{"id":1889,"date":"2011-09-11T11:38:34","date_gmt":"2011-09-11T11:38:34","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=1889"},"modified":"2012-09-11T11:50:32","modified_gmt":"2012-09-11T11:50:32","slug":"michaela-tropft-aus-allen-poren-vfl-hsv-11-9-august-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=1889","title":{"rendered":"Michaela tropft aus allen Poren &#8211; VfL-HSV 1:1, 9. August 2003"},"content":{"rendered":"<p>Okay, in diesem Jahr, 2012, war es beim Pokalspiel des FC Schalke 04 in Saarbr\u00fccken wom\u00f6glich noch hei\u00dfer &#8211; 39 Grad im Schatten. Aber an das Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Bochum und dem Hamburger SV am 9. August 2003 kann ich mich ebenfalls sehr, sehr gut erinnern, weil alle am liebsten nackt ins Stadion gegangen w\u00e4ren und der VfL\u00a0 Wasser f\u00fcr einsf\u00fcnfzig spendierte.<\/p>\n<p>Ich berichtete f\u00fcr Blog \u00fcber das Spiel und verpasste dem Text die \u00dcberschrift &#8222;Der Glutofen-Schnipsel&#8220;. An das Spiel erinnere ich mich nicht mehr so richtig&#8230;<\/p>\n<p><strong>Der Text geht so:<\/strong><\/p>\n<p>*tropf*<br \/>\n*tropf*<br \/>\n*tropf*<\/p>\n<p>Wenn Ihr alle doch nur sehen k\u00f6nntet, wie ich gerade vor meinem Computer abh\u00e4nge&#8230; lediglich eine Boxer-Short ziert meinen K\u00f6rper (aber Momentchen mal: warum habe ich die eigentlich noch an? Mich sieht doch keiner!), um meinen Hals baumelt ein mit Eiswasser getr\u00e4nktes Handtuch, jeweils griffbereit f\u00fcr beide H\u00e4nde stehen Gerolsteiner-Sprudel-Flaschen (mit Kohlens\u00e4ure) auf dem Schreibtisch. Quasi wie Revolver. Wenn der Durst kommt, kann ich schneller ziehen als mein Schatten. Und doch hilft alles nichts. Der Rekordsommer h\u00e4lt meine Schwei\u00dfdr\u00fcsen im &#8222;Schwitz&#8220;kasten (hihi, welch Wortspiel) und jagt eine Perle nach der anderen an allen K\u00f6rperstellen aus mir heraus!<\/p>\n<p>*tropf*<br \/>\n*tropf*<br \/>\n*tropf*<\/p>\n<p>Rekordsommer? Ist Euch eigentlich auch aufgefallen, dass es in den letzten Monaten &#8222;hip&#8220; geworden ist, irgendwelche Rekorde zu brechen? Die Guinness-Show der Rekorde wurde zwar wieder eingestellt, aber kaum eine Woche vergeht, ohne dass irgendeine v\u00f6llig sinnlose Bestmarke aufgestellt wird. Und auch vor der Natur macht die Sensationslust nicht mehr halt. Ein weiblicher Vorname, der da &#8222;Michaela&#8220; lautet und von irgendeinem meteorologischen Institut einem stinknormalen Hochdruckgebiet zugeordnet wurde, ist auch dran beteiligt. Seit gesch\u00e4tzten 14 Tagen ist das Thermometer so sehr von Michaela beeindruckt, dass es nicht mehr unter die 32-Grad-Marke sinken will. Ganz Deutschland beansprucht DIE Rekord-Temperatur f\u00fcr sich, das Rennen hat bisher irgendein bl\u00f6des kleines D\u00f6rfchen in Baden-W\u00fcrttemberg gewonnen: 40,8 Grad.<\/p>\n<p>Was will der Chronist damit sagen?<\/p>\n<p>Meine Fresse ist das hei\u00df im Moment!!!!!<\/p>\n<p>Schlafen kann bei dem Wetter jedenfalls niemand. Auch ich habe meine Decken in den Sommerurlaub geschickt und im Schrank und zum verstauben verstaut. Pro Nacht k\u00f6nnte ich einen kompletten Sprudelkasten killen. Es ist kein Spa\u00df, zweimal wachzuwerden, nur weil Dir die Suppe bis in die Augen tropft. Aber wem erz\u00e4hle ich das?