9. September 2002 – Vatan-Bocholt 26 0:5 -„Ratlosigkeit bei Vatan: 0:5-Niederlage“

Am 9. September 2002 berichtete ich für die WAZ Mülheim über das 0:5-Debakel des Fußball-Landesligisten Vatan Spor Mülheim im Spiel gegen den SC Bocholt 26. Der Text hatte die Überschrift „Ratlosigkeit bei Vatan: 0:5-Niederlage“ und die Unterzeile „Landesliga-Reife fehlt den meisten Spielern – Torwart Kai Heutger sah die Rote Karte“.

Hier geht es zum Text:

Die „rote Laterne“ der Fußball-Landesliga wollte Vatan Spor so schnell wie möglich wieder loswerden. Doch an diese imaginäre Lampe müssen sich die Vatan-Fans wohl gewöhnen.

Nach der 1:3-Auftaktniederlage bei Adler Osterfeld kassierte Vatan im ersten Heimspiel gegen den SC Bocholt 26 eine 0:5 (0:1)-Niederlage. Nach dem Abpfiff standen Trainer und Vorstand ratlos beieinander. Unzufrieden sind alle, doch Lösungen hat niemand parat. Neue Spieler sollen her, doch Akteure mit großen Namen sind rar auf der Transferliste und die Kasse bei Vatan leer.

Deshalb muss Trainer Yücel Aslan erst einmal mit dem Kader auskommen, der ihm zurzeit scon zur Verfügung steht. 100 Zuschauer im Ruhrstadion überzeugten sich davon, dass den meisten Spielern des Aufgebots aber die Landesliga-Reife noch fehlt. „Nächste Woche werde ich meinen Kader von 25 Spieler auf 20 reduzieren“, kündigte Aslan nach dem Spiel an. Diese Maßnahme wirkt wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Das Spiel fing bereits schlecht an. Nach 45 Sekunden erzielte Youssef Salman das 1:0 für die Bocholter. Dass sie sich danach nicht bemüht hätte, ist der jungen Vatan-Elf nicht vorzuwerfen. Im Gegenteil: Alle elf Akteure versuchten ihr Bestes, doch das war gestern im Spiel gegen einen nicht einmal starken Gegner nicht gut genug. Die Angriffe bestanden meist nur aus planlos nach vorn geschlagenen Pässen, die Fehlerquote war enorm hoch. So hieß es in einem Spiel ohne Chancen zur Pause 0:1.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte reihte sich Ballverlust an Ballverlust. Youssef Salman entschied in der 57. Minute die Partie, indem er einen Foulelfmeter verwandelte (2:0).  Nun hatte das Spiel für die Bocholter Trainingscharakter. Sven Katemann (67.), Youssef Salman (84.) und Necati Demir (90./Foulelfmeter) erhöhten zum 5:0-Endstand, obwohl zwischendurch Nafi Haberci Gelb-Rot gesehen hatte (84.).

Die „rote Laterne“ bleibt also im Ruhrstadion. Und weil Rot die Farbe des Tages war, wollte Torwart Kai Heutger auch noch seinen Teil dazu beitragen. In der 89. Minute verpasste er nach Ansicht des Schiedsrichters Salman einen Tritt, flog vom Platz und fehlt vier Wochen. Als ob Trainer Aslan nicht schon genug Sorgen hätte.

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31. August 2002 – RW Mülheim-1. FC Mülheim 3:0 – „3:0-Auftaktsieg ohne Glanz“

In der Saison 2002/2003 berichtete ich über Fußballspiele aus ziemlich vielen Ligen und Wettbewerben. Bundesliga, Verbandsliga, Landesliga, DFB-Pokal – sogar ein Länderspiel war dabei. Auch in der Kreisliga A tummelte ich mich, und zwar genau einmal, und das direkt am allerersten Spieltag. Rot-Weiß Mülheim besiegte den 1. FC Mülheim mit 3:0. Die Überschrift lautete am 31. August 2002 „3:0-Auftaktsieg ohne Glanz“, die Unterzeile „Rot-Weiß wartete geduldig auf FC-Fehler“.

So geht der Text:

Als Top-Favorit eine Fußballsaison zu beginnen, ist nicht leicht. Der SV Rot-Weiß erfüllte seine Rolle am ersten A-Kreisliga-Spieltag souverän.

Mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg über den 1. FC Mülheim starteten die Rot-Weißen in die Saison – zweifelsohne ein verdienter, aber auch glanzloser Sieg.

Der Aufstiegsaspirant Nummer eins setzte nach 13 Minuten das erste Ausrufezeichen. Marco Donsbach brachte Rot-Weiß vor 120 Zuschauern in Führung. Die restlichen 77 Minuten sind leicht zu beschreiben. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel, warteten geduldig auf FC-Fehler. Zwei davon nutzten Raffael Viola (47.) und Hatem Guerbouj (85.) aus. In den letzten 20 Minuten hätten die Rot-Weißen spielend mehr Tore schießen können, doch sie vergaben einige Chancen.

Die Styrumer erarbeiten sich zwar sieben Ecken, doch ernsthaft in Gefahr brachten sie die Rot-Weißen zu keiner Sekunde. Für den Fairplay-Preis kommen übrigens schon jetzt beide Teams nicht mehr in Frage: Sergio de Sousa (55., RWM) und Ramazan Öztürk (FCM, 60., FCM) sahen Gelb-Rot.

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26. August 2002 – MSV-Hamborn II 3:3 – „Sechs Tore – aber trotzdem Magerkost“

Hach je, noch so ein Spiel, an das ich mich zehneinhalb Jahre später (im Januar 2013) nicht mehr erinnern kann. Ich nannte den Text zu einem Testspiel zwischen Mülheim 07 und Hamborn 07 II am 26. August 2002 „Sechs Tore – aber trotzdem Magerkost“.

So geht der Text:

Wer denkt, dass ein 3:3 (2:2) gleichbedeutend mit einem flotten und unterhaltsamen Spiel ist, der irrt gewaltig. Bestes Beispiel war der Fußball-Test zwischen den Bezirksligisten MSV 07 und Hamborn 07 II.

Für beide Mannschaften war dies vor 50 Zuschauern am Waldschlösschen der letzte Test. Doch zumindest Dieter Brüger, der Trainer des heimischen MSV, dürfte dem Saisonstart am nächsten Sonntag mit Grauen entgegen sehen.

Zum einen ist die Verletztenliste sehr lang. Leistungsträger wie Bilal Hamidovic und Stephan Giesbert sind kaum zu ersetzen. Giesbert brach sich den Zeh und fällt zum Saisonstart aus.

Zum anderen fehlen die spielerischen Mittel. Zwar betonte Brüger, dass „der Einsatz stimmt“, aber er sieht auch die negativen Seiten. „Die Vorbereitung war eine Katastrophe. Ich konnte nie meine Wunschformation testen.“ Wenigstens ist seine Mannschaft zu jeder Sekunde torgefährlich und traf durch Tim Peters (32./1:1), Reiner Seven (35., Foulelfmeter/2:1) und Heiko Gierok (75./3:3).

Und so fielen zwar sechs Tore, aber über weite Strecken boten beide Mannschaften langweilige Fußball-Magerkost.

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19. August 2002 – MSV 07-Heiligenhaus 1:1 – „Brennende Sonne und viel Staub – Sommerfußball am Waldschlösschen“

Heiß war’s, als ich am 19. August 2002 über das Testspiel zwischen den Bezirksligisten MSV 07 und SSVg Heiligenhaus am Mülheimer Waldschlösschen berichtete. Ein Lokalsport-Sonntag der Marke „Es ist so wenig los, dass wir sogar über solche Testspiele berichten“. Dementsprechend weiß ich über dieses Spiel knapp zehneinhalb Jahre später (im Januar 2013) genau …

… nichts mehr. Die Überschrift lautet „Brennende Sonne und viel Staub – Sommerfußball am Waldschlösschen“, die Unterzeile „MSV 07 und Heiligenhaus gingen nicht an die Leistungsgrenze“.

So geht der Text:

Wenn die Sonne brennt und die Staubwolken über die Ascheplätze wehen, dann macht Fußballfspielen nicht mehr viel Spaß.

Deshalb war es den Bezirksligateams des MSV 07 und der SSVg Heiligenhaus nicht zu verübeln, dass sie beim 1:1 (0:1) im Testspiel nicht an ihre Leistungsgrenze gingen.

