Es hat nicht gereicht

Für die Mülheimer Woche berichtete ich im Mai 1995 über das Fußball-Landesligaspiel zwischen dem BV Altenessen und dem VfB Speldorf (3:9). Dieses Spiel begann an einem Sonntag um 15 Uhr – und noch um 14.15 Uhr stand ich beim Jugendturnier in Mintard auf dem Platz. Als aktiver Spieler… Meine Eltern fuhren mit mir schnell nach Altenessen!

Einige Tippfehler (alte/neue Rechtschreibung) sind korrigiert. Ab (…) wurde der Text mit einer Vorschau aufs nächste Spiel sowie ein paar Zeilen über den Absteiger 1. FC Mülheim fortgesetzt, die ich nicht mitkopiere:

Es hat nicht gereicht! Das Fußball-Landesligateam des VfB Speldorf muss trotz des tollen 9:3 (3:1)-Sieges beim BV Altenessen am letzten Spieltag der Saison ein weiteres Jahr in der Landesliga spielen. (…)

Der letzte Spieltag der Saison war ein Spiegelbild des vergangenen Jahres. Während die Speldorfer Mannschaft überragenden Offensivfußball zeigte und die Altenessener Mannschaft an die Wand spielte, gewann Aufsteiger Borussia Wuppertal beim SC Cronenberg wieder einmal knapp mit 1:0 und machte alle grün-weißen Hoffnungen zunichte.

Trainer Hans-Günter Bruns verließ dennoch nicht traurig den Platz: „Neun Tore in Altenessen zu schießen, ist sensationell. Trotz des Nicht-Aufstiegs werden wir ein großes Fest feiern, da wir eine überragende Saison gespielt haben.“ Beim BVA profitierten die Grün-Weißen zwar davon, dass Jammann (35.) und Friedrich (67.) Platzverweise kassierten, dennoch aber zeigten sie den 150 mitgereisten Fans Klasse-Fußball. Die Tore markierten Holger Vössing (3), Jens Koppenborg (2), Frank-Dieter Baur (2), Christian Zeller und Oliver Kannengießer. In der nächsten Saison müssen die Speldorfer nun einen neuen Anlauf unternehmen und dann mit einem neuen Coach. Denn Hans-Günter Bruns wird den Verein – leider ohne Abschiedsgeschenk – verlassen. Der Nachfolger Ralf Quabeck wird dann auf einen Großteil der diesjährigen Stammspieler zurückgreifen können.

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0:0 in Mainz

Für DerWesten und die WAZ-Lokalredaktion Bochum berichtete ich aus dem Mainzer Stadion am Bruchweg über das Bundesligaspiel FSV Mainz 05gegen VfL Bochum (0:0) in der Saison 2009/2010.

Die Bochumer Einzelkritik gibt es hier („Freier und Heerwagen die besten Bochumer“).

Zu den Stimmen zum Spiel geht es hier.

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Mit Leib und Seele Lehrerin

Für die WAZ Velbert, Lokalseite Langenberg, berichtete ich am 18. August 2008 über Bärbel Seibel, seit 30 Jahren Lehrerin an der Grundschule Kuhstraße – und das in der Rubrik „Menschen in Langenberg“.

Zum Text im DerWesten-Archiv geht es hier.

Bärbel Seibel unterrichtet seit 30 Jahren an der Grundschule Kuhstraße. Sie hat sieben Jahrgänge von der ersten bis zur vierten Klasse begleitet und dabei einige Entwicklungen beobachtet.

Mit einem Kind an der Hand spaziert Bärbel Seibel Richtung Lehrerzimmer. Eigentlich hat sie jetzt Pause, vor einer Minute ertönte der Gong. Doch beim kleinen Erstklässler kullern die Tränchen. Seine Schwester hat ihn nicht abgeholt. Die erfahrene Lehrerin muss trösten und beruhigen. „Ist normal zu Beginn eines Schuljahres“, sagt sie.

