{"id":1072,"date":"2011-09-01T12:00:33","date_gmt":"2011-09-01T12:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=1072"},"modified":"2011-11-13T12:11:02","modified_gmt":"2011-11-13T12:11:02","slug":"rock-am-ring-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/andreasernst.com\/?p=1072","title":{"rendered":"Rock am Ring 2003"},"content":{"rendered":"<p>Insgesamt viermal weilte ich bei Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Musikfestival &#8222;Rock am Ring&#8220; &#8211; viermal waren es h\u00f6chst unterschiedliche Aufenthalte. Im Jahr 2003 fuhr ich nur f\u00fcr einen Tag und eine Nacht, um Metallica zu sehen und schloss mich einer M\u00fclheimer Kleingruppe an, aus der ich nur zwei Personen kannte. Der Tag begannsehr, sehr holprig &#8211; und endete mit der Mutter aller Konzerte!<\/p>\n<p>Nun rein in den Text \u00fcber mein pers\u00f6nliches Rock am Ring 2003:<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Und nun sitze ich also im Bus, st\u00fctze mein Kinn wie so oft in die Innenseite meiner rechten Hand und starre wie paralysiert aus dem Fenster. Oh man ist das hell. Das wird wohl ein Dauergeblinzel. Nee, Sonnenbrille auf, dann wirds doch gleich angenehmer. &#8222;Tut mir leid, die Klimaanlage ist kaputt&#8220;, frohlockt der Busfahrer, und mein Kinn rutscht auf die Kante der Fensterbank. Ganz sch\u00f6n schwei\u00dfsiffig, meine Hand. Mensch, das sind mindestens 58 Grad in diesem verdammten Bus. Und im Radio zupft Suzanne Vega ganz sanft an ihren Gitarrensaiten und haucht &#8222;My name is Luca, I live on the second floor. I live upstairs from you. Yes I think you\u00b4ve seen me before!&#8220; durch die Lautsprecher mitten in die Hitze. Das T-Shirt versinkt im Schwei\u00df, mein Kopf lehnt am Fenster, die Augen (Hitze macht m\u00fcde) schlie\u00dfen sich langsam.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Auf der A61 fliegen die blauen Autobahnschilder an mir vorbei. Richtung Bad Neuenahr-Ahrweiler geht\u00b4s, dann noch ein Autobahnkreuz f\u00fcr den Weg Richtung Trier. Oder war\u00b4s Saarbr\u00fccken. Noch ein paar Kilometer, dann wartet der N\u00fcrburgring. Ansonsten fahren Schumi eins und zwei dort um die Formel-1-Weltmeisterschaft, doch \u00fcber die Pfingsttage trifft sich die Jugend der Welt, um Rockbands zuzuh\u00f6ren. Zwei Jahre ist es her, als ich schon einmal die Wiesen der riesengro\u00dfen Zeltanlagen mit meiner Anwesenheit beehrte. Jetzt noch einmal die Augen schlie\u00dfen? Und dran denken? Nein. Vergangenheit ist Vergangenheit, Gegenwart ist Gegenwart, und in Gedanken habe ich schon soviel Geld ins Phrasenschwein eingezahlt, dass ich davon einen Vier-Wochen-Urlaub in der Karibik bezahlen k\u00f6nnte. Die 2001-Stimmung behalte ich f\u00fcr mich. F\u00fcr melancholische Momente in der Einsamkeit.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Meistens im Herbst. Im Winter. Warmer Kakao. Kerzenschein. Verdammte Schei\u00dfe ist das HEISS in diesem Bus. Ach so, kein Winter, auf gar keinen Fall, Sommer ist\u00b4s. N\u00fcrburgring noch neun Kilometer, verr\u00e4t das Schild, und die ersten Zelte tauchen am Stra\u00dfenrand auf. Es kommt wieder, dieses Festival-Gef\u00fchl. Und auch die Schmerzen sind da, die ich f\u00fchlte, als ich an vergangenen beiden Tagen zwischen 0 und 3 Uhr vor dem Fernsehger\u00e4t sa\u00df und in West 3 den grandiosen Auftritten von Iron Maiden, The Hives, Dave Gahan, Zwan und nat\u00fcrlich Placebo zusah. Ich will auch hin, dachte ich, blickte auf meine Eintrittskarte und wusste: Noch 15 Stunden!