{"id":3523,"date":"2011-11-16T01:19:28","date_gmt":"2011-11-16T00:19:28","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=3523"},"modified":"2013-11-16T01:40:26","modified_gmt":"2013-11-16T00:40:26","slug":"5-oktober-2007-dortmund-bochum-21-maximal-parks-brutal-niederlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=3523","title":{"rendered":"5. Oktober 2007 &#8211; Dortmund-Bochum 2:1 &#8211; &#8222;Maximal-Parks-Brutal-Niederlage&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich heute gefragt werde, auf welche berufliche Zeit die summerofsixtyninige Zeile &#8222;Those were the best days of my life&#8220; zutrafen, dann wohl am ehesten auf dieses zweite Halbjahr im Jahr 2007. Am 1. Juli 2007 begann mein Volontariat an der Journalistenschule Ruhr, ich lernte vieles neu, ja, sogar neue Freunde kennen. Freundschaften, die bis heute halten. Mit BVB-Fan Felix traf ich mich sogar am Rande des Spiels BVB gegen VfL, Anfang Oktober, Endstand 2:1 f\u00fcr Schwarzgelb.<\/p>\n<p><strong>Hier geht es zum Blog-Eintrag, den ich &#8222;Maximal-Parks-Brutal-Niederlage<br \/>\noder: H\u00e4tte ich doch weiter mit T\u00f6nnies geredet&#8220; nannte und mit der Unterzeile &#8222;Die ,Top 5 der d\u00fcmmsten Niederlagen meiner VfL-Geschichte&#8216; muss ich neu zusammenstellen. Denn dieses Spiel geh\u00f6rt ab sofort dazu&#8220; versah:<\/strong><\/p>\n<p>Lasst mich \u00fcberlegen, nachts um drei. &#8222;Im Keller&#8220; sind wir gelandet, eine Studidisko in Dortmunds Mitte, h\u00f6re zum hunderttausendsten Mal in den letzten drei Monaten &#8222;Ruby&#8220; von den Kaizer Chiefs, macht diesmal nix, in dieser Lautst\u00e4rke ist&#8217;s extrem ertr\u00e4glich. Die Tanzfl\u00e4che ist gut gef\u00fcllt, zumeist mit Erstsemestern, f\u00fchle mich etwas zu alt. Hinter dem DJ-Pult h\u00e4ngt ein Trikot von Borussia Dortmund, ein Tanzend&#8230; \u00e4h Taumelnder tr\u00e4gt ein Dede-Dress, bin ver\u00e4rgert, br\u00fclle &#8222;Ruby Ruby Ruby Rubyyyy!&#8220; und es ist vergessen. Vergessen? Nein, doch nicht. Lasst mich \u00fcberlegen, was waren die Top 5 in der Liste der d\u00fcmmsten Niederlagen meiner VfL-Geschichte? Da war 1992 dieses 1:2 unter Osieck in Uerdingen. Kalt, November, Regen, unn\u00f6tige Gegentore, und dann dieser Elfmeter, den unser heutiger Co-Trainer Funny Heinemann in der Nachspielzeit verschoss. Osieck sprach von den &#8222;Imponderabilien des Fu\u00dfballs&#8220;. Sein Anfang vom Ende in Bochum im ersten Abstiegsjahr. Und wir br\u00fcllten alle &#8222;Osieck ist an allem schuld&#8220;. \u00c4rgernisfaktor 1000, selbstverst\u00e4ndlich, schon oft zitiert auf dieser Homepage, beim 0:1 im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Union Berlin. Beim damaligen REGIONALLIGISTEN Union Berlin. Minus 10 Grad, Berlin-K\u00f6penick in einer dunklen Dienstagnacht, Tor in der Nachspielzeit. Wohl ewig auf Platz eins dieser Top 5. Denk schon zu lange nach, &#8222;Books from Boxes&#8220; von Maximo Park l\u00e4uft, r\u00fccke der Tanzfl\u00e4che etwas n\u00e4her, beschlie\u00dfe dann: Das heutige Spiel, BVB gegen VfL am Freitag, 5. Oktober, Endstand 2:1, geh\u00f6rt auch auf diese Liste.