<\/p>\n<p>Guten Morgen, Leute! Das Wolfsburg-Spiel ist eine Woche her&#8230;<\/p>\n<p>&#8230; und diese sieben Tage verbrachte ich nicht damit, \u00fcber die verheerend falsche Abseitsentscheidung zu lamentieren. Viel interessanter war da schon die Diskussion dar\u00fcber, ob der komplette Bundesliga-Spieltag um zwei Stunden nach hinten verlegt werden solle. Die Gesundheit der Spieler sei gef\u00e4hrdet, meinten einige Trainer, nat\u00fcrlich auch unserer. Naja, aber leider hat das Fernsehen das Sagen, und so sch\u00fcttelte die DFL ihren Kopf und sagte: &#8222;Es wird gespielt.&#8220;&#8230;<br \/>\n&#8230; dar\u00fcber sinniere ich beim Z\u00e4hne putzen und beobachte die WAZ-Schlagzeile des heutigen Tages, die da lautet: &#8222;Der hei\u00dfeste Spieltag der Bundesliga-Geschichte!&#8220; Und da w\u00e4ren wir wieder bei den Rekorden. Auch ein paar Zeilen \u00fcber den VfL stehen drin: Gestern um 15.30 Uhr wurden unter dem Dach der Ostkurve 45 Grad gemessen. Das wird wohl das hei\u00dfeste Spiel in meiner VfL-Geschichte&#8230; Oh Mist, ich wollte doch gar nicht mitmachen bei dieser Rekord-Hysterie&#8230; letztes Jahr, jaaa, letztes Jahr, beim ersten Heimspiel gegen Energie Cottbus, da war es auch warm, und da gab\u00b4s ein 5:0 f\u00fcr unsere Jungs. Aber diesmal ist alles anders. Erstens haben wir unser erstes Spiel verloren, zweitens spielen wir nicht mit der Aufstiegseuphorie im Nacken und drittens wird der HSV nicht sang- und klanglos absteigen, sondern unter den ersten sechs Mannschaften kommen. Und so bin ich der prek\u00e4ren Konstellation (Niederlage in Wolfsburg, n\u00e4chste Woche geht\u00b4s zu den Bayern) \u00e4u\u00dferst dankbar: Sie sorgt n\u00e4mlich f\u00fcr abk\u00fchlenden Angstschwei\u00df&#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00dcberraschungen gut ist immer wieder die deutsche Bahn. Sie schafft es trotz des Wetters, uns p\u00fcnktlich zum Bochumer Ruhrstadion zu transportieren. Uns? Ja, zwei weitere Personen begleiten mich. Da sich mein Bruder Thommy immer noch in Vietnam aufh\u00e4lt, m\u00fcssen diesmal Tina und Helmut meine Babysitter spielen. Tina ist zum zweiten Mal dabei, wobei das erste Spiel (1:4 gegen Bayern) nicht wirklich z\u00e4hlt. Gegen 14.20 Uhr erreichen wir das Stadion &#8211; und der VfL ist bestens pr\u00e4pariert! Zum ersten Mal ist es den Fans erlaubt, Plastikflaschen mit einem Volumen bis zu einem Liter sowie Tetra-Paks mit ins Stadion zu nehmen. Das Wasser kostet nicht 2,50 Euro, sondern nur 1,50 Euro f\u00fcr einen halben Liter. Zudem ist das Rote Kreuz mit einem Zelt vor Ort, und die Feuerwehr erfreut jeden, der m\u00f6chte, mit einem k\u00fchlen Wasserstrahl.<\/p>\n<p>Nein, der Gerd m\u00f6chte kein kaltes Wasser ins Gesicht kriegen, aber er ist tats\u00e4chlich schon da&#8230; und &#8211; kaum zu glauben &#8211; die Temperatur entt\u00e4uscht mich ein wenig. Noch steht die Sonne \u00fcber der Trib\u00fcne und es sind grad mal 30 Grad. &#8222;Gut, dass ich meinen Schal mit hab&#8230; ganz sch\u00f6n frisch geworden!