{"id":2320,"date":"2011-09-30T13:36:38","date_gmt":"2011-09-30T13:36:38","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=2320"},"modified":"2013-01-30T13:49:55","modified_gmt":"2013-01-30T13:49:55","slug":"11-august-2007-vfl-bremen-22-atemlos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=2320","title":{"rendered":"11. August 2007 &#8211; VfL-Bremen 2:2 &#8211; &#8222;Atemlos&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Summer of 07&#8220; l\u00e4sst sich nicht so gut br\u00fcllen wie &#8222;Summer of 69&#8220;, aber das &#8222;Those were the best days of my life&#8220; l\u00e4sst sich fraglos auf diese Tage \u00fcbertragen. Am 2. Juli 2007 begann ich mein Volontariat an der Journalistenschule Ruhr &#8211; die wichtigste und beste Entscheidung, die ich in meinem Berufsleben getroffen habe. Ich verbrachte in diesem wichtigen Punkt meines Lebens viel, viel Zeit in der gro\u00dfartigen M\u00fclheimer Kneipe &#8222;Zum Schr\u00e4gen Eck&#8220; und erlebte dort legend\u00e4re Abende &#8211; und lernte nicht zuletzt im Sp\u00e4tsommer 2007 meine Frau kennen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich besuchte ich weiter die Spiele des VfL &#8211; und eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Saison begann am 11. August 2007 mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen. Im Rahmen des Volontariats arbeitete ich gerade in Castrop-Rauxel und genau dort schlug der VfL zu dieser Zeit immer das Kurz-Trainingslager vor Heimspielen auf. Ich wollte eine Reportage live aus dem Hotel schreiben &#8211; doch der VfL blockte ab. Schade.<\/p>\n<p><strong>Hier geht es zum Blog-Eintrag &#8211; die \u00dcberschrift lautete &#8222;Atemlos&#8220;, die Dachzeile: &#8222;90 prachtvolle Fu\u00dfball-Minuten &#8211; alle, wirklich alle sind gekommen, selbst Kr\u00fcger &#8211; v\u00f6llig unverhofft drehen wir einen 0:2-R\u00fcckstand &#8211; so kann es in allen Belangen weitergehen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><em>Jeden Tag steigt die gute Laune. Das schlechte Wetter: schei\u00dfegal. Im Auto immer nur harte Gitarrenmusik, mit melodischen Kl\u00e4ngen, &#8222;Always your way&#8220; von My Vitriol, Erinnerungen an die vergangene Saison mit Limp Bizkits &#8222;Livin it up&#8220;, der kompletten Blink-182-CD. Jaaaa, es geht los! Fu\u00dfball! Kann es kaum noch erwarten! Sommerpause, die schlimmsten Tage des Jahres, jeder Tag ohne Fu\u00dfball saugt etwas Lebensfreude aus dem K\u00f6rper. Jetzt ist es 20.55 Uhr am Samstag, 11. August. Seit f\u00fcnf Stunden und 25 Minuten rollt der Ball wieder. Die vergangene Saison ist Geschichte, der achte Platz abgehakt. All die Ausw\u00e4rtserlebnisse, die Siege in Hamburg und Frankfurt, zu Hause gegen Schalke: Kommando Schublade. FUSSBALL!!! Und dann dieser Auftakt&#8230; aber lest selbst!<\/em><\/p>\n<p>Bin ja seit dem 1. Juli im Volontariat an der Journalistenschule Ruhr. Castrop-Rauxel ist meine erste Station. Eine Redaktion voller Fu\u00dfballfans. Einer ist Hardcore-VfL-Anh\u00e4nger (okay, nicht ganz so hardcore wie ich, jedenfalls kann er keine 31 Spiele in der vergangenen Saison bieten), wir haben uns schon f\u00fcrs Pokalfinale verabredet. Der n\u00e4chste: BVB-Fan, buuuh! Tag f\u00fcr Tag nervten wir die Nicht-Fu\u00dfballer in der Redaktion mit Diskussionen rund um W\u00f6rns, Epalle, Ribery, Bayern, Bochum, Schalke undsoweiter. Ich nervte am meisten: &#8222;Hey Jungs! Fu\u00dfball! Morgen! VfL! Es geht los!