{"id":1085,"date":"2011-09-02T16:27:57","date_gmt":"2011-09-02T16:27:57","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=1085"},"modified":"2011-11-13T16:50:39","modified_gmt":"2011-11-13T16:50:39","slug":"28-januar-2010-7-urlaubstag-san-francisco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=1085","title":{"rendered":"28. Januar 2010. 7. Urlaubstag. San Francisco."},"content":{"rendered":"<p>Im Januar 2010 bereiste ich mit dem Rucksack die US-Westk\u00fcste und sah mir Seattle im pazifischen Nordwesten sowie San Francisco und Los Angeles in Kalifornien an. Traumhaft! Ein Tagebuch f\u00fchrte ich nicht \u201clive\u201d, sondern \u201cnur\u201d in einer Word-Datei. Deshalb sind diese Zeilen noch nirgendwo erschienen. Es war ein sehr intensiver zweieinhalbw\u00f6chiger Trip, da ich ohne meine Liebste, sondern ganz allein reisen musste und in dieser Zeit mein schwer kranker Onkel starb, 10.000 Kilometer entfernt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Am 28. Januar 2011, meinem siebten Reisetag, spazierte ich in San Francisco \u00fcber die Golden Gate Bridge &#8211; Lebenstraum erf\u00fcllt. Ich nannte diesen Eintrag <strong>&#8222;DIE GRENZENLOSE FREIHEIT\u201d:<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00dcber den Wolken muss die Freiheit grenzenlos sein? Wom\u00f6glich. Aber sie ist es auch bei einem Spaziergang \u00fcber die Golden Gate Bridge.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Stadt San Francisco w\u00e4re selbst dann eine einzigartige Sehensw\u00fcrdigkeit, wenn sie noch den Naturzustand h\u00e4tte. Wenn kein Mensch jemals hier gewesen w\u00e4re. Die Bucht auf der einen Seite, der Pazifik auf der anderen und dazwischen 40 H\u00fcgel garantieren spektakul\u00e4re Ausblicke an jeder Ecke. Aber was die Einwohner San Franciscos in all den Jahrzehnten aus dem nat\u00fcrlichen Rohmaterial geschaffen haben, ist auch so beeindruckend, so \u00fcberw\u00e4ltigend, so sch\u00f6n. An meinem ersten vollen Tag hier habe ich mir eine Menge davon angeschaut. Eine Menge.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Morgens will ich mich als allererstes eigentlich um mein Busticket nach Hollywood k\u00fcmmern. Stehe deshalb extra sehr fr\u00fch auf, dusche, bin entt\u00e4uscht \u00fcber das angebotene Fr\u00fchst\u00fcck im Hostel (auf dem Herd in der K\u00fcche steht eine Pfanne &#8211; und auf dem Tisch daneben Pfannkuchenteig, wenigstens ist der kostenlos) &#8211; und gehe um kurz vor halbzehn los. Schaue zum Himmel und stelle fest: Hammer! Traumwetter! Blauer Himmel! Sonnenschein! Wer will denn da die Zeit mit Bustickets vertr\u00f6deln? <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\"><a class=\"shutterset_\" title=\"Westk\u00fcste USA 2010 - San Francisco, auf dem Weg zur Golden Gate Bridge, kurz vor Fort Point in The Presidio\" href=\"http:\/\/andreasernst.com\/wordpress\/WordpressLatest\/wp-content\/gallery\/reisen\/usa_homepage131_tag5waytogoldengate14andi.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left\" src=\"http:\/\/andreasernst.com\/wordpress\/WordpressLatest\/wp-content\/gallery\/reisen\/thumbs\/thumbs_usa_homepage131_tag5waytogoldengate14andi.jpg\" alt=\"usa_homepage131_tag5waytogoldengate14andi\" \/><\/a>Ich jedenfalls nicht! Ich schaue auf die Stadtkarten, die ich habe (so einige: Lonely Planet, Baedeker, Auslage im Hostel), erblicke die unterschiedlichsten Stadtviertel (die ich alle sehen will), aber klar ist: Der Weg ist das Z&#8230; ich schreib&#8217;s nicht weiter, kostet sonst f\u00fcnf Euro. Die Golden Gate Bridge ist der gro\u00dfe Aufh\u00e4nger dieser Reise, und Golden Gate will ich sehen. Jetzt. Sofort. Kann&#8217;s nicht erwarten, auch noch bei dem Wetter. Das ist Adrenalin, das ist Euphorie, das ist Entspannung, das ist Urlaub, ein bisschen von allem. Jaaaaa. Lebenstr\u00e4ume erf\u00fclle ich mir nicht jeden Tag. Und deshalb sind die Emotionen kurz davor ganz besonders.