Ei ins Nest gelegt

Für die Mülheimer Woche berichtete ich im Herbst 1994 über das Landesligaspiel zwischen dem 1. FC Mülheim und Fortuna Bredeney (1:2). Manche Tippfehler (alte/neue Rechtschreibung) sind korrigiert, die Vorschau aufs nächste Spiel habe ich an dieser Stelle gelöscht, daher auch das Zeichen (…).

Rein in den Spielbericht:

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, brachte der sichtlich unglückliche Trainer des 1. FC Mülheim, Herbert Stoffmehl, nach der 1:2-Niederlage seines Teams gegen Fortuna Bredeney nur heraus. In der 88. Minute hatte Michael Pick, Bredeneys Torjäger, den Styrumern ein Ei ins Nest gelegt, das ihnen gar nicht schmecken dürfte. Zuvor hatte der Styrumer Sebastian Pierburg (55.) Michael Slomas (49.) Führung vor 170 Zuschauern ausgeglichen.

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0:0 – zu wenig

Im Februar 1995 berichtete ich für die Mülheimer Woche über das Fußball-Landesligaspiel VfB Speldorf gegen Wuppertaler SV II (0:0). Einige Tippfehler (alte/neue Rechtschreibung) sind korrigiert. Ab (…) wurde der Text mit einer Vorschau aufs nächste Spiel sowie ein paar Zeilen über den 1. FC Mülheim fortgesetzt, die ich nicht mitkopiere.

Kein einziger Treffer fiel in den Begegnungen der beiden Mülheimer Fußball-Landesligisten VfB Speldorf und 1. FC Mülheim am vergangenen Wochenende. Die Speldorfer spielten nur 0:0 gegen die zweite Mannschaft des Wuppertaler SV. (…)

„Ein Punkt ist zu wenig“, resümierte der Coach des VfB Speldorf, Hans-Günter Bruns, nach dem torlosen Remis seines Teams gegen die Zweitvertretung des Regionalligisten Wuppertaler SV. 350 Zuschauer waren am Blötter Weg Zeuge der Begegnung, in der dem VfB selbst gegen neun Gästespieler (Ruthmann und D. Tönnies hatten Gelb-Rot gesehen) kein Tor gelang. Ohne Frage hatten die von Karl-Heinz „Ali“ Höfer trainierten Wuppertaler das Unentschieden aber verdient. Die mit Akteuren aus dem Regionalliga-Team gespickte Elf hielt über 90 Minuten mit und hatte sogar die besseren Tormöglichkeiten. „Gegen so Mannschaften kann man einen Zähler abgeben“, so Bruns. Schade nur, dass der Rückstand auf Tabellenführer Borussia Wuppertal mittlerweile sechs Punkte beträgt und die Grün-Weißen Rang eins schon fast abhaken müssen.

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„Überragend!“

Für die Mülheimer Woche berichtete ich im Herbst 1994 über das Landesligaspiel zwischen dem VfB Speldorf und dem FSV Kettwig (8:0). Manche Tippfehler (alte/neue Rechtschreibung) sind korrigiert, die Vorschau aufs nächste Spiel habe ich an dieser Stelle gelöscht, daher auch das Zeichen (…).

 „Überragend!“ Der Trainer des Fußball-Landesligisten VfB Speldorf, Hans-Günter Bruns, fasste die Leistung seines Teams beim 8:0-Sieg gegen den FSV Kettwig in ein Wort.

Immerhin 200 Zuschauer waren bei strömendem Regen noch zum Blötter Weg gekommen, um sich abermals eine Fußball-Demonstration des VfB Speldorf anzusehen. Die Speldorfer Troika, Holger Maertin (3 Tore), Dirk Roenz (2 Tore) und Holger Vössing (2 Tore) war einmal mehr glänzend aufgelegt und belohnte eine Superleistung der gesamten Mannschaft. Den achten Treffer steuerte Dirk Westphal, ein Spieler des FSV, per Eigentor bei; nach Flanke von – Dirk Roenz. Leid tun konnte einem der Tabellenvorletzte: Neben der 0:8-Niederlage kassierte das Kettwiger Team zwei gelb-rote Karten (Udo Nebe, H. G. Florian). Zudem hatte es Glück, dass sich die Speldorfer den Luxus erlaubten, durch Roenz und Keeper Langela zwei Elfmeter zu verschießen (…).