&#8220; Atemlose Spannung, immer wieder klickte ich auf die VfL-Homepage, auf die Kicker-Seite. Dauerkarte seit \u00fcber einem Jahrzehnt &#8211; und doch kann ich nicht genug kriegen von dieser Sportart, diesem Nervenkitzel, Gr\u00f6nemeyers &#8222;Bochum&#8220;. Bin nur ein halber Mensch in der Sommerpause, ein emotionsloser Klumpen, wenn ich mich nicht \u00fcber eine Niederlage \u00e4rgern (das ist der Regelfall) oder \u00fcber einen triumphalen Sieg freuen kann. In meinen Blog-Eintr\u00e4gen taucht seit Tagen immer das Wort &#8222;Fu\u00dfball&#8220; irgendwo auf. Mit dem VfL hatte ich in der vergangnen Woche auch beruflich zu tun. Telefonierte mehrfach mit der \u00d6ffentlichkeitsabteilung, doch diese Episode verschweig ich lieber&#8230; Gestern Abend, als ich gegen 17.55 Uhr die Redaktion in der Castrop-Rauxeler Altstadt verlie\u00df und \u00fcber die B 235 Richtung A 40-Auffahrt &#8222;L\u00fctgendortmund&#8220; brauste, kam mir der Mannschaftsbus entgegen. Bundesliga 2007\/2008. Es ist soweit.<\/p>\n<p>Samstagmorgen, 11 Uhr. Belebe alle Rituale neu. Die Rituale, die ich drei Monate lang (DREI!) zwangsweise in den K\u00fchlschrank verbannen musste. Fein s\u00e4uberlich hole ich mein Trikot aus dem Schrank. Habe mir vor zwei Wochen das neue mit dem &#8222;kik&#8220;-Logo bestellt und mit Epalles Namenszug und der Nummer &#8222;10&#8220;. &#8222;kik&#8220; ist unser neuer Hauptsponsor, zugegeben, das ist nicht nur verdammt billig, sondern sieht auch noch so aus. Aber nach drei Jahren wird es nun einmal Zeit f\u00fcr ein neues Shirt in meinem Schrank. Hole das Trikot raus, nehme die Digitalkamera aus der Schublade, lege die Batterien noch f\u00fcr die Zeit bis zur Abfahrt in den Akku. Mein Schal baumelt um meinen Hals, seitdem ich die Dusche verlassen habe. Die Stadionzeitung kam schon gestern, ich platziere sie z\u00e4rtlich auf dem Trikot, damit ich an sie denke. Noch kurz den Videotext checken, welche Spiele sonst noch heute sind&#8230; aha, Bayern gegen Rostock, was f\u00fcr ein Geschenk der DFL. Pah! Das Brimborium rund um das Er\u00f6ffnungsspiel zwischen Stuttgart und Schalke war auch mehr als peinlich, mit Nationalhymne, dem Satz &#8222;Ich erkl\u00e4re die Saison f\u00fcr er\u00f6ffnet&#8220; &#8211; den der DFL- und BVB-Pr\u00e4sident Rauball sprechen durfte. Eine eigentlich unzumutbare Aufbl\u00e4hung und Glorifizierung! Egal! Ich ziehe das Trikot an, schl\u00fcpfe in die Schuhe, und ja, da ist es wieder, dieses Gef\u00fchl, ich w\u00fcrde auch in der Bochumer Umkleidekabine sitzen. Was wird Koller wohl sagen? Immerhin kommt heute Werder Bremen! Vor einem Jahr kam Gr\u00f6nemeyer, sang &#8222;Bochum&#8220;, br\u00fcllte mit uns die Aufstellung und wir verloren vor ausverkauftem Haus glorreich mit 0:6. Ein unvergessliches Erlebnis. Gegen keinen anderen Verein ist unsere Bilanz so mies. Aber wenn wir die Bremer schlagen, dann heute! Na klar ist das auch typisch Bochumer Zweckoptimismus, aber unsere Vorbereitung war sehr gut und die der Bremer sehr schlecht. Zudem fehlen Werder gef\u00fchlt 20 Spieler. Da geht doch was! Da geht doch was! Da geht doch was! Treffe bei &#8222;icq&#8220; eine Studienfreundin. Ich erz\u00e4hle nur vom VfL und der Bundesliga. In meinem Kopf gibt es nichts anderes mehr. Wie an jedem Spieltag: Aufstehen, Gehirn raus, Fu\u00dfball rein, Ende.