{"id":3687,"date":"2012-01-23T14:47:56","date_gmt":"2012-01-23T13:47:56","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=3687"},"modified":"2014-01-23T14:54:22","modified_gmt":"2014-01-23T13:54:22","slug":"28-oktober-2005-vfl-sc-paderborn-11-dosenbier-kann-fusball-spielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=3687","title":{"rendered":"28. Oktober 2005 &#8211; VfL-SC Paderborn 1:1 &#8211; &#8222;Dosenbier kann Fu\u00dfball spielen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Noch 22 Spiele bis zur Bundesliga&#8220; steht \u00fcber dem Blog-Eintrag, den ich am 28. Oktober 2005 zum Zweitligaspiel zwischen dem VfL und dem SC Paderborn verfasste. Endstand: 1:1. Auf die \u00dcberschrift bin ich bis heute stolz&#8230;<\/p>\n<p><strong>Hier geht es zum Text, den ich &#8222;Dosenbier kann Fu\u00dfball spielen&#8220; nannte und mit der Unterzeile &#8222;,Und schon wieder ungeschlagen VfL&#8216; und andere Peinlichkeiten&#8220; versah:<\/strong><\/p>\n<p>Lasst mich ein paar Worte zur 2. Bundesliga sagen, naja, ein paar Regeln f\u00fcr die laufende Saison eher.<\/p>\n<p>Regel eins: Ich bin arrogant. Ich bin schei\u00dfe arrogant. Seit dem ersten Trainingstag lautet mein Motto &#8222;Mit dieser Mannschaft d\u00fcrfen wir in dieser Saison kein Spiel verlieren&#8220;. Wahnsinn, dass ich nach elf Spieltagen immer noch meine Schnauze gro\u00df nennen und &#8222;Und schon wieder ungeschlagen VfL&#8220; sowie als Begr\u00fc\u00dfungschor bei jedem Telefonat &#8222;Spitzenreiter! Spitzenreiter! HEYHEY!&#8220; br\u00fcllen darf.<\/p>\n<p>Regel zwei: Die zweite Liga ist mir egal. Fragt mich nach dem augenblicklichen Tabellenstand &#8211; und ich wei\u00df ihn nicht. Das einzige, was mich juckt, ist der Vorsprung auf Platz vier. Nicht mehr, nicht weniger. Die Paarungen des aktuellen Spieltages und die Zwischenst\u00e4nde an den Anzeigetafeln \u00e4h Videow\u00e4nden sind mir total schei\u00dfegal. Und dem Rest in der Ostkurve \u00fcbrigens auch. Ja, wir nehmen die zweite Liga nicht ernst. Und fahren verdammt gut damit.<\/p>\n<p>Regel drei: Texte gibt es nur im Notfall. Es f\u00e4llt mir einfach verdammt schwer, mir etwas Kreatives f\u00fcr die Spiele der 2. Bundesliga auszudenken. Es sind Gegner wie Ahlen (!), Paderborn (!!) und bald kommt Burghausen (!!!), das w\u00e4re dann wirklich Plattenplatzverschwendung auf Webservern. Da belasse ich es lieber bei zwei, drei Schnappsch\u00fcssen mitten aus dem Spiel.<\/p>\n<p>Regel vier: Die zweite Liga tut weh. Wie geht der Spruch? Nur wer die Bitternis der Niederlage geschmeckt hat, wei\u00df die S\u00fc\u00dfe des Sieges zu genie\u00dfen!? Oh ja, Niederlagen hatte ich genug in meinem Leben. F\u00fcnf Abstiege, eieieieiei. Doch der f\u00fcnfte, er tat sehr, sehr weh und er tut immer noch sehr, sehr weh. Bitternis der Niederlage, oh wie wahr. Die letzten drei Jahre bereiste ich die gro\u00dfen WM-Stadien Deutschlands, die gro\u00dfen St\u00e4dte, von M\u00fcnchen bis Hamburg, von Berlin bis Stuttgart, von Dortmund bis Bremen. Und nun ist alles das ein Jahr, ein paar Kilometer weit weg. Weg! Weg! Weg!