<\/p>\n<p>Freitag, 5. Oktober, ein weiterer Tag in meinem Volontariat, ein weiterer Tag in der Stadtteilredaktion Essen-Nord, ein historischer Tag. Wenigstens ein bisschen. Alles geht schnell rum, Schal und Trikot liegen in meinem Auto &#8211; liefe ich so im Haupthaus der WAZ herum, oweiowei&#8230; Um 16.45 Uhr verabschiede ich mich, aber nicht, um schon nach Dortmund zu heizen. Um 17 Uhr steht ein Termin an, beim SV Schonnebeck, tief in Essens Norden. Fahre quer durch die Stadt, suche ein wenig herum, fahre um zehn nach f\u00fcnf auf den Parkplatz der Sportanlage &#8222;Schetters Busch&#8220;, die gibt&#8217;s schon seit langer, langer Zeit. Der SV ist gerade Erster in der Landesliga, hat bisher nur gegen Galatasaray M\u00fclheim verloren. Am ersten Spieltag. Gespr\u00e4chsort ist das Vereinshaus, und wer sitzt da am Tisch? Michael T\u00f6nnies, der ist Sportlicher Leiter. &#8222;Michael wer?&#8220;, fragen diejenigen von Euch, die sich nicht in der Vereinsgeschichte des MSV Duisburg Anfang der 90er auskennen. T\u00f6nnies ist einer der gro\u00dfen Zebra-Helden &#8211; und er hat einen dicken Klecks im Bundesliga-Geschichtsbuch als Sch\u00fctze des &#8222;schnellsten Hattricks aller Zeiten&#8220;. Drei Tore in sechs Minuten, beim 6:2 gegen den KSC &#8211; ein Spiel mit insgesamt f\u00fcnf T\u00f6nnies-Toren. In Liga zwei holte er in einem MSV-Aufstiegsjahr die Torj\u00e4gerkanone &#8211; er schoss 29 Tore. Jetzt sitze ich Michael T\u00f6nnies gegen\u00fcber und rede \u00fcber Landesliga. Sage der Runde direkt am Anfang, dass ich Karten f\u00fcr Dortmund gegen Bochum habe, ziehen das Ding schnell durch. Was f\u00fcr ein Tag.<\/p>\n<p>Fahre noch ein bisschen durch die Ruhrgebiets-Pr\u00e4rie, quer durch Essens Norden, durch Gelsenkirchen-Feldmark &#8211; diesen Stadtteil kannte ich bisher noch gar nicht &#8211; ab auf die&#8230; tja&#8230; welche Autobahn soll ich nehmen? Habe die Wahl zwischen A2, A40 und A42. Entscheide mich f\u00fcr die letzte Variante. Fahre noch nicht zum Stadion, sondern direkt zu einem Mit-Volont\u00e4r. Der ist gro\u00dfer Borussen-Fan, schreibt bei schwatzgelb.de mit, ein zugegeben h\u00f6chst bekanntes Internetportal. Wir haben uns zwar zuletzt angefeindet und angep\u00f6belt, aber egal. &#8218;S geht \u00fcber die 42 und dann die A45 bis &#8222;Dortmund-Hafen&#8220;. Danach wei\u00df ich nicht mehr weiter&#8230; Rufe ihn an, und den restlichen Weg schleust er mich quer durch Dortmund-Dorstfeld und Dortmund-Mitte. Doch ganz sch\u00f6n gro\u00df, dieser Laden. Also Dortmund.<\/p>\n<p>Quatschen noch ein wenig \u00fcber Fu\u00dfball, wir beide sind \u00e4u\u00dferst fu\u00dfballfrustriert. &#8222;Mach dir keine Sorgen&#8220;, sagt er. &#8222;Wenn wir Standards bekommen, passiert garantiert nix.&#8220; Mir f\u00e4llt noch ein: Mit Weidenfeller im Tor hat der BVB bisher jedes Spiel verloren. &#8222;Bei uns&#8220;, sagt er dann noch, &#8222;fehlen noch einige. Frei, Petric, Degen, Valdez.&#8220; Da werden wohl ein paar Amateure auflaufen. &#8222;Dortmund steht mehr unter Druck&#8220;, stelle ich fest. &#8222;Wenn wir verlieren, ist&#8217;s relativ wurscht. Aber bei euch&#8230;&#8220; Laufen los gegen 19.15 Uhr, mit insgesamt vier Personen, Fu\u00dfweg etwa zehn Minuten, bewege mich auf die G\u00e4stekurve zu. Vor einem Jahr, da kam ich sp\u00e4t, traf auf eine lange Schlange vor dem Stadion, betrat es zwei Minuten vor dem Anpfiff beim Einlaufen. Diesmal ist alles anders. Kaum jemand wartet vor den Toren, die Taschenkontrollen sind die laschesten, die ich seit knapp f\u00fcnf Jahren erlebt habe. Ich muss keinen Schl\u00fcssel zeigen, keine Kamera, kein Handy. Sieht so aus, als w\u00fcrden die Dortmunder auf Gesichtskontrolle setzen, das w\u00e4re ja mal ein v\u00f6llig neues Konzept. Ich wette trotzdem mit mir selbst: Das gibt bestimmt eine richtig fette Rauchbombe! Hunger.