<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Nein, es ist richtig, dass Du nur einen Tag f\u00e4hrst. Es ist das K\u00f6rpergef\u00fchl, das nicht zu beschreibende, das mir sagt: Diesmal nur anderthalb Tage im Zeichen des Rings. Nicht schon wieder vier Tage voller Strapazen. Trib\u00fcne D10. &#8222;Hallo Zander! Bin da! Wo muss ich hin?&#8220; &#8222;Da, wo wir vor zwei Jahren auch waren!&#8220; Zander, Mit-Abiturient 1997, guter Freund, Urlaubskumpel der unvergesslichen Mallorca- und Zell-am-Ger\u00e4t-Trips und derjenige mit dem besten Musikgeschmack in meiner n\u00e4heren Umgebung (mein Bruder mal ausgenommen, aber der geh\u00f6rt ja zur Familie). Zander ist also da. Hat mich per sms an den letzten Tagen \u00fcber den Stand der Dinge informiert. \u00dcber das hei\u00dfe Wetter, den laufenden Alkohol, die Reisegruppe. Kurz vorgestellt&#8230; &#8222;Hallo, ich bin Andi!&#8220; Die Namen fliegen mir um die Ohren. Ich kenn nur Jenny, auch von <a href=\"..\/..\/..\/urlaub.html#Rock%20am%20Ring\">2001<\/a><em>. <\/em>&#8222;Wenn Du Dir die anderen Namen alle gemerkt hast, dann Hut ab!&#8220; Nee, keine Chance. Schlafsack ins Zelt, auf die Stra\u00dfe klettern und schauen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Nach links. Nach rechts. Zelt neben Zelt. Und HOPPLA, Leiche neben Leiche. Das ist sehr krass. Es gibt drei Arten von Leichen. 1. Die Alkohol-Leichen, 2. Die Sommerwetter-Leichen, 3. Die beides-Leichen, die wirklich halbtot sind und in ein Krankenhaus geh\u00f6ren. Es ist ein erschreckendes Bild. Und doch werden alle zu Hause von einem tollen Wochenende berichten. Und die Worte &#8222;heavy&#8220; und &#8222;krass&#8220; fallen vermehrt. 75.000 Menschen, oder sogar 100.000 auf einem Fleck. Vier Tage lang. Ich f\u00fchle mich, als geriete ich in eine fremde Stadt, ins Ausland. Obwohl sich Zelt an Zelt reiht, und keiner den anderen kennt, entsteht ein Gemeinschaftsgef\u00fchl. Ein nur schwer in Worte zu fassendes. Wer zu sp\u00e4t kommt, den bestraft undsoweiter undsoweiter. Das Publikum ist j\u00fcnger geworden. Ich glaub einige von den Leuten sind noch nicht einmal in der Oberstufe &#8211; und doch schon v\u00f6llig zu. Der Musikfestival-Geruch liegt in der Luft. Eine schon viel zitierte Mischung aus Amsterdamer Coffee-Shops (Joints), Alkohol (die volle Palette, von Bier bis Strohrum), Urin und Kotze. Dazu noch die zahlreichen Lagerfeuer. Im Hintergrund Musik aus Tausenden von Kasi-Toastern. Erinnert Ihr Euch an den Typen aus &#8222;TV Total&#8220;, der gleichzeitig pisst und kotzt? So einen hab ich gesehen, fast direkt auf der Stra\u00dfe. Das ist so sch\u00e4big, dass ich schmunzeln muss. Oh ja, Du hast mir gefehlt, Du Festival. Ich bin wieder der einzige, der sich nicht berauscht. Ich k\u00f6nnte es SCHW\u00d6REN!!! Es scheint ein Ritual f\u00fcr 98 Prozent aller Besucher zu sein. Ein Ritual f\u00fcr die Jugendlichen, ein Ritual f\u00fcr die jungen Erwachsenen. Na klar, ihre Lieblingsmusik wird gespielt, aber einmal aus der Rolle, f\u00fcr vier Tage lang keinen Aufpasser sp\u00fcren, ob es Lehrer, Eltern oder die Bosse im Betrieb oder B\u00fcro sind. Vier Tage lang berauschen, daneben benehmen, alles tun, was sonst verboten ist. Soziologen wie ich haben einen Riesenspa\u00df daran. An den Ursachen und Gr\u00fcnden, warum ein Musikfestival bestens dazu geeignet ist, sich &#8222;die H\u00f6rner abzusto\u00dfen&#8220;.