{"id":1386,"date":"2011-09-02T14:41:06","date_gmt":"2011-09-02T14:41:06","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=1386"},"modified":"2012-01-16T14:54:00","modified_gmt":"2012-01-16T14:54:00","slug":"oh-wie-ist-das-schon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=1386","title":{"rendered":"Oh wie ist das sch\u00f6n!"},"content":{"rendered":"<p>Am 5. Mai 2002 bloggte ich \u00fcber das Zweitliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und dem VfL. Der VfL siegte nach denkw\u00fcrdigen 90 Minuten mit 3:1, \u00fcberholte in letzter Sekunde den FSV Mainz 05 und stieg in die Bundesliga auf. Dieses Spiel geh\u00f6rt zu meinen &#8222;Top 5&#8220; in bisher 24 Jahren VfL, vielleicht sogar zu den &#8222;Top 5&#8220; der Vereinsgeschichte. Ein unglaublicher, unfassbarer Tag.<\/p>\n<p><strong>Den Text zum Spiel nannte ich &#8222;Unbelievable &#8211; Oh wie ist das sch\u00f6n!&#8220; &#8211; und so geht er:<\/strong><\/p>\n<p>Jetzt, da ich diese Zeilen hellschwarz auf hellgelb <em>(Layout meiner ersten Homepage, Anmerkung im Januar 2012)<\/em> auf dem Bildschirm verewige, ist es acht Stunden her. Ich bin alleine, laufe in der Wohnung auf und ab. Keine Stimmen, die mir ins Ohr br\u00fcllen, keine Arbeitskollegen, die sich nach meinem Befinden erkundigen. Nur die Bilder vom Videoband, viel mehr noch die Bilder in meinem Kopf und ich. Es kommt h\u00f6her und h\u00f6her, eine Tr\u00e4ne kullert meine Wange herunter; langsamer und langsamer rinnt sie \u00fcber meine Haut. Meine Hand formt sich zur Faust, und genau JETZT habe ich es begriffen. Aufgestiegen! <strong>WIR SIND WIEDER DA!<\/strong> Es ist wirklich wahr, was ich zum 16.48 Uhr erlebt, was ich gef\u00fchlt habe. Das Spiel vorbei, herzinfarktgef\u00e4hrdet, 3:1 gewonnen. Und dann die goldene Nachricht vom Nebenmann. Der verharrt, erstarrt, dr\u00fcckt den Radio-Kopfh\u00f6rer durch sein Ohr bis zum Trommelfell. Dann strapaziert er seine Stimmb\u00e4nder wie nie zuvor: &#8222;AUUUUUUS! AUUUUS!!! 3:1 F\u00dcR UNION!!!!!!&#8220; JAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!! JAAAAAAAAAAAA!!!!<\/p>\n<p>H\u00fcpfen, hochspringen, Sergej Bubka Konkurrenz machen!!! Kommt in meine Arme, allesamt! Ich umarme den Nebenmann mit dem Radio, den Vordermann mit dem Schn\u00e4uzer, den anderen Nebenmann, der mehrfach den Sanit\u00e4ter holen wollte, weil er kurz vor dem Nervenkollaps stand. Die Tore \u00f6ffnen sich, rauf auf den Rasen, auf den goldenen Rasen, der uns die 1. Liga brachte. Hier werde ich so schnell nicht mehr hinkommen; tsch\u00fcss Aachen, wir haben\u00b4s gepackt! Wie Beckenbauer 1990 in Rom schlurfe ich \u00fcbers gr\u00fcne Gel\u00e4uf.