&#8220;, rufe ich (entschuldigt diesen misslungenen Kalauer, aber Ihr wisst ja: die Hitze!). Wow, das erste Heimspiel&#8230; und ein Programmpunkt jagt den n\u00e4chsten&#8230; als ob das Zuschauen nicht schon anstrengend genug w\u00e4re. Slawo Freier nimmt vom KICKER das &#8222;goldene K&#8220; in der Rubrik &#8222;Au\u00dfenbahn offensiv&#8220; entgegen. &#8222;Wei\u00dft Du, wie die Schalke-Fans den Freier nennen?&#8220;, frage ich Gerd. &#8222;Nee.&#8220; &#8222;Na ganz einfach: Das SAMS!&#8220; Hurra. Das Sams. H\u00e4tt ich den Spruch auch mal untergebracht. Dann taucht ein f\u00fcrchterlich schlechter Schlagers\u00e4nger mit einem saubl\u00f6den Lied auf. Es wirkt wie das DWS-Werkslied (DWS ist der Bochumer Hauptsponsor) auf der &#8222;Footballs coming home&#8220;-Melodie&#8230; die Worte &#8222;VfL&#8220; und &#8222;Ruhrstadion&#8220; tauchen auch auf, aber pfuiiiii, aus damit. Dann kommen unsere seltsamen Hupfdohlen und versuchen, zum \u00e4u\u00dferst langsamen &#8222;V &#8211; F &#8211; L &#8211; mein Herz schl\u00e4gt nuuuur f\u00fcr dich&#8220; einen Tanz auf den Rasen zu legen. Geht total schief! Als dann noch der Megafon-Man und seine &#8222;Ultra&#8220;-Freunde eine neue Technik pr\u00e4sentieren, ist alles zu sp\u00e4t. Das Megafon haben die doch tats\u00e4chlich durch ein Mikro ersetzt, das mit Lautsprechern auf dem Zaun verbunden ist. So clever h\u00e4tten wir die Ultras gar nicht erwartet, aber leider bleiben die Sprechch\u00f6re wohl dieselben. &#8222;Mit der Nummer eeeeeiiiinnnssssss&#8230;.? REEEEINNNN&#8220; &#8222;VAN DUIJNHOVEN!!!&#8220; Und unser Torwart ist auch noch derselbe. Hurra, das war ja mal ein kurzweiliges &#8222;Vorspiel&#8220;&#8230; H\u00e4tte nur noch der Sam gefehlt. Yoooo, der Sam. Wo ist der \u00fcberhaupt? &#8222;Nicht da! Keine Ahnung&#8220;, meint Gerd, der einen unanst\u00e4ndigen Spruch nach dem n\u00e4chsten bringt. Aber &#8211; ehrlich &#8211; ich hab sie alle vergessen. Die zugeh\u00f6rigen Gehirnzellen sind vermutlich verbrannt. Einmal gings um ein Kinoposter f\u00fcr den &#8222;Tomb Raider 2&#8220;-Film, und einmal wollte Gerd, dass sich eine wohl geformte Zuschauerin auch noch ihres Bikinis entledigt &#8211; aber sonst? &#8222;Mit der Nummer viiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeeerrrrrrr&#8230;.. MONDAY SUNDAY&#8220; &#8222;OLISEHHHHHHHHHHHHHHH!&#8220; Es ist wieder Fu\u00dfball-Zeit, und das Bochum-Lied von Herbert bet\u00f6rt meine Sinne immer noch wie beim ersten Mal. Das MSV-Zebra Helmut dreht sich zwar mit Grausen weg, aber ganz ehrlich: Die Fans aller anderen Profiklubs w\u00e4ren stolz, wenn sie eine solche Stadionhymne h\u00e4tten. &#8222;Machst mit nem Doppelpass JEEEEEEEDEN Gegner nass: Du und Dein VFL !!!!&#8220; Jede Wette, Tina hat\u00b4s auch diesmal wieder beeindruckt.