<\/p>\n<p>Verabschiede mich bei &#8222;icq&#8220; mit den Worten &#8222;Ich fahre jetzt los. Hier halte ich es sowieso nicht mehr aus.&#8220; Da ist es 13.20 Uhr, und eigentlich noch um L\u00e4ngen zu fr\u00fch. Macht nix. Hab die richtige CD gestern schon zurechtgelegt, als ich nachts aus dem &#8222;Schr\u00e4gen Eck&#8220; heimkehrte. Mit &#8222;Bochum&#8220; er\u00f6ffne ich die Saison 2007\/2008. Auto anlassen, &#8222;Tief im Westeeeeeen&#8220;, abbiegen auf die M\u00fclheimer Aktienstra\u00dfe, &#8222;wo die Sonne verstaaaaaaauuuubbt&#8220;, in Winkhausen auf die A 40, &#8222;Bochum ich komm aus dir, Bochum ich h\u00e4ng an dir&#8220;, die Autobahn ist leer, &#8222;auf deiner K\u00f6nigsallee finden keine Modenschaun statt&#8220;, Abfahrt Bochum-Ruhrstadion, &#8222;machst mit nem Doppelpass jeeeeeeeeeden Gegner nass, Du und Dein V-F-L&#8220;. Parkhaus, dritte Etage, der Anpfiff r\u00fcckt n\u00e4her. Nichts ist weg vom Zauber der Liga, vom Zauber der Sportart, nichts kann mir diesen Tag versauen. Alle haben sich angesagt, von Sam \u00fcber Gerd bis zu&#8230; ach jedem eigentlich. Auch mein Arbeitskollege Timo und dessen Freundin Silke aus Bayern kommen erstmals ins Ruhrstadion. Was f\u00fcr ein Tag! Die Regenwolken pausieren, die Sonne scheint, ideales Fu\u00dfballwetter. IDEAL!<\/p>\n<p>Ich lasse die Dauerkarte abknipsen &#8211; und bin endlich wieder zu Hause. Der erste Gang: zum Bratwurststand. Der zweite: Richtung Block P. Treppenstufe f\u00fcr Treppenstufe hinauf, die Sonne blendet schon etwas, nur noch wenige Schritte, wenige H\u00f6henmeiter, und: WELT, DA BIN ICH! Gerd steht schon auf unserem Stammplatz, noch 60 Minuten bis zum Anpfiff, und er ist sehr n\u00fcchtern. Konzentriert liest er das Bl\u00e4ttchen der Ultras, das ultrische Wort zum Saisonauftakt. Werfe auch einen Blick hinein, studiere die Zeilen zum 1:0-Pokalerfolg in Dresden. Das &#8222;ACAB &#8211; All Colours are beautiful &#8211; Bochum-Fans gegen Rassismus&#8220;-Plakat wurde von der Dresdner Polizei verboten, was die Ultras mit dem Satz &#8222;Daumen hoch f\u00fcr die Staatsmacht!&#8220; kommentieren. Erw\u00e4hnenswert weiterhin: &#8222;Eigentlich schon l\u00e4cherlich wenige Bochumer vor Ort, was zurecht von Dresdner Seite mit ,Warum seid ihr Huren so wenig&#8216; quittiert wurde.&#8220; Aha. Kritik \u00fcben die Ultras am VfL4Fun-Stadionfest vor und nach dem Spiel gegen Galatasaray Istanbul &#8211; und das gar nicht einmal falsch. &#8222;Merkw\u00fcrdig, dass man zwischen Playstationtruck, Playmobilstand, Wii-Arena und dem Harry-Sandwich-Kletterturm kaum noch den eigentlichen Sinn von VfL4Fun wiederfand, n\u00e4mlich die Pr\u00e4sentation einheimischer Sportvereine. So fand eigentlich nur eine v\u00f6llig austauschbare Werbeveranstaltung statt, die mit Bochum soviel zu tun hatte wie Wattenscheid mit Bundesliga.