Die 58-Jährige erlebt an der Grundschule Kuhstraße bereits den 30. Beginn eines Schuljahres. 30 Jahre Lehrerin in Langenberg! „Eine lange Zeit“, sagt Bärbel Seibel, lächelt zufrieden und legt dann die Stirn in Falten. „Ich habe“, sagt sie, „immer die Jahrgänge von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet. Das macht jetzt. . . sieben Jahrgänge.“ Selbst den Kindern ihrer ehemaligen Schüler bringt sie inzwischen das ABC bei. Und immer noch auf dieselbe Art. „Ich bin konsequent. Manche bezeichnen mich als streng“, sagt Seibel über sich selbst. Eine strenge, aber doch herzliche Lehrerin, die sich Gedanken macht. Die vergleicht, wie es war, damals, als sie anfing. „Damals haben die Kinder noch viel mehr draußen gespielt. Viele sitzen heute am Nachmittag vereinsamt vor ihren Konsolen.“ Wohin das führt? „Die Aufmerksamkeit hat nachgelassen. Ich meine, dass früher das Unterrichten einfacher gewesen wäre, obwohl ich in meiner Anfangsphase 35 bis 38 Kinder in einer Klasse hatte.“ 1978 fing sie an in Langenberg. Zu einer Zeit, als die Kinder zu Fuß zur Schule spazierten. Heute, erzählt Frau Seibel „kommt doch kaum noch einer so zur Schule.“ Zu einer Zeit, als es ein Telefon in der Schule gab – und das stand im Sekretariat. Inzwischen mussten die Lehrer ein Handyverbot auf dem Schulgelände aussprechen.

Trotz Handys, trotz Spielkonsolen ist Bärbel Seibel immer noch gern Lehrerin. Sie besucht Fortbildungen, um sich auf neue Konzepte wie „offene Schule“ einzustellen. Sie fährt immer noch mit auf Klassenfahrten. Dutzende waren es im Lauf ihrer Zeit, ob nach Bergneustadt, in die Eifel oder nach Nottuln. Ein Ereignis ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben: Zum 100-jährigen Bestehen der Schule ging’s für alle Schüler und Lehrer für ein Wochenende in eine Jugendherberge.

Das war für Frau Seibel bisher das Highlight ihrer Lehrerlaufbahn. Sie hat an der Kuhstraße vier Schulleiter erlebt. „Hier in Langenberg“, sagt sie, „ist heile Welt.“ Diese heile Welt will sie aber nur noch dreieinhalb Jahre erleben. Im kommenden Jahr beginnt Bärbel Seibels Altersteilzeit. Sie hat in ihrer Rente noch viel vor. Ihr großer Traum: Italienisch lernen und Studienreisen unternehmen – mit dem Jack-Russell-Terrier der Familie. Außerdem spekuliert sie auf Enkelkinder. „Eine Schwiegertochter habe ich bereits. . .“, sagt sie.

Dann gongt es. Die Pause ist vorbei. Bärbel Seibel kümmert sich wieder. Um „ihre“ 4 b und um Kinder, die später abgeholt werden. Sie ist eben mit Leib und Seele Lehrerin.

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Vorsprung schmilzt

Für die Mülheimer Woche berichtete ich im März 1996 über das Fußball-Landesligaspiel zwischen dem VfB Speldorf und Rot-Weiß Essen II (1:1). Einige Tippfehler (alte/neue Rechtschreibung) sind korrigiert, die Vorschau aufs nächste Spiel und ein paar Zeilen über Vatan Spor habe ich gekürzt, daher auch das Zeichen (…).

Je näher das große Ziel „Aufstieg“ rückt, umso schwerer tun sich die Spieler des Fußball-Landesligisten VfB Speldorf. Gegen den Vorletzten Rot-Weiß Essen II reichte es nur zu einem 1:1 (1:0). Die Konkurrenz für die Grün-Weißen kommt jetzt sogar aus der eigenen Stadt: Vatan Spor rückte auf den dritten Platz vor. (…)

Völlig außer sich war Ralf Quabeck, Trainer des VfB Speldorf, nach dem dürftigen Auftritt seiner Mannschaft gegen seine alte Mannschaft Rot-Weiß Essen II. „Das war eine totale Enttäuschung“, war Quabeck wütend auf sein Team nach dem 1:1. Lediglich der beste VfB-Akteur, Jörg Bruckmann, traf für die Grün-Weißen ins Schwarze (18.). Den Gegentreffer für die junge RWE-Truppe (sieben Spieler unter 21 Jahre) erzielte Robert Gawel (63.) vor 361 zahlenden Zuschauern am Blötter Weg. Die Speldorfer verließen nach 14 (!) Heimsiegen in Folge erstmals nicht als Gewinner den Platz am Blötter Weg. (…)

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Schalke. Lyon. Achtelfinale.

Für DerWesten und die WAZ-Lokalredaktion Gelsenkirchen berichtete ich über das Champions-League-Spiel zwischen dem FC Schalke 04 und Olympique Lyon (3:0).

Zur Schalker Einzelkritik geht es hier.

Zu einem Text über die Überraschungs-Aufstellung von Jermaine Jones geht es hier.

Zu einem Text über eine Aussage von Jens Lehmann und den begehrten Manuel Neuer geht es hier.

Die Stimmen zum Spiel sind hier zusammengestellt.

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