<br \/>\nAnpfiff&#8230; endlich&#8230; und auch unsere Jungs sind mal wieder beeindruckt. Hurra, die Sonne scheint, da werd ich ja sch\u00f6n braun. Hurra, das Stadion ist voll, und die Fans feuern uns an, na wunderbar. Hurra, unser Konto ist voll, und \u00fcberhaupt das Wetter, warum soll ich mich denn da bewegen? Alles lauter Gr\u00fcnde, um 30 Minuten lang nur hinterherzutraben. Die Hamburger sind idunahochhaushoch \u00fcberlegen, lassen das B\u00e4llchen flott laufen. In der vierten Minute lupft Mahdavikia den Ball an den Innenpfosten, doch wachen unsere Jungs auf? N\u00f6. Weiter rollen die Angriffe, meist \u00fcber Mahdavikia, und unser Zebra-Neuzugang B\u00f6nig links hinten in der Viererkette ist ganz sch\u00f6n \u00fcberfordert. Flanke Mahdavikia, Kopfball Romeo, Colding auf der Linie. Das ganze in der 10. Minute. Mahdavikia selbst aus 20 Metern&#8230; knapp vorbei. Keine drei Minuten sp\u00e4ter. &#8222;Die betteln aber um ein Gegentor&#8220;, stellt Helmut grinsend fest. Und Gerd und ich stimmen zu. Kaum zugestimmt, schl\u00e4gt&#8217;s ein. Pass auf Takahara, halbrechte Position, reingeschlenzt, drin. 0:1! Wieder R\u00fcckstand, wieder in der Anfangsphase. Das werden wir wohl nie kapieren.<\/p>\n<p>Das vermiest einem doch die beste Sommerlaune, wenn die da so einen Schei\u00df fabrizieren. Nur einer, der br\u00fcllt flei\u00dfig weiter: Der Megafon- \u00e4h Mikrofon-Man. Er ruft, schreit, bittet&#8230; alle sollen mal ihre Arme heben, irgendeinen Quatsch rufen&#8230; bis ein Fanklub unter dem Dach die Schnauze voll hat und ganz laut &#8222;HALT DIE FRESSE!!! HALT DIE FRESSE!!! HALT DIE FRESSE!!!&#8220; br\u00fcllt. Au\u00dfer den &#8222;Ultras&#8220; stimmen alle singend ein oder klatschen begeistert Beifall. Da f\u00e4llt dem Br\u00fcllaffen direkt die Kinnlade runter. Was nun? &#8222;Wenn ich das meinem Bruder erz\u00e4hle, der macht sich nass!&#8220;, frohlocke ich. Doch direkt darauf werden meine Augen aufs Spielfeld gelenkt. Irgendjemand schickt Takahara mit einem langen Pass auf die Reise, und unser Abwehr-Kalla nimmt Anlauf&#8230; beide sind noch 20 Meter vom Ball weg&#8230; nur noch Takahara und Kalla unterwegs&#8230; Kalla nimmt Anlauf&#8230; gr\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4tscht&#8230;. beeeide Beine&#8230;. erwischt&#8230;. den Ball! Allgemeines Raunen auf den R\u00e4ngen, laute &#8222;Kalla! Kalla! Kalla!&#8220;-Rufe. Diesmal kippt mir die Kinnlade runter. &#8222;Entweder Rot oder Einwurf&#8220;, merkt Helmut richtigerweise an. Wenn der den Takahara getroffen h\u00e4tte, dann w\u00e4ren beide drei Monate ausgefallen. Nur w\u00e4r das f\u00fcr den Takahara schmerzhafter gewesen.<\/p>\n<p>Steht&#8217;s noch 0:1? Irgendwie schon, und irgendwie spielen wir immer noch mies. Ach, wenigstens eine Ecke. Oliseh wird schie\u00dfen, hoffentlich nicht wieder kurz. L\u00e4uft an, kurz&#8230; boooaaah bringt doch nichts&#8230; und doch&#8230; JUBEL, TOOOORRR! H\u00e4, wie ist der denn reingegangen? Reingekr\u00fcmelt? Einer jubelt am lautesten. Peter Madsen hat ihn wohl reingestolpert. 1:1 in der 31. Minute. &#8222;Wie die Jungfrau zum Kind&#8220;, sagt Helmut und hat Recht. Mir ist\u00b4s egal. Ja, nun wachen wir auf. Madsen volley f\u00fcnf Minuten sp\u00e4ter, Pieckenhagen wehrt ab. Ein ganz possierliches, sch\u00f6nes, unterhaltsames Spielchen. Ne Menge Spa\u00df auf der Trib\u00fcne, na gut, nicht wirklich viel sehenswertes vom VfL auf dem Platz, aber wenigstens ein 1:1 zur Pause.