&#8220; Der Anpfiff ist nicht nicht ert\u00f6nt und schon diskutieren wir wieder \u00fcber Fans, Fanklubs, Vereinsstruktur, ich berichte von meinen Telefonaten mit der \u00d6ffentlichkeitsabteilung. Selbst Kr\u00fcger kommt (erfahrene Leser dieser Seite wissen Bescheid), Timo und Silke finden mich ruck, zuck &#8211; und ich freue mich, den Beiden die komplette Geschichte von Verein und Stadion erz\u00e4hlen darf. Die Spieler laufen sich warm, das Stadion ist fast ausverkauft, bei uns spielen drei Neue. Lastuvka im Tor, Concha rechts in der Viererkette und Sestak im Sturm. Werder ist zwar ersatzgeschw\u00e4cht, hat aber trotzdem eine ganz manierliche Startmannschaft, zum Beispiel mit Naldo, Mertesacker, Fritz, Rosenberg, Sanogo und vor allem: Diego. Sam und seine Frau Nicole tanzen kurz vor dem Anpfiff an, ebenso der Fanklub aus Herne. Ol\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9\u00e9, es ist angerichtet! Gr\u00f6nemeyers &#8222;Bochum&#8220; kommt besser als je zuvor, selbst Timo l\u00e4sst sich ein &#8222;Beeindruckend&#8220; abringen, dabei ist er eigentlich Fan der SpVgg Erkenschwick!<\/p>\n<p>15.30 Uhr, Anpfiff, Blick zum Himmel, einmal kurz DANKE sagen, zu wem auch immer, High-Five mit Gerd und Sam, viel Gl\u00fcck f\u00fcr die n\u00e4chsten 34 Spiele w\u00fcnschen. Und unsere Jungs legen mit einem unglaublichen Affenzahn los. Das ist nicht mehr Pressing, das ist Forechecking, wir greifen die Bremer fast an ihrem eigenen Strafraum an. Epalle schie\u00dft knapp vorbei, Grote flankt auf die Latte, dazu noch zwei Ecken, die Stimmung ist gut, sehr gut bis \u00fcberragend gut. &#8222;Auf geht&#8217;s Bochum schie\u00dft ein Toooooooor, schiiiiiiiie\u00dft ein Tor f\u00fcr uuuuuuuuns.&#8220; Diese Mannschaft begeistert, diese Mannschaft k\u00e4mpft, ist engagiert, ehrgeizig, klasse. &#8222;Zum ersten Mal glaube ich&#8220;, sagt Gerd, &#8222;dass Koller seine Idee von Fu\u00dfball umgesetzt hat.&#8220; Doch wie die Schachfiguren auf dem gr\u00fcnen Rechteckbrett verteilt sind, \u00fcberrascht doch ein wenig: Torwart (Lastuvka), Viererkette (Concha, Yahia, Maltritz, Meichelbeck) und die beiden Abr\u00e4umer im defensiven Mittelfeld (Zdebel, Dabrowski), auch Grote spielt seinen \u00fcblichen Part links im Mittelfeld. Aber wie sind Epalle, Sestak und Bechmann verteilt. Sestak spielt den Grote-Part auf der rechten Seite &#8211; Bechmann und Epalle teilen sich die Stelle in und hinter der Spitze. Das Ganze mit vielen Rotationen, sehr schnell, sehr kampfstark. Bravo! So schwach und vor allem beh\u00e4big wie heute habe ich die Bremer lange nicht gesehen, sie sind weder spielfreudig noch besonders motiviert. Ein, zwei Ecken, dazu noch wenig inspirierte Torsch\u00fcsse &#8211; mehr bekommt Werder nicht auf die Reihe. Ab der 25. Minute verflacht&#8217;s ein wenig, wir verlangsamen das Spiel. Zdebel sieht obligatorisch seine erste Gelbe Karte der Saison, worauf wir einen Tipp wagen. Sam und ich tippen auf 12, Gerd auf 15. Eins habe ich Timo schon beigebracht: &#8222;Ich dachte, dass der Zdebel immer den Ball spielt&#8230;&#8220; Haha. Es l\u00e4uft auf eine torlose Halbzeit hinaus, bis, ja bis Meichelbeck den Ball auf der linken Seite zu kurz auf Lastuvka zur\u00fcckspielt. Sanogo sprintet dazwischen, f\u00e4llt, Elfmeter. Der hat den doch NIIIIEMALS ber\u00fchrt. DAS GIBT&#8217;S DOCH NICHT! So gut gespielt, so toll angefangen, und dann DAS! Diego verwandelt zum 0:1, es l\u00e4uft wie immer gegen Bremen. Wieder werden wir verlieren. Kurz vor der Pause: Ein Freisto\u00df f\u00fcr Bremen von links, Diego flankt, Sanogo gewinnt das Kopfballduell gegen Yahia, Lastuvka springt ins Leere, 0:2, jawoll. &#8222;Das ist unser Todessto\u00df&#8220;, sagt Sam. &#8222;Sind wir halt Letzter. Rollen wir eben das Feld von hinten auf.