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich beschlie\u00dfe, standesgem\u00e4\u00df mit einem Cable Car die Tour von meiner Heimat im belebten Union-Square-Hotel-District bis zur K\u00fcste zur\u00fcckzulegen. Von da ist&#8217;s noch ein kleiner Fu\u00dfmarsch bis zur Br\u00fccke. Kaufe f\u00fcr 20 Dollar einen Drei-Tage-Pass des \u00f6rtlichen VRR-Verschnitts und werde die Powell-Hyde-Linie bis zur Endhaltestelle benutzen. Die Fahrt ist ein Traum. Ich wei\u00df, kein normaler Einwohner von San Francisco wird noch mit einem Cable Car fahren (eine Single-Fahrt kostet f\u00fcnf Dollar), aber an jeder Stra\u00dfenkreuzung gibt&#8217;s eine Sicht auf die H\u00fcgel, die Hollywood schon f\u00fcr so viele Verfolgungsjagden nutzte. Schnell wird auch die Bucht mit der Insel Alcatraz am Horizont sichtbar. Gleich. Gleich bin ich da. Am Ziel.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Der\/das Nordkapp, die Brooklyn Bridge, das Wei\u00dfe Haus, der Eiffelturm &#8211; solche Bauwerke waren Ziele. Aber keins stand in meiner &#8222;Da will ich hin&#8220;-Liste so weit oben wie die Golden Gate Bridge. Jeder, der mir, wenn ich zur\u00fcckkehre, antwortet: Och, ist doch langweilig &#8211; den lache ich aus. Das ist nicht langweilig. Das ist traumhaft. Das ist die Freiheit. San Francisco schl\u00e4ft noch, als ich um kurz nach 10 Uhr die K\u00fcste erreiche. In Deutschland ist&#8217;s gerade 19 Uhr &#8211; und es schneeregnet, wie mir meine Liebste am Telefon berichtet. Ich mache sie neidischer von Tag zu Tag, was schmerzt. Ich kann die Br\u00fccke schon sehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Puh, ist aber doch noch ganz sch\u00f6n weit. Ich sehe, wie jemand in der kalten Bucht schwimmt (brrr&#8230;) und frage mich: Miete ich mir ein Rad oder laufe ich das kurze St\u00fcck? Ich laufe! Kopfh\u00f6rer ins Ohr, die feinste Musik, die mein iphone hergibt (&#8222;Everlong&#8220;, &#8222;Where is my mind&#8220; und so) und los. Schon nach ein paar Metern entdecke ich ein Schild mit der Aufschrift &#8222;6 km&#8220;. Huii. Die Stra\u00dfe am Strand entlang hei\u00dft &#8222;Marina&#8220;. Hier sieht nichts so belebt aus wie am Union Square. Das ist relaxtes Strandfeeling. Ein paar Schilder weisen auf Volleyballfelder (und -verbote) hin und sonst sind um diese Uhrzeit wenige Touristen und viele Fitnessfreaks unterwegs. Viele Hunde aller Rassen und massig Jogger. Stimmt, gibt keine bessere Kulisse auf der ganzen Welt. Da w\u00fcrde selbst ich zum begeisterten Jogger werden. Die &#8222;Marina&#8220; f\u00fchrt in den kleinen Stadtteil &#8222;The Presidio&#8220;, der kurz vor der Golden Gate liegt. &#8222;Presidio&#8220; hei\u00dft nichts weiter als &#8222;Milit\u00e4rposten&#8220;, und deshalb besteht der Teil \u00fcberwiegend aus Garten und ein bisschen Schnickschnack, der Touris wie mich vor dem anstrengenden Spaziergang \u00fcber Golden Gate (h\u00e4tte ich nicht doch eher radeln sollen *schwitz* ?) ablenkt. Nach Abermillionen Fotos ist die Br\u00fccke bei &#8222;Fort Point&#8220; (filmisch verewigt von Hitchcock in &#8222;Vertigo&#8220; 1958) ganz, ganz nah. Muss nur noch viele Treppen hinaufsteigen und &#8230;<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">&#8230; DA &#8230; DA! DAAAAAAAAA!!!