<br \/>\nHalbzeitpause. Das von Helmut mitgebrachte 0,5-er-Bonaqa verschwindet in Rekordzeit (musste mein &#8222;Haupt&#8220;wort mal wieder erw\u00e4hnen) in meinem Schlund. Wieder tanzen die Hupfdohlen, aber viel mehr st\u00f6rt ein Blick an den Himmel. Treppchen f\u00fcr Treppchen arbeitet sich die Sonne in der Ostkurve nach oben&#8230; bis, ja bis wir alle vier uns in der prallen Sonne befinden. Auch den Jungs auf dem Rasen geht der goldgelbe Freund am Himmel zunehmend an die Substanz, und so ist\u00b4s den 22 aktiven Fu\u00dfballspielern nicht zu ver\u00fcbeln, dass sie in der zweiten H\u00e4lfte nur noch ein trostloses Sommer-Rumgekicke abliefern. Es ist einfach nur unertr\u00e4glich-superduperhei\u00df. Eine Chance vergibt der HSV noch, durch Mahdavikia nat\u00fcrlich. Zudem schie\u00dft Meier ein Abseitstor, aber das m\u00f6chte ich mir gern nochmal in der Glotze angucken. Und wir? Momo Diabang &#8211; aus Bielefeld geholt (Zitat Fankurve: &#8222;Was haben wir denn da wieder f\u00fcr einen eingekauft?&#8220;) &#8211; steht frei vor Pieckenhagen und schie\u00dft den an. Dazu noch ein elfmeterreifes Foul an Kalla und ganz ganz viele Freist\u00f6\u00dfe aus der Halbposition f\u00fcr uns. Doch die bringen nix. Das isses. Da h\u00e4lt sich der Mikro-Man immer noch merklich zur\u00fcck. 1:1 steht&#8217;s zum Schluss, aufgrund der ersten halben Stunde ein wenig gl\u00fccklich f\u00fcr uns. Fehlen noch 39 Punkte bis zum Ziel. Der Abend klingt aus in einem k\u00fchlen Eckchen im &#8222;Three-Sixty&#8220; im Bermuda-Dreieck (das leider nicht so k\u00fchl war wie eigentlich gew\u00fcnscht, aber immerhin schattig). Die Burger k\u00f6nnen mit denen aus dem M\u00fclheimer &#8222;Diner\u00b4s&#8220; locker mithalten, dazu noch ein bisschen die Premiere-Zusammenfassung gucken; was f\u00fcr ein gelungener Fu\u00dfballtag-Abschluss. Gerd hat sich derweil ruckzuck nach dem Abpfiff verabschiedet. Zu einer Grillparty nach Essen oder so.<\/p>\n<p>Es war ein besonderes Spiel, weil\u00b4s in einer Sauna stattgefunden hat. Den Redakteuren des Sport-Studios ist&#8217;s aber vermutlich lediglich einen Schnipsel in der Ergebniszusammenfassung am Schluss wert. Ich k\u00f6nnt diesen Unterschied zwischen gef\u00fchlter Spannung im Stadion und der realistischen Bewertung hinterher in den TV-Sendungen gar nicht oft genug erw\u00e4hnen. Ich nehme neben der Hitze zwei weitere Ereignisse mit. Erstens die unfassbare Kalla-Gr\u00e4tsche, zweitens den &#8222;Halt-die-Fresse&#8220;-Sprechchor. Einfach gro\u00dfartig.<br \/>\nIch hoffe, Ihr entlasst mich jetzt in ein eiskaltes Bad&#8230; denn in den 30 Minuten, die ich eintippend vor dem Computer verbrachte, erfrischte ein ganzer Liter Sprudel meinen K\u00f6rper&#8230; was f\u00fcr ein Stundenschnitt, oder?<\/p>\n<p>Noch so ein Rekord.<\/p>\n<p>*tropf*<br \/>\n*tropf*<br \/>\n*tropf*<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Okay, in diesem Jahr, 2012, war es beim Pokalspiel des FC Schalke 04 in Saarbr\u00fccken wom\u00f6glich noch hei\u00dfer &#8211; 39 Grad im Schatten. Aber an das Bundesliga-Spiel zwischen dem VfL Bochum und dem Hamburger SV am 9. 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