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Es ist 14 Uhr. Zehn Minuten g\u00f6nne ich mir den Ausblick, bis ein Wagen vorf\u00e4hrt, mit einem Typen mit Megaphon. &#8222;Zelte absichern, weil Unwetterwarnung&#8220;, sind die Worte, die meine Ohren erreichen. Na prima. Kaum da, direkt Unwetter. Nee, noch sind die schwarzen Wolken weit entfernt. Ein Platz im Campingstuhl ist frei. Schnell hingesetzt, neben John und &#8222;Jazzman&#8220; (Jessica), die scheinbar ein Teil unserer Gruppe sind. Und total fertig. Jazzman ist heiser, John h\u00f6rt deutschen HipHop. Dann setzt sich irgendein Typ zu uns. Einer, der so zu ist, dass er seinen Namen nicht mehr wei\u00df. Er kommt scheinbar aus Schleswig-Holstein, der Dialekt verr\u00e4t ihn. Spielt Didgeridoo, und nervt. &#8222;Zander, lass uns gehen.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Ein holpriger Start. Der noch holpriger wird, als ich meine Eintrittskarte in ein festivalobligatorisches Armb\u00e4ndchen umtauschen m\u00f6chte. 99 Euro hat die Karte gekostet, doch kurzfristig wurden Tagestickets f\u00fcr 60 Euro angeboten. Doch kriege ich die 39 Euro erstattet? Nee. Was f\u00fcr ein Beschiss! Drauf aufs Gel\u00e4nde, auf den Schock erstmal was f\u00fcr die Gesundheit tun, ne gef\u00fcllte Festivalpizza und ein Crepe mit Vanillepudding bestellen. Dann noch den Geldbeutel leeren, einen Kapuzenpulli holen, und sich \u00e4rgern: Boaaah, bei 35 Grad mit Pulli rumlaufen? Aber Petrus hilft. Der Himmel verdunkelt, und ZACK, ein Gewitterschauer jagt den n\u00e4chsten. Soviel zum Thema holprig. Die ersten drei Bands &#8222;Disturbed&#8220;, &#8222;Queens of the Stone Age&#8220; und &#8222;Deftones&#8220; von 16 bis 19.30 Uhr bekommen wir nur am Rande mit. Mal st\u00f6rt das Gewitter, mal fallen die Mikrofone aus, der Sound ist sowieso ziemlich mies. Was h\u00e4ngen bleibt? Drei Bands, von denen ich nicht viel mehr bemerkt habe als sinnloses auf den Musikinstrumenten Herumgekloppe. Nicht mein Ding.<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Es wird voller. &#8222;Das ist wohl der Zoo-Effekt!&#8220;, ulkt Zander. Das erste Highlight steht an. Oh Mist, es wird wieder heller. Das bedeutet zwar wieder einen Temperaturanstieg und doch schockt Marilyn Manson wohl nur im Dunklen. Erwarte nicht viel von der knapp anderthalbst\u00fcndigen Show. Einfach mal angucken. Und doch stelle ich nach kurzer Zeit schon fest: Es ist gut. Marilyn Manson. Der Mann, der schocken will, der provozieren will. Der auf einem seiner CD-Cover als Jesus am Kreuz h\u00e4ngt. Er l\u00e4uft wei\u00df geschminkt \u00fcber die B\u00fchne. Tritt als Micky Maus vor die Kanzel. L\u00e4sst seine T\u00e4nzerinnen mit gewagten Kleidern r\u00e4keln. Der Mann, dem das Schul-Massaker von Littleton angekreidet wurde, weil die T\u00e4ter nur seine Musik h\u00f6rten. Der Mann, der deshalb bei &#8222;Bowling for Columbine&#8220; auftrat. Sein Name? Eine Mischung aus Marilyn Monroe und Charles Manson, den gegens\u00e4tzlichen Symbolen f\u00fcr die USA. Viel habe ich \u00fcber Manson gelesen, und doch trifft ihn nichts wirklich. Mal ist er ein &#8222;leicht depressiver junger Mann&#8220;, dann sind seine Platten durchzogen von einem &#8222;futuristischen und nihilistischen Trend&#8220;, dann sind sie &#8222;doch von Leidenschaft dominiert, intelligent, dynamisch und doch mit vielen Facetten.