{"id":984,"date":"2011-09-01T12:47:46","date_gmt":"2011-09-01T12:47:46","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=984"},"modified":"2011-11-07T12:59:48","modified_gmt":"2011-11-07T12:59:48","slug":"984","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=984","title":{"rendered":"Hinter Huchting ist ein Graben"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\">Dieser Text \u00fcber ein Element-of-Crime-Konzert im K\u00f6lner Palladium am 19. M\u00e4rz 2006 entstand neun Tage sp\u00e4ter am 28. M\u00e4rz 2006 auf dem R\u00fcckweg vom Ausw\u00e4rtsspiel des VfL Bochum beim SC Freiburg, einem ekelhaften Zweitliga-0:0 an einem regnerischen Schwarzwald-Fr\u00fchlings-Montag &#8211; deshalb ist es auch ein Text mit einer doppelten Erz\u00e4hlebene geworden.<\/span><em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span><br \/>\n<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Die ICE-Sitze vor mir sind mit einem blauen Stoff versehen. Ein Stoff mit wei\u00dfen Punkten. Deutsche Bahn eben. Ich sitze entgegen der Fahrtrichtung, obwohl ich das eigentlich gar nicht mag. Auf der rechten Seite fliegt die Landschaft zwischen Frankfurt und Mannheim vorbei. Die Felder sind schon gr\u00fcn, ist ja auch Ende M\u00e4rz, die Temperaturen mild geworden, erstaunlich, ich dachte, der Winter h\u00e4lt ewig. Der ICE hat aufgrund einer technischen St\u00f6rung eine halbe Stunde Versp\u00e4tung angeh\u00e4uft, weshalb ich Freiburg erst um 14.30 Uhr erreiche. Egal, sind noch ein paar Stunden bis zum Ansto\u00df. Meinen VfL-Bochum-Schal habe ich mir vorhin fest um meinen Hals gebunden und das linke Ende des VfL-Schals mit dem Wappen des Vereins auf meinem Herzen platziert. Mir ist heute danach. Auf dem Sitz links neben mir liegt meine Laptoptasche und eine leere Kamps-Br\u00f6tchent\u00fcte. Mein Fr\u00fchst\u00fcck bestand aus einem Schoko-Croissant und einem Schoko-Wuppi. Es f\u00e4ngt an zu regnen, zu tr\u00f6pfeln, w\u00e4hrend wir gerade den Bahnhof Biblis \u00fcberholen. Wie die gr\u00fcnen Datenz\u00fcge in der Matrix-Trilogie laufen die Regentropfen auf der Fensterscheibe um die Wette &#8211; und ich bin froh, im Zug zu sitzen.<\/span><\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Wenn nicht jetzt Element of Crime h\u00f6ren, wann dann?<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Noch anderthalb Stunden Zeit. Konzerte am Sonntag sind bei mir eine einzige Hetzerei. Heute Mittag musste ich leiden. Sehr, sehr leiden. Eigentlich h\u00e4tte ich mit meinem Bruder Thommy das VfL-Spiel gegen Brauschweig besuchen wollen, aber die Redaktionsdisziplin zwang mich dazu, in M\u00fclheim das Landesligaspiel Union M\u00fclheim gegen Turngemeinde Hilgen zu ertragen. W\u00e4hrend ich auf dem Grash\u00fcgel neben dem Union-Platz stand und auf die h\u00e4ssliche M\u00fclheimer Skyline in der Fr\u00fchlings-Sonne blickte, schickten mir meine VfL-Kollegen eine sms nach der anderen. Nacheinander &#8222;1:0 Zwetschke&#8220;, &#8222;2:0 Edu&#8220;, &#8222;3:0 Misimovic&#8220;, &#8222;4:0 Zdebel&#8220;, zwischendurch noch so ein paar Messerstiche a la &#8222;Die Jungs spielen ganz gro\u00dfes Tennis heute&#8220; oder &#8222;kaum zu glauben, dass die beiden Mannschaften in derselben Liga spielen&#8220;. Gl\u00fcckwunsch. Union verlor, ich musste