<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Meter f\u00fcr Meter erf\u00fclle ich den Traum. Diesen Traum. Vergesse die sechs Kilometer, die schon in meinen Knochen stecken, den Schwei\u00df. Das Ziel ist erreicht. Da. Alles andere, was jetzt noch kommt, Zugabe. Der Blick geht rein in die San Francisco Bucht, auf die Insel Alcatraz, auf die Skyline mit der ber\u00fchmten Transamerica Pyramid. Bleibe stehen, immer mal wieder, schalte mein iphone aus, weil ich den Verkehr der sechs Spuren h\u00f6ren m\u00f6chte. Und den Wind, der vom Ozean in die Bucht weht und jeden Fu\u00dfg\u00e4nger mitzurei\u00dfen droht. Nach 2,4 Kilometern bin ich am Nordende der Br\u00fccke angekommen, dem &#8222;Vista Point&#8220;. Abermals ein sensationeller Ausblick. Ich setze mich hin, lese im Baedeker die wichtigsten Fakten und die Entstehungsgeschichte der Br\u00fccke nach. Es ist schon zwischen halbeins und eins, verdammt, hab noch so viel Programm.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schweren Herzens entscheide ich mich, husthust, f\u00fcr 35 Dollar ein Zwei-Tages-Ticket bei einem dieser eigentlich uns\u00e4glichen Hop-on-hop-off-Doppeldecker-Busse zu kaufen. Schei\u00dfe touristisch, aber jetzt einfach die schnellste und praktischste Variante. Ich hoppe auf, und wir fahren an der Ozeanseite zur\u00fcck. Der Pazifik! Die Felsen! <\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Die Pflanzen bei &#8222;The Presidio&#8220;. Golden Gate. Ich glaube es erst, wenn ich zu Hause bin und mir die Fotos anschaue, die mich vor dieser Br\u00fccke zeigen. Im absoluten Schnelldurchgang will ich nun die n\u00e4chsten Must-looks dieser Stadt abhaken. Ich fahre mit dem Bus bis zu &#8222;Fisherman&#8217;s Wharf&#8220;, einem Vergn\u00fcgungsviertel als Verl\u00e4ngerung der &#8222;Marina&#8220;. Fr\u00fcher, ganz fr\u00fcher, verkauften die Fischer dort am fr\u00fchen Morgen den Fang der Nacht. Heute ist der Wharf ein mieses Happening f\u00fcr Pauschal-Touristen. Unverzichtbare Sehensw\u00fcrdigkeiten an jeder Stra\u00dfenseite werden vorgegaukelt, doch von den Museen &#8211; sagen alle Reisef\u00fchrer &#8211; ist h\u00f6chstens das Aquarium sehenswert. Selbstredend sind alle wichtigen Fressketten und Souvenirshops hier vertreten (samt Neonwerbung), was dieses Viertel zwar bunter, aber nicht besser macht. Ich schaue mir am &#8222;Pier 39&#8220; an, wie die ber\u00fchmten Seel\u00f6wen von San Francisco um die Wette brunzen &#8211; und gucke schonmal, wo morgen das Schiff nach Alcatraz ablegt. Pier 33. Danach verschwinde ich schnell wieder, hoppe on.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Und wieder off im Stadtviertel &#8222;North Beach&#8220;. Ganz fr\u00fcher lebten dort die italienischen Fischer, ein kleines bisschen hat italienische Kultur \u00fcberlebt, rund um den zentralen &#8222;Washington Square&#8220; sieht alles recht hip und schick aus. Ich halte mich trotz des guten Wetters dort nur kurz auf und steige hoch zum Coit Tower, der einen ganz netten Blick auf Wharf, Alcatraz und Bucht bietet. Naja, wieder zwei Kilometer mehr gelaufen (auch noch krass bergauf), aber ganz umsonst war&#8217;s nicht. Da ich die Muskelkater ohnehin haben werde, setze ich meine Tour zu Fu\u00df fort. Mehr geht in meinen Sch\u00e4del ohnehin kaum rein, aber ein bisschen was nehme ich noch mit. Zum Beispiel einen kleinen Touch &#8222;Chinatown&#8220; &#8211; eins der gr\u00f6\u00dften der Welt au\u00dferhalb Chinas. Ich spaziere bis zum &#8222;Financial District&#8220; mit der stilbildenden &#8222;Transamerica Pyramid&#8220;. \u00c4gypten im 21. Jahrhundert. Zwischen den Hochh\u00e4usern liegt die Endhaltestelle der Cable-Car-Linie &#8222;California Street&#8220;.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Ich steige ein und lasse mich wieder einen H\u00fcgel hinauf kutschieren. Steige um in die Powell-Hyde-Linie und bin gegen 16.30 Uhr wieder am Union Square. Gl\u00fccklich.