<\/p>\n<p>Durchquere es im Quadrat, nehme Platz auf der Trainerbank, springe auf, spaziere von Eckfahne zu Eckfahne. Die H\u00e4nde sind ganz tief in der Hosentasche vergraben, ich sp\u00fcre nur noch, dass mein Handy im Sekundentakt vibriert. Meine Gedanken sind ganzganzganzganz weit weg. Woanders, in einer anderen Galaxie. Mein 202. Bochum-Spiel; eins, dass in die Geschichte eingeht als das mit dem gr\u00f6\u00dften Nervenkitzel, als das mit dem sch\u00f6nsten Aufstieg. Die Mannschaft kommt nochmal raus, Peter Neururer, gezeichnet von einer tr\u00e4nenreichen und feucht-fr\u00f6hlichen Kabinenparty, strippt vor den Fans, entledigt sich seines Aufstiegs-T-Shirts &#8211; das wird ne ganz lange Nacht in Bochum. Nur widerwillig verlasse ich den Ort des Triumphes. Zur\u00fcck zum Bahnhof. Ich glaub im Bus sitzen nur Aachener. Egal. Ich lese zahlreiche SMS. Alle gratulieren, sogar die Duisburger Fans, die seit Monaten sticheln. Mein Bruder Thommy ruft an, aus Hannover, dort h\u00e4lt er eine Lesung.<\/p>\n<p>&#8211; Ist es wahr, was ich hier gerade eben geh\u00f6rt habe?<\/p>\n<p>Ja, ist es. Ich versuche, alle Ereignisse in einer Minute zu rekonstruieren. Meine Gedanken \u00fcberschlagen sich vor Gl\u00fcck, es sprudelt alles nur so aus mir heraus. Dass ich bei Oddset gewonnen habe, zum sechsten Mal in Folge; selbstverst\u00e4ndlich! In Trance f\u00fchre ich zwei dienstliche Gespr\u00e4che, heiser, im blauen Himmel fliegend, mich in der Sonne bratend, mit einer sch\u00f6nen Frau liebend; sprich: immer noch in der anderen Galaxie. Ich arbeite noch zwei Stunden, irgendwie, mein Trikot bleibt an, mein Schal bleibt um, jeden, den es gar nicht interessiert, konfrontiere ich mit meinem unbeschreiblichen Gef\u00fchl, es ist schlie\u00dflich lange her, dass ich so richtigrichtig gl\u00fccklich war.<\/p>\n<p>Tja, um 10.25 Uhr war das noch gar nicht so klar. Da waren es noch vier Stunden und 35 Minuten bis zum Anpfiff und ich verlie\u00df gerade meine Wohnung!<\/p>\n<p>M\u00fclheim, 10 Grad, str\u00f6mender Regen, die Frisur h\u00e4lt. Oh je, das erinnert stark an das Union-Berlin-Spiel. Der April ist zwar vorbei, aber das Wetter l\u00e4sst dennoch enorm zu W\u00fcnschen \u00fcbrig. Okay, wenn das Spiel so ausgeht wie letzte Woche, kann ich damit leben. Aber wer gibt mir die Garantie? Wie es um meine Gef\u00fchle steht? Die Zweifel wachsen. Wir sind zwar punktgleich mit Bielefeld und nur einen hinter Mainz, aber\u00a0 istdoch so unrealistisch. Das ist kein Kribbeln mehr im Bauch, das sind schon Bauchschmerzen. Als ob ich das Guten-Morgen-M\u00fcsli mit l\u00e4ngst verschimmelter Milch verspiesen h\u00e4tte. Der Regen durchn\u00e4sst meine Lockenpracht, meine Trekking-Schuhe &#8211; die ich erstmals seit dem Nordkapp-Urlaub trage &#8211; sch\u00fctzen meine F\u00fc\u00dfe vor der N\u00e4sse. Meine Brille ist voller Regentropfen. Ich sehe aus wie eine schlechte Karikatur eines Nachwuchs-Cartoonisten. Im Regionalexpress um 10.46 Uhr hocken wenige Bochumer &#8211; es ist noch fr\u00fch. Huh, denen geht&#8217;s \u00e4hnlich wie mir, n\u00e4mlich nicht sonderlich gut. Zweckoptimismus nennt man das wohl. Auch die &#8222;Lacherei&#8220;, wie mein VfL-Kumpel Stefan immer sagt, ist nicht so wie sonst. Gut, dass Alster (Pils\/Fanta) f\u00fcr einen Bochumer &#8222;Leberverarschung&#8220; ist, das habe ich noch nie geh\u00f6rt und zaubert ein L\u00e4cheln auf meinen Lippen hervor. Aber f\u00fcr den Schmunzler der Zwei-Stunden-Fahrt muss der Schaffner sorgen, der bei der Einfahrt nach Leverkusen Mitte \u00fcber die Lautsprecher bekanntgibt: &#8222;Jetzt bitte ich alle Fahrg\u00e4ste aufzustehen &#8211; und eine Gedenkminute f\u00fcr Bayer Leverkusen 04 einzulegen!