&#8220; Dann ist die Band auch mal wieder eine &#8222;Kabarett-Attraktion der H\u00f6lle, deren optische Splatter-Maskerade zur Karikatur dient&#8220; und die &#8222;Industrial-Metal-Apocalypse&#8220; bietet mit &#8222;diabolischer D\u00fcsternis und trotzdem viel Musikalit\u00e4t.&#8220; Die einen halten Manson f\u00fcr einen &#8222;Clown&#8220;, die anderen sehen den &#8222;k\u00fcnstlerischen Anspruch&#8220;. Einmal Marilyn Manson sehen. Es \u00fcberzeugt. Es schockt nicht. Und ich bin mir doch nicht sicher, wie es bei einem Gro\u00dfteil seiner jungen Fans ankommt. Provokation?<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>&#8222;We\u00b4re all stars now in the dope show&#8220;,<\/span><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>singt er und charakterisiert damit die ganze gro\u00dfe Menge, die sich vor ihm erhebt und die H\u00e4nde zum Applaus in die H\u00f6he reckt. Dann noch &#8222;Rock is dead&#8220; &#8211; <\/span><\/span><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>&#8222;Rock is deader than dead, shock is all in your head, your sex and your dope is all that we fed, so fuck all your protests and put them to bed. God is in the tv.&#8220;<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Und das bei &#8222;Rock am Ring&#8220;.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Es ist eine nette Vorspeise, aber nicht mehr. Die Menge wird unruhig. Dr\u00fcckt von hinten nach. Die Sekunden vergehen langsamer und langsamer. 22 Uhr und eine Sekunde&#8230; zwei&#8230; drei&#8230; noch ne Viertelstunde warten, kein Regen mehr, kein Durst mehr, kein Hunger, ich will nur noch die Jungs sehen. Die Ikonen des Heavy Metal. Die WAHREN Ikonen des Heavy Metal. Alice Cooper, Iron Maiden, Manowar, Megadeath, Iron Maiden oder Motorhead waren zwar eher da, sind aber doch nicht mit Metallica zu vergleichen, den Jungs aus San Francisco. Mit der 1983er-Scheibe &#8222;Kill &#8218;em all&#8220; schockten die Vier die harte Gitarrenwelt. Die erste brutal harte Metal-CD der Geschichte, mit &#8222;hyperschnellen Maschinengewehr-Riffs, kreischende Highspeed-Soli, filigranen Monsterba\u00dfl\u00e4ufe, Drum-Gepolter, das jeder Gro\u00dfbaustelle l\u00e4rmtechnisch den Rang abl\u00e4uft.&#8220; So hei\u00dft es in einer Rezension. Es folgten weitere Alben, Klassiker wie &#8222;Master of puppets&#8220; und &#8222;&#8230; and justice for all&#8220; und zu einer 60-min\u00fctigen Hymne wurde das schwarze Album, das schlicht &#8222;Metallica&#8220; hei\u00dft. Es verlieh einer ganzen Generation, n\u00e4mlich der meinigen, einen Schimmer Hoffnung und bereicherte das Leben. Keine Kinder-Musik mehr wie von den \u00c4rzten oder den Hosen, die zwar auch wichtig ist und mich immer begleiten wird, nein, wer einmal &#8222;Nothing else matters&#8220; oder &#8222;The Unforgiven&#8220; h\u00f6rt, der wei\u00df, wie toll Musik sein kann.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Metallica fehlen mir noch in der Liste. Der einzig wahre Headliner, den ein Musikfestival haben kann. Als Kirk Hemmett, Lars Ulrich, der neue Gitarrist Rob (hei\u00dft er so?) und der unvergleichliche S\u00e4nger James Hetfield die B\u00fchne entern, gibt es kein Halten mehr. Zwei Stunden lang fegen die Jungs \u00fcber die B\u00fchne, rocken, was das Zeug, bieten eine Wahnsinns-Show. Massen an Leuten bewegen 120 Minuten ihre K\u00f6pfe headbangend mit 200 km\/h auf und ab. Die haben bestimmt in zwei Jahren noch Kopfschmerzen und Schwindelanf\u00e4lle. Mir wird schon nach 10 