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Schaue mich um. Habe inzwischen meinen iphone-Kopfh\u00f6rer komplett gepl\u00e4ttet. Was liegt n\u00e4her, als im original Apple-Store Nachschub zu holen!? Ich entscheide mich gegen die 129,99-Dollar-Ohrstecker &#8211; und nehme die 29,99-Dollar-Variante. G\u00e4b&#8217;s bei ebay oder bei billiger.de g\u00fcnstiger. Aber hey: Apple! Store! Am Union Square suche ich ein bisschen Ruhe. Trinke ein Wasser. Bl\u00e4ttere in den Reisef\u00fchrern. Pr\u00fcfe, ob ich mich an alles noch erinnern kann. Stelle dann fest, dass die Lombard Street gar nicht so weit entfernt liegt. Also rein ins Cable Car und wieder die H\u00fcgel hinauf Richtung K\u00fcste. An der &#8222;Lombard&#8220; steige ich aus und gehe die weltber\u00fchmte Serpentinen-Stra\u00dfe hinunter. Leider sind die Pflanzen noch nicht bunt. Leider! Als ich nach heute insgesamt zw\u00f6lf Kilometern zu Fu\u00df wieder in der Cable Car zur\u00fcck Richtung Union Square fahre, ist es schon lange dunkel.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">It&#8217;s a beautiful day.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Einkaufen muss ich noch. Morgen zum Fr\u00fchst\u00fcck gibt es einen Chocolate-Chip-Muffin und stilles Evian-Wasser. Aufstehen muss ich recht fr\u00fch, um p\u00fcnktlich um 10.15 Uhr am Alcatraz-Pier-33 zu stehen. Dick bepackt gehe ich zum Italiener, freue mich des Lebens, bestelle einmal Lasagne und eine Diet-Coke (0,5 Liter f\u00fcr 1,75 Dollar) und schaue mir die Fotos auf meiner Digitalkamera noch einmal an. Union Square, Cable Car, Marina, Presidio, Golden Gate, Fisherman&#8217;s Wharf, Pier 39, Coit Tower, North Beach, Washington Square, Chinatown, Financial District, Transamerica Pyramid, Lombard Street. San Francisco ist auch bebaut ein einziges gro\u00dfes Fotomotiv. Eine der Top-Sehensw\u00fcrdigkeiten auf der ganzen Welt. Die sch\u00f6nste Stadt der USA &#8211; da gibt es nicht den geringsten Zweifel. Weitere spannende Stadtviertel und bekannte Museen habe ich noch nicht einmal gesehen. Was macht San Francisco aus? Die Mischung aus Natur, Metropole und Kalifornien. Die lockere Risikofreude der Bewohner &#8211; schlie\u00dflich steht jede Sekunde ein schweres Erdbeben bevor. Und die beispiellos tolerante Bev\u00f6lkerung erst. Na klar liegt das an der Geschichte der Stadt, an den 60ern, als Janis Joplin und die Grateful Dead in der Stadt wohnten. Als der &#8222;Summer of love&#8220; im Stadtteil Haight-Ashbury stattfand. Als sich Bob Dylan und Jimi Hendrix hier sehen lie\u00dfen. Als von San Francisco die Anti-Vietnamkrieg-Bewegung ausging. Na klar liegt das an der Akzeptanz der Homosexuellen-Bewegung, die vor allem in den Stadtvierteln The Castro und The Mission sichtbar sein soll. Doch nicht nur dort gibt es Regenbogenfarben.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Das Leben des ersten bekennenden schwulen Stadtrats Harvey Milk wurde erst 2008 verfilmt (&#8222;Milk&#8220; mit Sean Penn). Seit 1956 hat San Francisco keinen republikanischen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten mehr mehrheitlich gew\u00e4hlt. Und als einzige Metropole in den USA hat San Francisco den Besitz von Handfeuerwaffen ohne Schein verboten. &#8222;Be sure to wear some flowers in your hair&#8220;. Ja, da habe ich es doch noch geschrieben. W\u00e4re die Welt doch \u00fcberall so friedlich.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,sans-serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Weit nach 21 Uhr schlie\u00dfe ich kaputt, \u00fcberm\u00fcdet, aber nicht hungrig und durstig, mein Hostelzimmer auf. Es dauert nicht lang, bis ich in einen ganz, ganz tiefen Schlaf sinke. Und tr\u00e4ume. Von diesem Tag. Aber das werde ich nicht nur heute.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Januar 2010 bereiste ich mit dem Rucksack die US-Westk\u00fcste und sah mir Seattle im pazifischen Nordwesten sowie San Francisco und Los Angeles in Kalifornien an. Traumhaft! Ein Tagebuch f\u00fchrte ich nicht \u201clive\u201d, sondern \u201cnur\u201d in einer Word-Datei. 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