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Der erste Löwen-Text

Im Frühjahr 1994 berichtete ich für die Mülheimer Woche über das Landesligaspiel zwischen dem altehrwürdigen 1. FC Mülheim (18 Jahre nach dem letzten Zweitligaspiel) und Duisburg 1900 (3:1) – meiner erster Bericht überhaupt über eine Mannschaft, die nicht VfB Speldorf hieß. Ritual nach allen FC-Heimspielen: Ich fuhr mit dem Fahrrad nach Styrum und hielt auf dem Rückweg am Nikolaus-Grill an der Duisburger Straße. Einmal Pommes, Currywurst, Majo bitte…

Einige Tippfehler (alte/neue Rechtschreibung) sind korrigiert (bestimt nicht alle), die Vorschau auf das nächste Spiel habe ich gelöscht, daher das Zeichen (…).

Das Landesliga-Team des 1. FC Mülheim gewann aufgrund einer starken Schlussoffensive gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft von Duisburg 1900 mit 3:1 (0:0).

Leider schlug der kurzfristig benannte Spieltermin am Samstag nicht ein: lediglich 120 Zuschauer kamen zur Moritzstraße.

Sorgen hatte also nicht nur der Schatzmeister, auch Coach Toni Burghardt wuchsen graue Haare: Neben Markus Rauschtenberger (Handverletzung) fielen Udo Rößler (Rückenprobleme) und Raschid Kartiou (Knie) aus. So saß neben Ersatzkeeper Marko Fuchs nur Roberto Piazza auf der Reservebank.

Und in der ersten Hälfte sah das Spiel der Löwen trostlos aus: Sie standen zwar hinten gut, scheiterten mit ihren Angriffen aber immer wieder an der DSV-Abwehr, die von Libero Andreas Kühn clever dirigiert wurde. Hier zeigte sich wieder das, was Burghardt kritisierte: „Wenn wir das Spiel auf den Ascheplatz verlegen, nehmen wir uns selbst den Heimvorteil.“ Der Platz ist nämlich sehr klein, und für Gäste-Teams ist es leicht, ohne Gegentor zu bleiben. Also: eine schwache erste Hälfte.

Die zweite Halbzeit begann zum Glück besser für die Styrumer: Gleich in der 47. Minute nutzte Markus Osterfeld eine Schusschance zu seinem dritten Saisontreffer. Und zudem schieden mit Ralf Balsam und Helge Funnemann gleich zwei DSV-Routiniers verletzt aus. Dass den Gästen dennoch der Ausgleich gelang, hatten sie einem haarsträubenden Deckungsfehler der Löwen zu verdanken. Karsten Kemnitz kam nach einer Flanke von Volker Dörr frei zum Kopfball und machte das 1:1.

Die 1900er konnten nun wieder hinten dicht machen und hatten vorne mit Andreas Dufen einen Stürmer, der den Ball exzellent halten und damit Zeit schinden kann. So musste Burghardt zum letzten Mittel greifen: Für Mittelfeldspieler Markus Steuke kam Stürmer Piazza (63.). Und der empfahl sich mit einer schwungvollen Partie für weitere Einsätze, denn dank Piazza rissen sich die Löwen zusammen, kamen durch Holger Wiederhold (75.) und Achim Meyer (82.) zu weiteren Treffern. Der Sieg hätte in der tollen Schlussoffensive sogar noch höher ausfallen können und war „dank der 2. Halbzeit verdient“, so Burghardt.