sie zerrei\u00dfen. H\u00e4tte ich doch freigenommen&#8230;<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Okay, Zeilen kloppen. Schnell, schnell, schnell. Zwischendurch als Motivationshilfe auf die Eintrittskarte schauen. &#8222;Element of Crime&#8220; steht darauf, im Palladium. Da bin ich noch nie gewesen. Es ist ein Abend mit mehreren Premieren. Palladium, klar, zum ersten Mal mit meinem Onkel Uwe bei einem Konzert und der schlie\u00dflich feiert sein Deb\u00fct bei einem Element-of-Crime-Auftritt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>&#8222;Ich schreibe meinen Namen auf Papier &#8211; nur so&#8220;, rattert Sven Regener in die Kopfh\u00f6rer meines Discman und wir &#8222;erreichen in wenigen Minuten Mannheim Hauptbahnhof&#8220; der Schaffner. &#8222;&#8230; und falte mir daraus ein sch\u00f6nes Gl\u00fcck&#8220;. Ruhige Gitarrenkl\u00e4nge von Jakob Ilja, wunderbar, wunderbar, wunderbar. &#8222;Nur so&#8220;, gar keins von meinen Lieblingsliedern, passt jetzt aber. Haben sie gar nicht gespielt in K\u00f6ln.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Draufschauen. Auf die Uhr. Ich schaff&#8217;s. Schnell die letzten Buchstaben eintippen, mir &#8222;viel Spa\u00df&#8220; von den Kollegen w\u00fcnschen lassen und rein in den \u00fcberf\u00fcllten Regionalexpress h\u00fcpfen. Es klappt, der ist sogar p\u00fcnktlich. In K\u00f6ln-M\u00fclheim springe ich in ein Taxi, bezahle sechs Euro f\u00fcr die paar Meter zum Palladium. &#8222;Gestern war Kelly Clarkson hier&#8220;, sagt der Taxifahrer, ohne dass ich ihn um eine Geschichte gebeten h\u00e4tte. Drau\u00dfen ist es schon lange dunkel &#8211; und kalt. &#8222;Hab noch nie so viele 16-J\u00e4hrige auf einmal gesehen.&#8220; 16-J\u00e4hrige! Die gibt es heute wohl nicht. Thommy ruft an. &#8222;Wo bist Du?&#8220; &#8222;In zwei Minuten da!&#8220; &#8222;Wir stehen noch vor dem Eingang, aber weit vorn. Kannst Dich bei uns einreihen.&#8220; &#8222;Mach ich.&#8220; Ich steige aus dem Taxi, blicke auf das Harald-Schmidt-Studio. Die Show wird direkt gegen\u00fcber aufgezeichnet. Palladium. 4000 Pl\u00e4tze. VIERTAUSEND! Einst, vor ein paar Jahren, fuhren Thommy und ich noch in die Kulturfabrik Krefeld, als Element of Crime gerade einmal 700 Tickets absetzten. Jetzt hat Sven Regener zwei Bestseller ver\u00f6ffentlich und in der Post-&#8222;Herr Lehmann&#8220;-und-&#8222;Neue Vahr S\u00fcd&#8220;-\u00c4ra gibt es eine Hunderte Meter lange Schlange vor dem Eingang. Ich bezahle den Taximann, schaue mich um. &#8222;Hallo&#8220;, winkt Thommy. Heyahossa, super geklappt. Die stehen zwanzig Minuten, ich zwanzig Sekunden, so geht&#8217;s. Schnell &#8222;Spitzenreiter, Spitzenreiter&#8220; gebr\u00fcllt, vom grandiosen 4:0-Sieg des VfL erz\u00e4hlt, Uwe begr\u00fc\u00dft und dann z\u00e4hlt nur noch Element of Crime. Uwe bringt die Jacken weg, Thommy bestellt Massen an K\u00f6lsch und eine Cola. Und ich schlie\u00dfe die Augen und genie\u00dfe. Mein erstes Konzert in diesem Jahr. Mein erstes. Mein unendlichstes Element-of-Crime-Event. Ich wei\u00df, was mich erwartet. Romantische, manchmal frustrierte, manchmal depressive, aber immer sch\u00f6ne Musik. Fantastische Gitarrent\u00f6ne von Jakob Ilja, ein charismatischer Sven Regener. Songs zum Mitwippen, nicht zum Herumh\u00fcpfen. Romantik.