<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>In der zweiten Liga kommen Mannschaften wie der SC Paderborn in dein Stadion. Sie sind dir egal, so nichtig, so schnuppe.<\/p>\n<p>Ich betrete die Stehstufen meiner zweiten Heimat, der Gegner f\u00e4llt mir kaum noch ein. Ich will ein bisschen Fu\u00dfball gucken, na gut, nach dem Dienstags-Flop in St. Pauli f\u00e4llt&#8217;s schwer, aber okay, das heute ist eine Zugabe, ein lockeres Spiel, ein souver\u00e4nes 3:0, eben ein weiterer, langweiliger Schritt auf dem Weg zur\u00fcck in Liga eins. Und wenn wir nicht gewinnen? Auch egal, denn durch den guten Start w\u00fcrden wir selbst bei einer Niederlage noch \u00fcber dem vorgegebenen Soll liegen. Es ist also komplett sinnlos, den Abend im Ruhrstadion zu verbringen, zumal sich von meinen Stadionkollegen nicht ein einziger in die Kurve traut. Langweilig eben.<\/p>\n<p>Spiele wie heute sind ganz, ganz l\u00e4stige, nein sogar allerl\u00e4stigste Pflichtaufgaben. Es sind harte Arbeitstage f\u00fcr die treuen Fu\u00dfballfans. Denn genau wie im Job sind auch die hartgesottensten Treuen nicht immer gut drauf, nicht immer wohlgelaunt. Aber warum sollte man das auch sein, bei einem Spiel gegen Paderborn? Es geht gut los, unser &#8222;Ehemaliger&#8220;, Herr Ren\u00e9 M\u00fcller, k\u00f6pft den Ball in Fahrenhorst-Manier zum 1:0 ins eigene Tor. Dabei bleibt es. Lange, ganz lange. So lange, dass ich irgendwann nach einer gespielten Stunde glaube, dass nichts mehr passiert. Die Stimmung ist &#8211; oh Wunder &#8211; richtig, richtig gut. Mein Lieblings-Sprechchor lautet &#8222;Ihr seid nur ein Dosenbier!&#8220;. Aber obwohl alle ganz laut singen, obwohl keiner pfeift, l\u00e4uft von Sekunde zu Sekunde weniger zusammen auf dem Platz. Edu entwickelt sich zum Makaay der Liga zwei und trifft ganz und gar nichts mehr. Pallas, unser Rechtsverteidiger, jawohl, der Junge kann&#8217;s, der ist klasse. Da hat es sich wohl ausgecoldingt. Irgendwann, als Ndjeng in einem unspektakul\u00e4ren Spiel, das wir in der zweiten H\u00e4lfte seltsamerweise herschenken, f\u00fcr Paderborn zum 1:1 trifft, kommt das gar nicht einmal \u00fcberraschend. Es ist peinlich, etwas. Aber nicht schlimm.<\/p>\n<p>Paderborn und der verdiente eine Punkt. Es bleibt egal, nichtig, schnuppe.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Regel eins: Ich bin arrogant! Stimmt. Immer noch. Auch nach dem 1:1.<\/p>\n<p>Regel zwei: Die zweite Liga ist mir egal. Und wie!<\/p>\n<p>Regel drei: Texte gibt es nur im Notfall. Naja, ein Notfall ist dieses 1:1 gegen Paderborn nicht. Aber es ist gut geeignet, um ein paar grunds\u00e4tzliche Tagebuch-Dinge f\u00fcr die aktuelle Saison zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Regel vier: Die zweite Liga tut weh. So ist&#8217;s.<\/p>\n<p>Noch 22 Spieltage. Dann ist es endlich vorbei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Noch 22 Spiele bis zur Bundesliga&#8220; steht \u00fcber dem Blog-Eintrag, den ich am 28. Oktober 2005 zum Zweitligaspiel zwischen dem VfL und dem SC Paderborn verfasste. Endstand: 1:1. 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