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Warum Freundschaften für Kinder wichtig sind

Ganz besonders stolz war ich auf die Titelgeschichte, die in der WAZ am Samstag, 20. September 2008, erschien. Dafür bekam ich eine Menge Lob. Ich bekam von der WAZ-Redaktion „Rhein-Ruhr“ (eine Station in meinem Volontariat) die Aufgabe: „Lass dir mal was im Vorfeld des Weltkindertags einfallen. Du bekommst auch viel Platz in einer Ausgabe am Samstag und hast zwei Tage Zeit.“

Also fuhr ich quer durch das Ruhrgebiet (logistisch äußerst schwierig!) und interviewte Kinder aller Altersklassen aus Herten, Mülheim, Essen und Witten zum Thema „Das ist mein Freund“. Die Kinder mussten jeweils etwas über ihren besten Freund sagen. Dabei entstanden herrliche Bilder, die Ihr im Link finden könnt.

Was dabei letztlich herausgekommen ist, steht hier. Zudem sprach ich mit einem Kinderpsychologen der Uniklinik Essen über die Bedeutung von Freundschaften. Der Text ist aber leider nicht mehr im DerWesten-Archiv zu finden.

Sie spielen gemeinsam Basketball, springen vom Hochbett auf die Matratze, sind nur beim Fechten Gegner, stehen auf Schalke. Und machen einfach alles gemeinsam!

Zusammenhalten! Das ist kein Fremdwort für den neunjährigen David Verhülsdonk und David Ewald (8) aus Herten. Und kein Fremdwort für viele andere beste Freunde. „Gemeinsam für Kinder” lautet das Motto des heutigen Weltkindertags. Eine Freundschaft ist mehr als nur gemeinsames Spielen. Hausaufgaben zusammen erledigen, lachen, streiten, sich wieder vertragen: Lektionen fürs Leben. Die zwei Davids zum Beispiel spielen gemeinsam Basketball bei den Hertener Löwen. David V. ist Viert-, David E. Drittklässler. Macht aber nix. Die beiden telefonieren häufig, übernachten gemeinsam in der Gartenhütte. Dort gibt es kein Licht – die beiden benutzen Taschenlampen. Gemeinsam gibt’s keine Angst. Unterschiedlich sind die Namen der Lieblings-Basketballspieler. David E. steht auf LeBron James, auf David V.’s Shirt steht „Iverson”, gemeint ist der Amerikaner Allen. Dicke Freunde gibt’s aber nicht nur in Herten. Sondern überall. Auch in Witten, Essen, Mülheim …

„Wir sind schon zwei Jahre im Kindergarten. Der ist an der Bergerstraße in Witten. Wir sind jetzt Vorschulkinder. Wir spielen zusammen gern in der Puppenecke. Und wir malen. Am liebsten esse ich Nudeln, Spagetti und Salat. Heute gab es im Kindergarten Kartoffeln, Möhren und Fisch. Manchmal streiten wir uns auch. Aber dann vertragen wir uns gaaaanz schnell schon wieder. Ich freue mich schon auf die Schule – ich weiß auch schon, wohin ich gehe.” Eva (5 Jahre alt, ) aus Witten über ihre Freundin Vanessa (5)

„Ich weeeiß noch nicht, auf welche Grundschule ich gehe. Das stimmt: Wenn wir uns streiten, vertragen wir uns wieder. Ich mag auch Nudeln, Spagetti und Salat. Ich spiele auch gern in Puppenecke und male. Wir gehen auch gern einkaufen oder in die Bücherei. Im Schwimmbad waren wir auch schon. Da bin ich eine blaue Rutsche runtergerutscht, da war mir ganz schön schwindelig. Uns werden auch immer Geschichten vorgelesen, die wir ganz gern hören.” Vanessa über ihre Freundin Eva