<\/p>\n<p>Schnell mal anstellen. Der Typ vor mir bestellt eine Currywurst, doch die gibt es beim BVB nat\u00fcrlich nicht. Auf der Speisekarte stehen Bratwurst, Bockwurst, Schweineschnitzel im Br\u00f6tchen und &#8211; achtung &#8211; &#8222;Steak&#8220;. Ich glaub sogar, mich an &#8222;Putensteak&#8220; erinnern zu k\u00f6nnen. Habe ich mich da verlesen??? Bestelle im Bang-Boom-Bang-Style &#8222;Eine Brat&#8220; und stapfe in Block 61. Die Borussen haben die Stehpl\u00e4tze in der G\u00e4stekurve ausgebaut, bravo, in den vergangenen Jahren war es kaum auszuhalten. Im Vergleich zur vergangenen Saison ist&#8217;s hier &#8211; trotz Revierderby &#8211; sehr gastfreundlich, ich bin sehr erstaunt. Sehr. Mein Respekt vor der S\u00fcdtrib\u00fcne des BVB h\u00e4lt sich diesmal in Grenzen, ist schon mein siebtes Ausw\u00e4rtsspiel hier. In keinem anderen Stadion habe ich pers\u00f6nlich eine so schlechte Bilanz. Ein Unentschieden, f\u00fcnf Niederlagen &#8211; die dann meist auch noch hoch. Heute, nat\u00fcrlich, heute wird alles anders. Wie vor jedem Ausw\u00e4rtsspiel sage ich das. Wir gewinnen, wir gewinnen, wir gewinnen.<\/p>\n<p>Halt, ganz so unwahrscheinlich ist das nicht. Bei uns fehlt nur Epalle. Bei Dortmund spielen Njambe, Brzenska, N\u00f6the, Kringe und Kruska von Anfang an. Dazu noch Null-Punkte-Weidenfeller im Tor, Oma W\u00f6rns in der Innenverteidigung. Klimowicz ist auch nicht mehr die Rakete vorn im Sturm. Bleiben einzig Dede, Tinga und Federico und halbwegs \u00fcberdurchschnittliche Bundesligaspieler. Aber Tinga und Federico sind bei den Dortmundern auch sehr umstritten. &#8222;Wir wolln Euch k\u00e4mpfen sehen&#8220;, br\u00fcllt die S\u00fcdtrib\u00fcne. Vor dem Anpfiff. So viel zum Thema &#8222;Stimmung beim BVB&#8220;. Pr\u00e4sident Reinhard Rauball stapft f\u00fcr jeden sichtbar kurz vor dem Anpfiff quer \u00fcber den Rasen, um dem Borussen-TV f\u00fcr die Anzeigetafel ein Interview zu geben. Fast wie Duisburgs Hellmich. Altegoer kommt nur alle f\u00fcnf Jahre auf den Rasen. Herrlich zur\u00fcckhaltend. Beim Einlaufen enth\u00fcllt der BVB-Hauptsponsor ein \u00fcberdimensionales Trikot vor der S\u00fcdtrib\u00fcne. Das ist so unglaublich peinlich, dass selbst einige Dortmunder pfeifen.<\/p>\n<p>Kaum hat das Spiel begonnen, ist bei uns alles weg. Alles futsch. Gleich drei Leute haben einen Ticker angefordert, innerhalb k\u00fcrzester Zeit schwindet die Leistungsf\u00e4higkeit meines Akkus von zwei auf einen Balken (von sechs). &#8222;Brutalstm\u00f6gliche Leistung&#8220; f\u00e4llt mir zu dem ein, was meine Jungs da produzieren. Null Torgefahr, Fehlp\u00e4sse ohne Ende. Wir m\u00fcssen einfach nur 20 Minuten ohne Gegentor \u00fcberstehen, dann pfeift dieses Pulverfass Westfalenstadion &#8211; sagt selbst der Mit-Volont\u00e4r-Schwatzgelbe &#8211; von ganz allein. Aber