<\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>&#8222;Wo ist der Gott, der uns liebt? Ist der Mensch, der uns traut, ist die Flascheeee, die uns w\u00e4rmt, wenn der Morgen graut?&#8220;, fragt, ja fl\u00fcstert Sven Regener fast. Mannheim Hauptbahnhof liegt hinter uns, n\u00e4chster Halt ist Karlsruhe. Wir haben zehn Minuten der Versp\u00e4tung aufgeholt, der Zug f\u00e4hrt 221 km\/h. Es regnet nicht mehr, aber es ist noch bew\u00f6lkt genug, um Element of Crime super zu finden. &#8222;\u00dcber Nacht&#8220; ist das n\u00e4chste Lied auf meiner gestern selbst gebrannten &#8222;Best-of-Element-of-Crime&#8220;-CD. Ich sitze im Raucherabteil und vor mir qualmt tats\u00e4chlich jemand. Es ist mir egal heute. Versetzt mich eher noch in Konzertstimmung. Element im Ohr, Fluppen in der Nase. Wie damals, am 19. M\u00e4rz.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Ich habe meine Arbeitstasche noch dabei und klemme sie zwischen meine Beine. Wir sind ein bisschen sp\u00e4t dran und bekommen einen Stehplatz an der linken Au\u00dfenseite, mit gutem Schr\u00e4gblick zur etwa zwanzig Meter entfernten B\u00fchne. &#8222;Home of the lame&#8220;, die Vorband, nehmen wir nur beil\u00e4ufig wahr. Thommy verschwindet zwischendurch zum Bierstand, Nachschub ordern. &#8222;Ich bin gespannt&#8220;, sagt Uwe, der bislang nur die neueste Scheibe kennt. Die Karte haben mein Bruder und ich ihm zu Weihnachten geschenkt. Da er jetzt um die Ecke wohnt, liegt das auch ziemlich nah. Minuten verrinnen; obwohl ich wei\u00df, was kommt, werde ich nerv\u00f6s. Die Momente, bevor die Lichter ausgehen, die Momente, bevor die Hauptband des Abends die B\u00fchne betritt, es kribbelt so sch\u00f6n. &#8222;Hauptsache, sie spielen Stra\u00dfenbahn des Todes&#8220;, sagt Thommy. &#8222;Mein derzeitiges Lieblingslied.&#8220; Ich hab keine Anforderungen. Erstmals bei einem Konzert. Die Jungs machen das schon gut.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Psst&#8230;. ich glaub, da tut sich was. Ich glaub&#8230; jaaaaa, Arme hoch, klatschen, vier M\u00e4nner schleichen auf die B\u00fchne, Sven Regener rei\u00dft am Mikrofon die Arme hoch und br\u00fcllt laut &#8222;Ro &#8211; man &#8211; tiiiik&#8220;. Hat er schon beim letzten Konzert getan, nicht neu also, aber immer wieder witzig. Betrunken ist er diesmal nicht, wie Thommy und ich sofort bemerken. Zwischen Mitte 20 und Mitte 30 &#8211; das ist die Hauptgruppe der Element-of-Crime-H\u00f6rer. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck haken die vier Elemente ihre Playlist ab. Der Applaus ist laut, zwischendurch ruft Regener immer wieder &#8222;R O M A N T I K &#8220; !! Nach &#8222;Delmenhorst&#8220; \u00e4ndert er das kurzzeitig in &#8222;DELMENHOOORST!&#8220; Schnell wird wieder klar: Das musikalische Genie dieser Band ist Gitarrist Jakob Ilja. &#8222;Er verleiht der Band ihren Sound&#8220;, sagt Onkel Uwe ruck, zuck. Immer wieder blendet der Scheinwerfer auf den unscheinbaren Kerl, der es sich links auf der B\u00fchne gem\u00fctlich gemacht hat. Sensibel spielt er seine Soli, begleitet den Bandrest. Klasse. St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zum Tr\u00e4umen, zum Mitdenken. In einer weiteren kurzen Pause zwischendurch meint Uwe: &#8222;Dass es so etwas heute noch gibt. Intelligente Texte auf Deutsch&#8230;&#8220; &#8222;Stra\u00dfenbahn des Todes&#8220; ist das erste Lied und Thommy w\u00fcrde am liebsten sofort nach Hause gehen. &#8222;Wo die Neurosen wuchern, will ich Landschaftsg\u00e4rtner sein&#8220; &#8211; das sind doch wahre Liedzeilen, oder? Punktgenau zwei Stunden bleiben Element of Crime, werden viermal aus ihrer Kabine wieder hinausgeklatscht, bis Sven Regener &#8222;Kommt gut nach Hause&#8220; sagt.