„Wenn ich aus meiner Haustür gehe, dann wohnt der Max hinten und dann links. Wir sind sehr gute Freunde und sehen uns eigentlich jeden Tag auf der Straße. Dann machen wir Sport. Tennis, Handball und Fußball. Max ist gut in Tennis und Fußball, ich in Handball. Dabei fällt mir gerade gar nicht ein, in welchem Verein. Auf jeden Fall haben wir bis jetzt gewonnen, gewonnen, gewonnen und gewonnen. Zweimal habe ich bei Max übernachtet. Da durften wir länger wach bleiben.” Niklas vom Bruck (7) über seinen Freund Max Lemke (7)

„Als Niklas bei mir übernachtet hat, sind wir von meinem Hochbett auf die Matratze gesprungen. Wir haben auch schon im Garten gezeltet und dann Steine verschoben. Niklas und ich gehen in die gleiche Klasse. Wir sind im zweiten Schuljahr. Die Grundschule liegt am Oemberg in Mülheim. Wir sitzen dort am gleichen Tisch. Niklas sitzt mir gegenüber. Ich bin etwas besser. Mein Lieblingsessen ist Pizza. Niklas mag Pommes und Mc Nuggets. Wir sind wirklich gute Freunde.” Max Lemke über seinen Freund Niklas vom Bruck

„Früher habe ich gar nicht in Essen-Rüttenscheid gewohnt. Sondern in Frohnhausen. Nach dem Umzug ging ich in die Käthe-Kollwitz-Grundschule. In die zweite Klasse. Karim und ich waren zunächst gar keine Freunde. Mit der Zeit hat sich das so ergeben. Inzwischen gehen wir gemeinsam auf das Burg-Gymnasium. Vom Wissen her ist er etwas besser. Wir spielen zusammen Fußball beim TuS Holsterhausen. Und wir fechten auch im gleichen Verein. Da sind wir auch mal Gegner. Aber nur im Training.” Fionn Sachße (10) über seinen Freund Karim Gruber (10)

„Auf dem Gymnasium sitzen wir leider nicht überall nebeneinander – sondern in den Fachräumen. Nur im Klassenraum nicht. Wir sehen uns jeden Tag in der Schule, zweimal pro Woche beim Fußball und einmal beim Fechten. Beim Fußball bin ich Verteidiger. Er spielt im linken Mittelfeld. Vor dem Sport gehe ich noch zu ihm, da sehen wir uns auch. Seit wann sind wir genau Freunde. . . Mal überlegen. . . Seit dem Ende der dritten Klasse würde ich sagen. Streit hatten wir bisher noch nicht.” Karim Gruber über Fionn Sachße

„Kennengelernt haben wir uns schon ganz früh. Da waren wir beide vier Jahre alt. Wir waren nicht im gleichen Kindergarten. Gesehen haben wir uns beim Fußballtraining des VfB Speldorf in Mülheim. Bei den Bambini war das. Wir waren nie in einer Klasse, sind auch jetzt nicht auf einer Schule. Trotzdem sehen wir uns fast jeden Tag. Auch wenn wir gerade kein Fußballtraining haben. Die Saison hat übrigens gut angefangen. In der D-Jugend haben wir alle Spiele gewonnen. Wir steigen auf! Gemeinsam!” Devin Kaiser (12) über seinen Freund Pascal Roenz (11)

„Wenn wir uns außerhalb des Fußballtrainings verabreden, dann gehen wir meistens raus – spielen dann zum Beispiel Inline-Hockey auf dem Schulhof. Devin geht auf die Gesamtschule, ich bin auf der Realschule. Beide sind wir auch große Schalke-Fans. Er trägt beim Training oft ein Rakitic-Trikot. Wir haben auch schon einmal ein Schalke-Training besucht. Leider waren wir noch nicht zusammen beim Spiel. Aber das geht ja auch nicht, denn da spielen wir meist selbst mit unserer D-Jugend.” Pascal Roenz über seinen Freund Devin Kaiser

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