wir machen alles, damit der BVB seine Formkrise besiegt. Typisch VfL. &#8222;Hast Du eine Krise, musst du nur gegen Bochum spielen&#8220;. Eine Bundesliga-Bauernregel. Nach knapp 25 Minuten haben wir&#8217;s dann endlich geschafft. Zdebel verursacht in Strafraumn\u00e4he unglaublich unn\u00f6tig einen Freisto\u00df. Dede schlenzt, W\u00f6rns k\u00f6pft, Lastuvka pariert sensationell, aber Tinga kriegt den &#8222;Rebound&#8220;, sprich: den Abstauber und netzt zum 1:0 ein. 70.000 Leute jubeln sehr laut, die Befreiung ist zu sp\u00fcren. Schei\u00dfe!<\/p>\n<p>SCHEISSESCHEISSESCHEISSE!!! Und dann auch noch eine STANDARD! Wie hie\u00df es noch vor dem Anpfiff: &#8222;Da musst du dir keine Sorgen machen.&#8220; Genau. Erst danach werden wir etwas besser. Unsere erste gute Szene in Minute 38. Sestak sestakt sich \u00fcber die rechte Seite durch, schnippt den Ball auf Mieciel. Der steht an der rechten Strafraumecke blank und trifft ins lange Eck. Wieder &#8217;ne Bierdusche, wieder ein TOOOOOR! 1:1! Erst jetzt wird die Laune bei 5.000 Bochumern richtig gut. &#8222;Auf geht&#8217;s Bochum schie\u00dft ein Toooor&#8220;, lautet der Spruch aus Unter- und Oberrang. In den sieben Minuten vor der Pause bestimmt nur eine Mannschaft das Tempo. Der VfL. Drei Ecken bekommen wir, Ilicevic l\u00e4uft nach links nach rechts nach links. Nach der dritten k\u00f6pft Maltritz gef\u00e4hrlich, ein Dortmunder schl\u00e4gt das Ding von der Linie. Jetzt ist das 1:1 verdient! Kein hochklassiges, aber ein spannendes Revierderby.<\/p>\n<p>Zweite Halbzeit, der BVB spielt auf unsere Kurve, wir auf die S\u00fcdtrib\u00fcne. Obwohl es Unentschieden steht, ziehen sich die Dortmunder ganz, ganz weit zur\u00fcck. Unsere Innenverteidiger Maltritz und Yahia schieben sich schon in der gegnerischen H\u00e4lfte den Ball hin und her &#8211; und kein Schwarz-Gelber greift an. KEINER! Die verbarrikadieren ihren Strafraum. Unfassbar! Sestak ist das alles egal. Er umdribbelt die unbeweglichen Dortmunder Abwehrspieler nach Belieben und wird in Minute 53 von W\u00f6rns unsanft gelegt. W\u00f6rns hatte schon Gelb. Hei\u00dft: Gelb-Rot. Elf gegen Zehn! BVB-Trainer Doll reagiert, bringt eine Minute sp\u00e4ter Robert Kovac. Als der Stadionsprecher den Kovac ank\u00fcndigt, gibt es Pfiffe von 65.000. 1:1, \u00dcberzahl, unruhiges Publikum. Wir haben die im Sack! Wir M\u00dcSSEN die drei Punkte einfach holen. Wir sind empirestatebuildinghoch \u00fcberlegen. Ballbesitz in Halbzeit zwei liegt gef\u00fchl bei 95:5 f\u00fcr uns. Die Dortmunder kloppen den Ball nur nach vorn. Da steht Klimowicz, bewegt sich aber kaum. Sprich: Maltritz bekommt den Ball, auch mal Yahia &#8211; und wir bauen neu auf. Eine Struktur in unserem Angriffsspiel ist allerdings nicht zu erkennen. Einen Bechmann-Schuss kann Weidenfeller nicht festhalten. Das ist alles &#8211; na gut, ein paar ungef\u00e4hrliche Standards kommen noch dazu. Erst in der 71. Minute betritt der BVB erstmals in der zweiten Halbzeit gef\u00e4hrlich unsere Spielh\u00e4lfte. Kringe flankt lang, aber der Ball geht sicher ins Aus. Geht ins Aus? Was macht der Concha?? Vor einer Woche noch hochgelobt, will Concha den Ball zu Lastuvka k\u00f6pfen. Das misslingt &#8211; und Concha nickt den Ball zur Ecke ins Aus. Wieder ein unn\u00f6tiger Standard. Die Ecke kommt in die Mitte, jemand von uns verl\u00e4ngert ans Strafraumeck. In Halbzeit eins stand auf diesem Fleckchen Mieciel und traf, jetzt nimmt Federico den Ball direkt und nagelt das Ding unter die Latte. 