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Es ist wie immer. Siehe oben: Und ich schlie\u00dfe die Augen und genie\u00dfe. Mein erstes Konzert in diesem Jahr. Mein erstes. Mein unendlichstes Element-of-Crime-Event. Ich wei\u00df, was mich erwartet. Romantische, manchmal frustrierte, manchmal depressive, aber immer sch\u00f6ne Musik. Fantastische Gitarrent\u00f6ne von Jakob Ilja, ein charismatischer Sven Regener. Songs zum Mitwippen, nicht zum Herumh\u00fcpfen. Romantik.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Abschlussapplaus. Riesig. &#8222;Die Liste der Lieder, die sie nicht gespielt haben, ist l\u00e4nger als die Playlist&#8220;, stellt Thommy fest. &#8222;Ist aber nicht schlimm.&#8220; Meine Lieblingslieder kamen alle nicht, daf\u00fcr das komplette neue Album &#8222;Mittelpunkt der Welt&#8220;. Die alten Sachen wie &#8222;Wei\u00dfes Papier&#8220; sang ich umso inbr\u00fcnstiger mit. Und den gef\u00fchlten H\u00f6hepunkt &#8222;Jetzt musst Du springen&#8220;. &#8222;Das ist ganz anders als das Album. Eine Liveband, eindeutig. Die muss man live gesehen haben.&#8220; Uwes Fazit k\u00f6nnte nicht besser sein. Gl\u00fccklich und zufrieden verlassen wir das Palladium. Schauen kurz aufs Harald-Schmidt-Studio und kehren zum Bahnhof K\u00f6ln-M\u00fclheim zur\u00fcck. Thommy pennt bei Uwe. Ich fahre noch nach Hause. Hab die Element-CD in der Tasche und werde sie auf dem Weg zur\u00fcck gen\u00fcsslich h\u00f6ren.<\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>&#8222;Du wei\u00dft, dass dein Vater Dich fragt, wird er das bringen? Und es endloser Menge ert\u00f6nen die Rufe: Jetzt musst du springen.&#8220;. Ich habe den H\u00f6hepunkt des Konzerts gerade noch einmal aufgelegt. Kurz vor Karlsruhe Hauptbahnhof scheint die Sonne. Sollte es noch ein richtig sch\u00f6ner Abend werden? Eigentlich ist es egal. Meine Stimmung ist nach diesen Element-Eindr\u00fccken superklasse, der VfL kann sich sogar eine 0:10-Niederlage erlauben und Freiburg soll eine wunderwundersch\u00f6ne Stadt sein. Schlimmer kanns kaum werden.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Um kurz vor eins schlie\u00dfe ich meine Haust\u00fcr auf. Um kurz nach eins ist eine Beschwerdemail an die Bahn formuliert. Der Inhalt:<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>&#8222;23.45 Uhr: Ich weilte an diesem Abend beim Konzert der Band &#8222;Element of Crime&#8220; im K\u00f6lner Palladium. Um 23.45 Uhr habe ich meine Jacke endlich abgeholt; ich wei\u00df, dass ich noch 14 Minuten habe, um zum Bahnhof K\u00f6ln-M\u00fclheim zu laufen (mangels Taxi). Wer K\u00f6ln kennt, der wei\u00df, dass der Weg nur im Dauerlauf in dieser Zeit zu absolvieren ist (die Eintrittskarte kann ich Ihnen gerne zeigen, den Zeitpunkt des Konzertendes k\u00f6nnen sie bei 3000 Besuchern nachfragen). 