&#8220; Und noch was: &#8222;Nach 30 Minuten dachte ich noch: Ein 0:6 wird es wohl diesmal nicht. Aber die zweite Halbzeit dauert sehr lange 45 Minuten&#8230;&#8220; Es schmerzt aber nur ein bisschen, denn dieser Auftritt unserer Mannschaft macht Mut. Mutig, aber einfach nur dumm pr\u00e4sentiert sich Bremens Torwart Tim Wiese auf dem Weg in die Kabine. Schon w\u00e4hrend der ersten H\u00e4lfte lie\u00df er nichts unversucht, uns VfL-Fans zu provozieren &#8211; beim Gang in die Kabine legt er sich mit Maltritz an. Beide m\u00fcssen zur\u00fcckgehalten werden.<\/p>\n<p>Zweite Halbzeit, aufmunternder Applaus, aber so richtig glaubt niemand mehr an die Mission Impossible. Anpfiff, auf einmal Sestak frei: Schuss, abgeblockt, Nachschuss, TOOOOOOOOOORRRRR!!! BIERDUSCHE!!! KLASSISCHE BIERDUSCHE!!! Nass von oben bis unten! TOOOOOR!!! EINS ZU ZWEI!!! Jetzt noch! Bremen ist geschockt! Wir legen nach! Dabrowski gewinnt einen Zweikampf gegen Naldo an der rechten Eckfahne, eine Klasseflanke, Bechmann ist frei, der Bechmann, der Bechmann, bleib ruhig Junge, bleibt ruhig, Tunnel, Beini, Tunnel, Beini, Beini, Beini, TOOOOOOOOOOOOOORRRR!!! GEDREHT!!! GEDREHT!!! 2:2! IN WORTEN: ZWEIZWEI! Tolles Spiel, hin und her, 0:2-R\u00fcckstand gegen Werder gedreht, jetzt gewinnen wir noch! 41 Minuten verbleiben. Beide Mannschaften spielen auf Sieg, beide erarbeiten sich noch viele Standards und einige Chancen. Die besseren hat Werder, doch dreimal rettet Lastuvka in h\u00f6chster Not, zuletzt in der 92. Minute gegen Schindler und Mertesacker. Klasse! Schiri Kircher pfeift, Ende 2:2, guter Anfang. Da sind sich alle einig. Die Mannschaft muss geschlossen zur &#8222;La Ola&#8220; antreten, zum &#8222;So geeehn die Bochumer&#8220; tanzen. So kann es noch 33 Spiele weitergehen.<\/p>\n<p>Der erste Spieltag ist vorbei. Das Bauchkribbeln ist weg, die Nervosit\u00e4t besiegt, der erste von 40 Punkten eingefahren, kann wieder atmen. Timo, Silke und ich trinken noch eine Cola in der Fankneipe im Stadioncenter, schauen uns die Pressekonferenz mit den Traineranalysen an. Fans beider Mannschaften trinken friedlich nebeneinander, Tenor: gerechtes Ergebnis. Ich spaziere gem\u00e4chlich zur\u00fcck zum Parkhaus, genie\u00dfe die vielen Bilder, die vielen Momente, die ich schon so oft gesehen habe. Im Parkhaus stehen die Autos, es macht mir nix.<\/p>\n<p>Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt&#8230; l\u00e4uft die Bundesliga wieder. Endlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Summer of 07&#8220; l\u00e4sst sich nicht so gut br\u00fcllen wie &#8222;Summer of 69&#8220;, aber das &#8222;Those were the best days of my life&#8220; l\u00e4sst sich fraglos auf diese Tage \u00fcbertragen. Am 2. 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