&#8220; Sensationeller Spruch! Die Uhr schl\u00e4gt 12.50 Uhr, Aachen Hauptbahnhof, ein paar von den Bochumern sind doch lauter geworden, die &#8222;Ostwestfalen-Idioten&#8220;-Sprechch\u00f6re feiern ein unverhofftes Revival. Ohjemine, es pisst immer noch in Str\u00f6men, ich glaub, Petrus hat ne ziemlich \u00fcble Blasenentz\u00fcndung. Das Miteinander mit den Aachener Fans ist wirklich phantastisch. Sie geleiten uns durch die Innenstadt, am Stadttheater vorbei, zum Bushof. Das dauert zu Fu\u00df geschlagene 15 Minuten, und einen Eindruck von Aachen konnte ich nicht sammeln. Vielmehr war ich bem\u00fcht, den Regen von meinen Haaren fernzuhalten. Rein in den Bus, ab zum Stadion, schnell ein W\u00fcrstchen essen; beim Fr\u00fchst\u00fcck habe ich nicht ganz so viel runtergekriegt.<\/p>\n<p>Einen Stehplatz suchen, finden, und die Gedanken sortieren. Wie war das noch mit Tabellensituation? Wenn die unentschieden machen und wir&#8230; ach schei\u00df drauf! Wir m\u00fcssen gewinnen und dann mal schauen.<br \/>\nDie Spieler kommen zum Warmlaufen, Applaus. Die Aachener Fans jubilieren schon jetzt: &#8222;Die Alemannia wird niemals untergehen&#8220; und dann immer wieder &#8222;Bochum &#8211; Bochum &#8211; 2. Liga&#8220;, &#8222;Schade Bochum alles ist vorbei!&#8220; Und niemand vermag zu widersprechen. Dariusz Wosz, wieder dabei, und Christiansen veranstalten schon weit vor dem Anpfiff jenes Arm-Gefuchtel, das den Fans symbolisieren soll: Gebt alles! Wir werden es auch tun! Und schwuppdiwupp sortieren 5000 der 8000 Bochumer ihre Radios und Handys, besorgen sich Ergebnis-Informanten, und da laufen sie ein. Das Spiel beginnt, 15.01 Uhr, und jetzt ist klar: Wenn jetzt Abpfiff w\u00e4re, w\u00e4ren wir raus. Berlin gegen Mainz 0:0, Bielefeld gegen Ahlen 0:0, Aachen gegen Bochum 0:0.<\/p>\n<p>Es geht nicht gut los. Angriffswirbel der Aachener, der Daun wird zum besten Bochumer Abwehrspieler, vernagelt drei Chancen in zehn Minuten. 15.10 Uhr &#8211; Mist, Bielefeld 1:0. 15.15 Uhr &#8211; gelbe Karte Schindzielorz. 15.23 Uhr &#8211; gelb-rote Karte Schindzielorz! L\u00e4hmendes Entsetzen. 8000-facher Schlaganfall am Aachener Tivoli. Siehe Union-Berlin-Spiel! Wieder ein fr\u00fcher Platzverweis. Alles ist vorbei! Soll ich lieber schon jetzt nach Hause fahren und mir weiteren \u00c4rger ersparen? Bielefeld gegen Ahlen 2:0, oh je, auf die k\u00f6nnnen wir wohl nicht mehr setzen. Die Idioten steigen auf. Also alles auf &#8222;EISERN UNION&#8220;! Letzte Woche waren die ja auch gar nicht so schlecht. 15.26 Uhr; Colding im Strafraum, FOUL! Elfmeter!!! Christiansen l\u00e4uft an, verl\u00e4dt Straub, DRIN!!! 1:0! Christiansen sprintet direkt weiter, raus, Dickhaut kommt rein! Schon jetzt das Ergebnis sichern. Aachen ist verunsichert, wir setzen nach. Buckley auf Freier, 2:0! Das Ding ist gelaufen, der K\u00e4se gegessen, der Drops gelutscht, das Kaugummi gekaut, das Schnitzel gebraten. Der Dreier ist im Sack, doch von ausgelassener Kirmes-Stimmung keine Spur. Zu d\u00fcnn ist der Faden, an dem ein m\u00f6glicher Aufstieg h\u00e4ngt. Und noch sind wir auf Platz vier.