie gern hätte ich den Live-Ticker in irgendeinem Internet-Café in der Sonne verfolgt? Höhepunkt ist die Einwechslung von Fabio Junior, jenem Stürmer, der einst für 15 Millionen Dollar aus Brasilien zum AS Rom wechselte. 15 Millionen und jetzt beim VfL! „Wahrscheinlich stellt sich raus, dass der eigentlich Torwart ist; bei unserem Glück mit Brasilianern“, sagt jemand hinter mir. In Minute 66 kommt Fabio rein, in Minute 77 gibt’s Elfer, und die ganze Kurve brüllt „JUNIOR! JUNIOR!“ – und wer schießt? Maltritz! Wohl zum ersten Mal in der Profifußballgeschichte Deutschlands pfeift das halbe Stadion bei einem Elfer für die eigene Mannschaft beim Stand von 2:0…

Lasst uns das Spiel vergessen. Es bleibt die Gewissheit, dass wir in 16 Spielen wieder erstklassig sind. Sechs Punkte Vorsprung, das ist okay. Es bleibt der Gedanke an den Typen in der S-Bahn, an die Sonne in Südostasien. Depeche Mode würde ich gerne sehen in diesem Jahr. Rock am Ring kommt ja noch. Everything counts. Trallala.

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28. Oktober 2005 – VfL-SC Paderborn 1:1 – „Dosenbier kann Fußball spielen“

„Noch 22 Spiele bis zur Bundesliga“ steht über dem Blog-Eintrag, den ich am 28. Oktober 2005 zum Zweitligaspiel zwischen dem VfL und dem SC Paderborn verfasste. Endstand: 1:1. Auf die Überschrift bin ich bis heute stolz…

Hier geht es zum Text, den ich „Dosenbier kann Fußball spielen“ nannte und mit der Unterzeile „,Und schon wieder ungeschlagen VfL‘ und andere Peinlichkeiten“ versah:

Lasst mich ein paar Worte zur 2. Bundesliga sagen, naja, ein paar Regeln für die laufende Saison eher.

Regel eins: Ich bin arrogant. Ich bin scheiße arrogant. Seit dem ersten Trainingstag lautet mein Motto „Mit dieser Mannschaft dürfen wir in dieser Saison kein Spiel verlieren“. Wahnsinn, dass ich nach elf Spieltagen immer noch meine Schnauze groß nennen und „Und schon wieder ungeschlagen VfL“ sowie als Begrüßungschor bei jedem Telefonat „Spitzenreiter! Spitzenreiter! HEYHEY!“ brüllen darf.

Regel zwei: Die zweite Liga ist mir egal. Fragt mich nach dem augenblicklichen Tabellenstand – und ich weiß ihn nicht. Das einzige, was mich juckt, ist der Vorsprung auf Platz vier. Nicht mehr, nicht weniger. Die Paarungen des aktuellen Spieltages und die Zwischenstände an den Anzeigetafeln äh Videowänden sind mir total scheißegal. Und dem Rest in der Ostkurve übrigens auch. Ja, wir nehmen die zweite Liga nicht ernst. Und fahren verdammt gut damit.

Regel drei: Texte gibt es nur im Notfall. Es fällt mir einfach verdammt schwer, mir etwas Kreatives für die Spiele der 2. Bundesliga auszudenken. Es sind Gegner wie Ahlen (!), Paderborn (!!) und bald kommt Burghausen (!!!), das wäre dann wirklich Plattenplatzverschwendung auf Webservern. Da belasse ich es lieber bei zwei, drei Schnappschüssen mitten aus dem Spiel.

Regel vier: Die zweite Liga tut weh. Wie geht der Spruch? Nur wer die Bitternis der Niederlage geschmeckt hat, weiß die Süße des Sieges zu genießen!? Oh ja, Niederlagen hatte ich genug in meinem Leben. Fünf Abstiege, eieieieiei. Doch der fünfte, er tat sehr, sehr weh und er tut immer noch sehr, sehr weh. Bitternis der Niederlage, oh wie wahr. Die letzten drei Jahre bereiste ich die großen WM-Stadien Deutschlands, die großen Städte, von München bis Hamburg, von Berlin bis Stuttgart, von Dortmund bis Bremen. Und nun ist alles das ein Jahr, ein paar Kilometer weit weg. Weg! Weg! Weg!

*

In der zweiten Liga kommen Mannschaften wie der SC Paderborn in dein Stadion. Sie sind dir egal, so nichtig, so schnuppe.

Ich betrete die Stehstufen meiner zweiten Heimat, der Gegner fällt mir kaum noch ein. Ich will ein bisschen Fußball gucken, na gut, nach dem Dienstags-Flop in St. Pauli fällt’s schwer, aber okay, das heute ist eine Zugabe, ein lockeres Spiel, ein souveränes 3:0, eben ein weiterer, langweiliger Schritt auf dem Weg zurück in Liga eins. Und wenn wir nicht gewinnen? Auch egal, denn durch den guten Start würden wir selbst bei einer Niederlage noch über dem vorgegebenen Soll liegen. Es ist also komplett sinnlos, den Abend im Ruhrstadion zu verbringen, zumal sich von meinen Stadionkollegen nicht ein einziger in die Kurve traut. Langweilig eben.

Spiele wie heute sind ganz, ganz lästige, nein sogar allerlästigste Pflichtaufgaben. Es sind harte Arbeitstage für die treuen Fußballfans. Denn genau wie im Job sind auch die hartgesottensten Treuen nicht immer gut drauf, nicht immer wohlgelaunt. Aber warum sollte man das auch sein, bei einem Spiel gegen Paderborn? Es geht gut los, unser „Ehemaliger“, Herr René Müller, köpft den Ball in Fahrenhorst-Manier zum 1:0 ins eigene Tor. Dabei bleibt es. Lange, ganz lange. So lange, dass ich irgendwann nach einer gespielten Stunde glaube, dass nichts mehr passiert. Die Stimmung ist – oh Wunder – richtig, richtig gut. Mein Lieblings-Sprechchor lautet „Ihr seid nur ein Dosenbier!“. Aber obwohl alle ganz laut singen, obwohl keiner pfeift, läuft von Sekunde zu Sekunde weniger zusammen auf dem Platz. Edu entwickelt sich zum Makaay der Liga zwei und trifft ganz und gar nichts mehr. Pallas, unser Rechtsverteidiger, jawohl, der Junge kann’s, der ist klasse. Da hat es sich wohl ausgecoldingt. Irgendwann, als Ndjeng in einem unspektakulären Spiel, das wir in der zweiten Hälfte seltsamerweise herschenken, für Paderborn zum 1:1 trifft, kommt das gar nicht einmal überraschend. Es ist peinlich, etwas. Aber nicht schlimm.

Paderborn und der verdiente eine Punkt. Es bleibt egal, nichtig, schnuppe.

*

Regel eins: Ich bin arrogant! Stimmt. Immer noch. Auch nach dem 1:1.

Regel zwei: Die zweite Liga ist mir egal. Und wie!

Regel drei: Texte gibt es nur im Notfall. Naja, ein Notfall ist dieses 1:1 gegen Paderborn nicht. Aber es ist gut geeignet, um ein paar grundsätzliche Tagebuch-Dinge für die aktuelle Saison zu klären.

Regel vier: Die zweite Liga tut weh. So ist’s.

Noch 22 Spieltage. Dann ist es endlich vorbei.

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