2:1. Jetzt ein Foto von der Bochumer Kurve *klick* 5.000 M\u00fcnder stehen offen, 2.000 H\u00e4nde klatschen gegen die eigene Stirn. Man ist das dumm. &#8222;Aaaaaaaaaaaahhhhh&#8220;, schreibt Sam, den ich mit einem VfL-Ticker versorge. Danach wieder das alte Spiel: \u00dcberlegen ist nur der VfL, der BVB verteidigt mit allen Mitteln. Allein in der Schlussphase kassiert der BVB drei Gelbe Karten, vor allem Dede r\u00e4umt auf. Ein Ding kriegen wir aber noch. In der Nachspielzeit. 93. Minute, gleich ist das Gezittere endlich vorbei. Eine Flanke, Yahia k\u00f6pft, auf die Latte. Zehn Sekunden sp\u00e4ter: aus. Schluss. &#8222;D\u00fcmmste Niederlage aller Zeiten&#8220;, smse ich in die Republik. Akku: leer.<\/p>\n<p>Verharre noch f\u00fcnf Minuten auf meinem Stehplatz, r\u00fchre mich nicht ein einziges Mal, nicht ein K\u00f6rperteil. Zittere etwas, vor Wut auf meine eigene Mannschaft. Die BVB-Fans in meinem Handy-Adressbuch schreiben h\u00e4mische Nachrichten, versuchen mich telefonisch zu erreichen. Ich gehe nicht dran. Verlieren, okay. Hab ich schon oft. Aber BITTE NICHT SO! Wie war das noch? Schwach bei Standards! Die beiden Gegentore? Standards! Null-Punkte-Weidenfeller! Und jetzt? Drei-Punkte-Weidenfeller! Alle wichtigen Dortmunder verletzt! Aber? Der BVB gewinnt! Den Dede kann ich nicht leiden! Und dann? Wird Dede von den Dortmundern zum &#8222;Spieler des Tages&#8220; gek\u00fcrt. Das sind zu viele Schmerzen auf einmal, ich verlasse diesen schrecklichen Ort. Zieht Euch das rein: Sieben Spiele in Dortmund gesehen. Ein Unentschieden, sechs Niederlagen. Sechs! Warum muss der VfL Bochum in der Bundesliga immer erst einmal pro Saison Letzter gewesen sein, bevor Spieler, Trainer und Verantwortliche wach werden? WARUM? Jetzt kommen die Bayern, dann haben wir&#8217;s mit dem letzten Platz wohl endlich geschafft.<\/p>\n<p>Halb vier in der Nacht. &#8222;Im Keller&#8220; laufen jetzt die Arctic Monkeys. Will dieses Spiel vergessen. Will nicht mehr an die Top 5 denken.<\/p>\n<p>Es klappt nicht ganz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich heute gefragt werde, auf welche berufliche Zeit die summerofsixtyninige Zeile &#8222;Those were the best days of my life&#8220; zutrafen, dann wohl am ehesten auf dieses zweite Halbjahr im Jahr 2007. Am 1. Juli 2007 begann mein Volontariat an &hellip; <a href=\"https:\/\/andreasernst.com\/?p=3523\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1,79,113,3,6,5],"tags":[179,202,206,192,195,194],"class_list":["post-3523","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-bvb","category-dortmund","category-fusball","category-ruhrgebiet","category-vfl-bochum","tag-borussia-dortmund","tag-bvb","tag-dortmund","tag-fusball","tag-ruhrgebiet","tag-vfl-bochum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3523"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3524,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3523\/revisions\/3524"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/andreasernst.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}