<\/p>\n<p>Es wird putzmunter auf dem Platz. Bediako von Aachen fliegt nach einem Boeing-747-Foul an Wosz vom Platz. Meine Fresse, der kam mit einem Tempo angeflogen, meiomei. Neururer und Berger pr\u00fcgeln sich fast, die Nerven liegen sowas von derma\u00dfen blank. Halbzeit. Die Bilanz: drei Tode gestorben.<\/p>\n<p>16.02 Uhr, der Stadionsprecher verk\u00fcndet die Uhrzeit, als der Schiri zum Showdown bittet. In der Pause haben zwei Alemannia-Fans ihren Frauen Heiratsantr\u00e4ge \u00fcbers Mikro gemacht (und die haben sogar mit &#8222;JA&#8220; geantwortet; vor so einer Menschenmenge ist ein Antrag wirklich Erpressung&#8230;). Um mir die Zeit zu vertreiben, habe ich an sch\u00f6ne Frauen gedacht, an solche, die wenig reden, an solche, die gar nicht reden, an solche, die viel reden; habe festgestellt, dass ich der lebende Gegenbeweis f\u00fcr solche S\u00e4tze wie &#8222;Es kommt immer dann, wenn du gar nicht damit rechnest&#8220; bin. Indes: Es hilft nur wenig. Das Realit\u00e4t ist wei\u00df auf gr\u00fcn, rund auf eckig. Keine 120 Mal habe ich nach der &#8222;einundzwanzig&#8220;-Methode die Sekunden gez\u00e4hlt, da klingelt&#8217;s; im falschen Tor. Caillas 1:2. Tod Nummer vier. Ahlen hat auf 1:2 aufgeholt, aber wen juckt das schon. Um mich herum das blanke Grausen. Alle 30 Sekunden br\u00fcllt jemand &#8222;1:0 f\u00fcr UNION BERLIN&#8220; und st\u00e4ndig will einer alle verarschen. Tod Nummer f\u00fcnf!<\/p>\n<p>F\u00fchren die wirklich, oder nicht? Aachen wirft alles, aber auch alles nach vorn. Der van Duijnhoven h\u00e4lt internationale, nein welt-, nein galaxieklasse. Zwei Dinger, die selbst der Kahn nicht h\u00e4lt, fischt der aus dem Giebel. 2:1, aber wie lange noch? JUNGS, HALTET DURCH, BITTE! Um die Situation zu beruhigen (und die eigenen unglaublich-dummen Komplexe abzureagieren) z\u00fcnden Idioten aus dem Ultra-Kreis zwei Rauchbomben. Der Schiri droht mit Abbruch, Wosz klettert auf den Gitterzaun. 2:1 f\u00fcr uns, Bielefeld f\u00fchrt 3:1, ist durch. Berlin gegen Mainz 0:0. &#8222;Schade Bochum alles ist vorbei&#8220; hallt es durchs Rund, ja sogar &#8222;Bochum wir h\u00f6ren nichts!&#8220; &#8222;Aachen wir sagen nichts&#8220; will ich antworten. Ich kann nicht reden. Kriege keinen Ton raus. Tod Nummer sechs.<\/p>\n<p>Immer wieder: Augen zu, wegdrehen, durchatmen. Weitere Herzinfarkte hinnehmen! Und dann diese Sekunde um 16.23 Uhr. Einer der zahlreichen Radio-M\u00e4nner schreit laut auf: &#8222;1:0 f\u00fcr Berlin! 1:0 f\u00fcr Berlin! 1:0 f\u00fcr Berlin!