Sekunden \u00fcbel. Egal. Das ist kein Vergleich zu allem, was ich bisher gesehen habe. Obwohl die vier Jungs nur ganz alte und ganz neue Songs spielen. Die Mainstream-Phase in den 90ern, mit den hitparadentauglichen Songs &#8222;Until it sleeps&#8220;, &#8222;Mama said&#8220;, &#8222;Whiskey in the jar&#8220;, &#8222;No leaf clover&#8220; und &#8222;Fuel&#8220; sparen sie v\u00f6llig aus. Verzeiht uns, scheinen sie zu rufen, und trommeln stattdessen &#8222;Sad but true&#8220; und &#8222;Seek and destroy&#8220;. Zwei Songs r\u00fchren zu Tr\u00e4nen. Nat\u00fcrlich &#8222;Nothing else matters&#8220; (&#8222;Never cared for what they do, never cared for what they know, but I know&#8230; so close, no matter how far, couldn\u00b4t be much more from the heart, forever trusting who we are, no nothing else matters!&#8220;), der einzigen Ballade, die gespielt wird, und das unvergleichliche &#8222;One&#8220; von der &#8222;&#8230; and justice for all&#8220;-CD. Eingel\u00e4utet mit einem kurzen Feuerwerk wird es eine Bombe. Das ist kein Krach. Das ist Metallica. Hart und doch Waahnsinn. Das ist die Mutter aller Konzerte. Danke, dass ich das miterleben durfte. Daf\u00fcr allein haben sich die 99 Euro gelohnt. Dankedankedanke.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Als Dessert Moby. Da geht nichts mehr dr\u00fcber. Oder doch?<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Moby bei einem Rock-Festival. Ist das nicht der Techno-Fuzzi? Nein. Eine Stunde sprintet der kleine Mann auf der B\u00fchne hin und her. Und es ist ein unvergleichliches Spektakel, das alle in seinen Bann zieht. Moby, der bekennende Veganer. Der Anti-Alkoholiker. Der sich daf\u00fcr entschuldigt, dass George Bush US-Pr\u00e4sident ist (&#8222;Fuck this stupid man!&#8220;), der sich \u00fcber all die S\u00e4nger kaputt lacht, die nur &#8222;motherfucking&#8230;&#8220; und &#8222;fuck&#8220; rufen. Der in jedem St\u00fcck ein anderes Instrument spielt, mal Keyboard, mal Bongo-Trommel, mal Gitarre, mal gar nichts. Und der verdammt gute Musik macht. Musik zum Nachdenken, Musik zum Tanzen. Ganz toll &#8222;Bodyrock&#8220;, der &#8222;Natural blues&#8220;. Zu &#8222;We are all made of stars&#8220; wird die B\u00fchne in ein Meer aus kleinen bunten Lichtlein getaucht, die sich mit dem realen Sternenhimmel wunderbar erg\u00e4nzen. Und zum Ende des Abends und damit des kompletten Festivals begeistert Moby mit einem der fantastischsten Techno-Songs, die jemals geschrieben wurden. &#8222;Feeling so real&#8220;&#8230; Ekstase pur. Superklasse.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Der Tag begann holprig.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Und endete im Traum.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial,Helvetica;\"><span>Der Rest ist Geschichte. Von 2.30 Uhr bis 8.45 Uhr pennen. Sehr unruhig. Sehr kalt. Sehr ungem\u00fctlich. Aufstehen. Von der Bahn um 13,50 Euro beschei\u00dfen lassen (das neue System ist nicht nur bl\u00f6d, sondern auch noch unlogisch), um 13 Uhr die Haust\u00fcr in M\u00fclheim aufschlie\u00dfen. War nur 27 Stunden weg. Und f\u00fchle mich wie nach einem dreiw\u00f6chigen Urlaub.<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Insgesamt viermal weilte ich bei Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Musikfestival &#8222;Rock am Ring&#8220; &#8211; viermal waren es h\u00f6chst unterschiedliche Aufenthalte. 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