{"id":1251,"date":"2011-09-02T11:34:42","date_gmt":"2011-09-02T11:34:42","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=1251"},"modified":"2011-11-28T11:47:24","modified_gmt":"2011-11-28T11:47:24","slug":"abschied-nehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=1251","title":{"rendered":"Abschied nehmen"},"content":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr ein Privileg! Am 28. Juni 2007, drei Tage vor Beginn meines Volontariats, durfte ich mich nach fast genau elf Jahren auf der Jugendseite &#8222;ZOOM&#8220; von den Lesern der M\u00fclheimer WAZ verabschieden.<\/p>\n<p>Jedenfalls hatten wir (das ZOOM-Team) die linke Spalte (und damit knapp 95 Zeilen) mit der Rubrik &#8222;Die Randgruppe&#8220; f\u00fcr mich reserviert, \u00dcberschrift: &#8222;Der Quoten-Mann&#8220;. Danach gab es &#8211; kaum zu glauben &#8211; sogar Leser, die anriefen und sich von mir verabschiedeten. Von Trainern, Spielern und Verantwortlichen aus der M\u00fclheimer Sportszene ganz zu schweigen. Ehrlich jetzt.<\/p>\n<p><strong>Rein in den Text:<\/strong><\/p>\n<p>Psst. . . ich verrate Euch ein Geheimnis. . . gew\u00e4hre einen Blick ins ZOOM-Redaktionsleben. Lest aufmerksam mit!<\/p>\n<p>Einmal im Monat findet unsere kleine, aber feine Redaktionssitzung statt. Wir treffen uns irgendwo in der City. Nach und nach betreten die ZOOMer den Laden &#8211; und, es sind, ja wirklich, fast nur Frauen. Ein einziger Quoten-Mann sitzt stets in der Runde und versucht, eine m\u00e4nnliche Note ins Blatt zu hieven (im Impress-ZOOM steht hinter diesem Namen &#8222;Fu\u00dfball und Feiern&#8220;). Gemeinsam planen wir die Rubriken (schaut Euch auf dieser Seite um): Randgruppe, Nahaufnahme, Zweittext. Es macht irre Spa\u00df, wir sind ein gutes Team. Wirklich.<\/p>\n<p>Spulen wir die letzten Zeilen zur\u00fcck: Sitzt in der Runde?<\/p>\n<p>Ab Montag hei\u00dft das Wort &#8222;sa\u00df &#8222;. Denn ich, Andreas Ernst (oder auch: aer), z\u00fccke in diesem Moment ein Taschentuch, winke Euch allen zu, verdr\u00fccke eine Tr\u00e4ne und verabschiede mich ins Volontariat an der Journalistenschule Ruhr. Elf Jahre WAZ M\u00fclheim gehen zu Ende. Elf Jahre in der Sportredaktion, auf Fu\u00dfballpl\u00e4tzen, in Sporthallen, in Schwimmb\u00e4dern. Termine in M\u00fclheim, im Ruhrgebiet und am kompletten Niederrhein. Dazu noch vier Jahre im Lokalteil, in allen Ecken der Stadt, bei den gro\u00dfen Festen von der Kirmes bis zum Nikolausmarkt. Und dann fast zwei Jahre bei ZOOM.<\/p>\n<p>Ja, richtig gelesen, seit inzwischen zwei Jahren gibt es die ZOOM-Seite (Erste Ausgabe: 26. August 2005)! Die erste Seite h\u00e4ngt immer noch an meiner Pinnwand. Mit dem legend\u00e4ren &#8222;10-Euro-Test&#8220; (wir gingen der Frage nach: Was l\u00e4sst sich mit zehn Euro in M\u00fclheim anstellen? Ich entschied mich f\u00fcr den F\u00fcnfer-Tag im Schifferhaus. . . tja, den gibt&#8217;s leider nicht mehr) als Nahaufnahme begann die ZOOM-\u00c4ra in M\u00fclheim.<\/p>\n<p>Was soll ich sagen in den letzten Tagen bei der M\u00fclheimer WAZ? Wie im Film &#8222;Matrix&#8220;? &#8222;Alles was einen Anfang hat (meiner war am 14. Juli 1996 das Fu\u00dfball-Testspiel 1. FC M\u00fclheim &#8211; RSV Klosterhardt, Endstand 3:2, mitten im staubigen Sommer auf dem Ascheplatz an der Moritzstra\u00dfe in Styrum), hat auch ein Ende&#8220;? Nee, klingt zu hart.<\/p>\n<p>Wie bei J. D. Salingers &#8222;F\u00e4nger im Roggen&#8220;? &#8222;Als ich mit allem fertig war, blieb ich mit meinen Koffern noch eine Weile an der Treppe stehen und warf einen letzten Blick auf den verdammten Gang.&#8220; Oh weia, viiiel zu pathetisch.<\/p>\n<p>Reinhard Mey muss helfen: &#8222;Gute Nacht Freunde, es ist Zeit f\u00fcr mich zu gehn!&#8220; Und in den ZOOM-Sitzungen fehlt k\u00fcnftig der Quoten-Mann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was f\u00fcr ein Privileg! Am 28. Juni 2007, drei Tage vor Beginn meines Volontariats, durfte ich mich nach fast genau elf Jahren auf der Jugendseite &#8222;ZOOM&#8220; von den Lesern der M\u00fclheimer WAZ verabschieden. 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