&#8220;, immer wieder von vorne. Der Jubel kennt keine Grenzen. Ersatzspieler springen auf und ab. V &#8211; f &#8211; L, V &#8211; f &#8211; L ! Steht auf f\u00fcr den V &#8211; f &#8211; L ! Kann das die M\u00f6glichkeit sein? Und wir f\u00fchren noch! Sieben Minuten sp\u00e4ter jubeln die Schwarz-Gelben. Sogar der Stadionsprecher will da mithalten. &#8222;Zwischenergebnis aus der 2.Bundesliga: Berlin gegen Mainz 1:1&#8220; br\u00fcllt er. Und wieder &#8222;Schade Bochum alles ist vorbei&#8220;. Wer glaubt jetzt noch an das Wunder? Immerhin, die Mannschaft wird besser. Meichelbeck f\u00fcr Ristau, Toplak f\u00fcr Buckley. Dann ein Konter \u00fcber Wosz, Freier marschiert auf und davon, 3:1! Wir haben&#8217;s gepackt, der Dreier ist unser. Jetzt noch Union Berlin. Bittebittebittebittebittebitte! Tod Nummer sieben!<\/p>\n<p>Der Blick zu den Radioleuten. Was ist los? &#8222;Hab nur die K\u00e4sesender drauf&#8220; charakterisiert einer die holl\u00e4ndischen Funkstationen. &#8222;L\u00e4uft nur Musik&#8220; schreit ein anderer, &#8222;Wer will denn was \u00fcber die Schei\u00df-Dortmunder h\u00f6ren&#8220;, trompetet der n\u00e4chste. Nichts und wieder nichts. Es wird 16.32 Uhr, 16.33 Uhr, 16.34 Uhr. Sekunden verrinnen, die imagin\u00e4re Sanduhr flie\u00dft schneller und schneller. Jemand durchbricht die Stille: &#8222;HURRAAAAAAAAAAAAAAAAAA! 2:1 IN BERLIN!!!!!!!&#8220; Die Nachricht macht so schnell die Runde wie ein Feuer in einem staubtrockenen Wald nach einem Hochsommer. Haltet durch, Union! Haltet durch! Die Ersatzspieler drehen am Rad, umarmen sich, genauso wie die Dortmunder vor dem Gewinn der Meisterschaft, V &#8211; f &#8211; L, V &#8211; f &#8211; L ! Dann die Gewissheit: 3:1 f\u00fcr Union Berlin &#8211; wir sind aufgestiegen. 16.48 Uhr: zwei kurze und ein langer Pfiff &#8211; AUS!<\/p>\n<p>AUFSTIEG!<\/p>\n<p>So ist\u00b4s gewesen! Die Zeilen sind hellschwarz auf hellgelb auf den Bildschirm gebannt. Soeben habe ich alle anderen Tagebucheintr\u00e4ge aus dieser Saison nochmal \u00fcberflogen &#8211; und obwohl die Erinnerung nat\u00fcrlich noch frisch ist, kann ich ohne Frage behaupten: Das war der mit Abstand sch\u00f6nste Aufstieg &#8211; noch nie habe ich so sehr mitgezittert, meine ganze Umgebung in meine Emotionswelt eingeweiht. Bin nach Mannheim gefahren, nach Bielefeld, nach F\u00fcrth, nach Aachen. Vom Nervenkost\u00fcm her war ich der Calmund von Bochum, wenngleich ich doch ein paar (hundert) Kilo weniger wiege&#8230; &#8222;Oh wie ist das sch\u00f6n! Sowas hat man lange nicht gesehen!&#8220; und &#8222;So ein Tag so wundersch\u00f6n wie heute!&#8220; rufe ich in mich hinein (und nicht laut heraus; die Nachbarn schlafen!) Es ist ruhig geworden um mich herum. Listening to the sound of silence. Ich schecke es. Wir haben es geschafft. Wir sind wieder da. Nicht Burghausen, nein, Bayern M\u00fcnchen kommt ab dem 10. August ins Ruhrstadion. Feeling so real. Ein nicht endender Orgasmus. Einer nach dem anderen, immer wieder. Unbelievable!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. Mai 2002 bloggte ich \u00fcber das Zweitliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und dem VfL. Der VfL siegte nach denkw\u00fcrdigen 90 Minuten mit 3:1, \u00fcberholte in letzter Sekunde den FSV Mainz 05 und stieg in die Bundesliga auf. 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