23.59 Uhr: Als der RE einf\u00e4hrt, komme ich am Bahnsteig gerade noch rechtzeitig an und steige ein. Um ein Ticket zu kaufen, blieb keine Zeit mehr. Au\u00dfer Puste setze ich mich in den ersten Wagen. 0.02 Uhr: Meine in K\u00f6ln wohnenden Verwandten rufen bei mir an (auch das ist nachpr\u00fcfbar), um sich zu erkundigen, ob ich es noch in den Zug geschafft habe. 0.04 Uhr: Das Telefonat ist zu Ende, ich stehe auf, um den Schaffner zu suchen. Er steht zehn Meter weiter. Ich will nachl\u00f6sen &#8211; er lehnt ab. Nachdem er meinen Personalausweis begutachtet hat, verknackt er mich zu 40 Euro und tr\u00e4gt 0.06 Uhr ein (da ist er fertig; auch das ist nachpr\u00fcfbar). Als ich ihm meine Geschichte erz\u00e4hle, l\u00e4chelt er mich an und tr\u00e4gt eiskalt &#8222;keine Kulanz&#8220; ein (siehe Zettel). Dass er scheinbar selbst wenig Ahnung hat, zeigt der Eintrag &#8222;ab Langenfeld Studentenausweis&#8220;. Im RE gilt erst ab D\u00fcsseldorf-Benrath der VRR-Tarif. Fazit: Wieder einmal haben die Kontrolleure kein gutes Bild abgegeben. Dieser Schaffner war ein besonders arrogantes Exemplar. Ich habe in meiner Zeit als langj\u00e4hriger Bahncard-Kunde (auch das ist nachpr\u00fcfbar) schon einige erlebt. Ich war sichtbar verschwitzt und au\u00dfer Puste, ich bin dem Schaffner entgegengelaufen und konnte nachweisen, dass ich beim Konzert war und keine Zeit hatte, ein Ticket zu ziehen.&#8220;<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>So richtig gut ging der Abend dann doch nicht aus.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Schnell noch &#8222;Delmenhorst&#8220; aufgelegt. &#8222;Hinter Huchting ist ein Graben, in den sich einer \u00fcbergibt.&#8220; Ach, ist doch auch egal. Noch eine Stimmung, auf die keine Band besser passt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Noch zwei Stunden h\u00e4lt mein Laptop-Akku. Ich sollte die Schilderung jetzt abbrechen, da ich auf der R\u00fcckfahrt den VfL-Tagebuch-Bericht noch schreiben will. Noch Stunden k\u00f6nnte ich den Abend in K\u00f6ln Revue passieren lassen, der seit einer Woche Vergangenheit ist. Lasst mich meinen Bericht mit einem 1:0-Berichterstattungssatz beenden:<\/span><\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Bei der n\u00e4chsten Element-of-Crime-Tour bin ich wieder dabei.<\/span><\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Toll, ne?<\/span><\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Text \u00fcber ein Element-of-Crime-Konzert im K\u00f6lner Palladium am 19. M\u00e4rz 2006 entstand neun Tage sp\u00e4ter am 28. M\u00e4rz 2006 auf dem R\u00fcckweg vom Ausw\u00e4rtsspiel des VfL Bochum beim SC Freiburg, einem ekelhaften Zweitliga-0:0 an einem regnerischen Schwarzwald-Fr\u00fchlings-Montag &#8211; deshalb &hellip; <a href=\"https:\/\/andreasernst.com\/?p=984\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,121,9],"tags":[140,197],"class_list":["post-984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-konzerte","category-musik","tag-element-of-crime","tag-musik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=984"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/984\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":988,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/984\/revisions\/988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}