Ein Königsreich für ein bisschen Flüssigkeit – trinken war das größte Bedürfnis der Spieler und der 50 Zuschauer am Waldschlösschen. Die Aktiven zog es zum Wasser-Eimer am Spielfeldrand, die Besucher an die Klubhaus-Theke.

Lediglich einer bewies Ausdauer und umrundete zur Analyse mehrfach den Platz: MSV-Trainer Dieter Brüger. Sein Team kam mit dem Landesliga-Absteiger zunächst nicht klar und geriet durch Carlo Brammertz in Rückstand (20.). Positives konnte Brüger in Halbzeit zwei beobachten: In der letzten halben Stunde erarbeitete sich sein Team einige Chancen und erzielte durch Christian Wien den verdienten Ausgleich (62.).

Die zwei besten Chancen vergab einer, der nach langer Pause sein erstes Spiel bestritt: Sven Bertold. Ihm war die fehlende Praxis deutlich anzumerken. Er wird in zwei Wochen beim Start nicht topfit sein. Das gilt auch für viele seiner Mitspieler. „Eigentlich müssten wir zu diesem Zeitpunkt zwei Schritte weiter sein“, sagt Brüger. Doch aufgrund der fehlenden Urlauber und der Hitze mochte er gestern nicht meckern.

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8. April 2002 – Heimaterde C1-Düsseldorf C1 1:5 – „Jugendspiel geriet völlig aus den Fugen“

Ja, ich habe auch über C-Jugendspiele berichtet – so wie am 8. April 2002. Aber immer war’s der Niederrheinpokal und immerhin spielte Olcay Sahan mit. Der ist inzwischen türkischer Nationalspieler und gehörte damals zum Kader der Düsseldorfer Fortuna. Das Spiel habe ich nicht vergessen. Sechs Tore, zwei Platzverweise, ein Elfmeter, mächtig viele Fehlentscheidungen und fluchende 14-Jährige. Beste Fußball-Unterhaltung mit der Überschrift „Jugendspiel geriet völlig aus den Fugen“. Die Unterzeile: „Zwei TSV-Spieler flogen vom Platz – 1:5-Niederlage“.

So geht der Text:

Das Stadion am Finkenkamp bildete in Kombination mit dem Wetter eine tolle Kulisse für das Niederrheinpokalduell zwischen den C-Jugendfußballern des TSV Heimaterde (Leistungsklasse) und der Düsseldorfer Fortuna (Niederrheinliga). Doch das Spiel hielt nur vor der Pause, was es versprach.

Das Ergebnis vorweg: Für den TSV war die dritte Runde die Endstation. Die Fortuna setzte sich vor 120 Zuschauern mit 5:1 (0:1) durch. Doch trotz des eindeutigen Resultats erinnerten die Minuten nach dem Abpfiff an ein hitziges Derby zwischen Schalke und Dortmund. TSV-Spieler gaben Schiedsrichter Heemsoth die Hand und meinten ironisch: „Gut gepfiffen!“ Eltern beschwerten sich lautstark. Stein des Anstoß waren Fehlentscheidungen des Schiedsrichters nach dem Seitenwechsel.

Dabei hatte die Partie für den klassentieferen Außenseiter Heimaterde glänzend angefangen. Torjäger Moritz Peter brachte den TSV bereits nach vier Minuten in Führung. Es entwickelte sich ein sehenswertes Fußballspiel. Die Düsseldorfer überzeugten durch gute Kombinationen, die Mülheimer hielten mit einem unbändigen Einsatzwillen dagegen. Die besseren Chancen hatten die Gäste. Sebastian Schweers scheiterte an der Latte (11.) und Olcay Sahan zweimal freistehend (22./25.).

Kaum hatte die zweite Hälfte angefangen, entschied Heemsoth nach einem Foul des Mülheimers Florian Döpping an Schweers auf Elfmeter – zu hart. Oliver Rademacher verwandelte (39.). Kurze Zeit später erhöhten Sahan (45.) und Schweers (47.) auf 3:1. Beide Tore wurden aus abseitsverdächtiger Position erzielt. Je mehr Fehler sich der Unparteiische erlaubte, desto lauter wurden die TSV-Proteste. Zu heftig meckerten Nevzat Tatoglu und Moritz Peter. Sie sahen in der 63. Minute Rot. Die Düsseldorfer blieben ruhig und erhöhten durch Schweers (53.) und Daniel Rey Alonso (66.) zum 5:1-Endstand.

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