{"id":844,"date":"2011-09-01T12:38:48","date_gmt":"2011-09-01T12:38:48","guid":{"rendered":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=844"},"modified":"2011-10-21T12:43:19","modified_gmt":"2011-10-21T12:43:19","slug":"rot-fur-raser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/andreasernst.com\/?p=844","title":{"rendered":"Rot f\u00fcr Raser"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die WAZ Velbert, Lokalseite Langenberg, verfasste ich einen Text \u00fcber den neuen Zebrastreifen an der Wilhelm-Oph\u00fcls-Schule, am 20. August 2008.<\/p>\n<p>Direkt zum Text im DerWesten-Archiv geht&#8217;s <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/staedte\/velbert\/Rot-fuer-Raser-Die-Anwohner-Die-Eltern-Die-Stadt-Die-Zukunft-Das-Fazit-id902675.html\" target=\"_blank\">hier<\/a>:<\/p>\n<p><strong>Jahrelang k\u00e4mpften Anwohner und Eltern an der Wilhelm-Oph\u00fcls-Schule f\u00fcr einen Zebrastreifen. Nun hoffen sie, dass an der Kuhler Stra\u00dfe nicht mehr so schnell gefahren wird. Die n\u00e4chste Forderung: Radarkontrollen.<\/strong><\/p>\n<p>Kurz hinterm Bahnhof geht die Frohnstra\u00dfe hinauf. Ein paar Meter lang ist sie nur und doch schmerzen die Waden nach dem kurzen Spaziergang etwas. Von oben ist der Ausblick nett und sogar die Senderspitze zu sehen.<\/p>\n<p>Doch nicht nur das.<\/p>\n<p>Vor der Wilhelm-Oph\u00fcls-Grundschule an der Frohnstra\u00dfe gibt es jetzt einen Zebrastreifen. &#8222;Endlich&#8220;, sagen Anwohner und Eltern. Denn beantragt war dieser Zebrastreifen schon l\u00e4nger, doch es \u00e4nderte sich zun\u00e4chst nichts. Eltern und Anwohner meinten es mit ihrem Anliegen so ernst, dass sie nicht nur dachten: &#8222;Wir gehen bis zum B\u00fcrgermeister&#8220;, sondern genau das auch umsetzten.<\/p>\n<p>Die Entstehungsgeschichte des Zebrastreifens umfasst mehrere Sichtweisen, Meinungen und Erkl\u00e4rungen.<\/p>\n<p><strong>Die Anwohner<\/strong><\/p>\n<p>Klaus Liebsch wohnt an der Kuhler Stra\u00dfe, die direkt an der Grundschule liegt. &#8222;Autofahrer&#8220;, sagt er, &#8222;nehmen immer die Stra\u00dfe, die am wenigsten Probleme bereitet.&#8220; Beim Weg Richtung Mitte\/Neviges durch den Tunnel hat Liebsch sechs Ampeln gez\u00e4hlt, beim Weg \u00fcber die Vo\u00dfkuhlstra\u00dfe drei. Und beim Weg \u00fcber die Kuhler Stra\u00dfe: null. &#8222;Das ist f\u00fcr Fahrer bequem&#8220;, meint er. Aber: Viele Fahrer denken nicht an die Kinder, die \u00fcber die Stra\u00dfe gehen. An die vorgeschriebene Geschwindigkeit (30 km\/h) halten sich laut Liebsch nur die wenigsten. Deshalb sei dieser Zustand f\u00fcr die Anwohner und die Grundschulkinder untragbar gewesen. Liebsch erkundigte sich oft bei der Stadt, wie dieses &#8222;Raserproblem&#8220; zu l\u00f6sen sei. Sein eigener Vorschlag war zun\u00e4chst kein Zebrastreifen. &#8222;Eine Ampel w\u00e4re auch m\u00f6glich gewesen&#8220;, sagt Liebsch.<\/p>\n<p><strong>Die Eltern<\/strong><\/p>\n<p>Liebsch k\u00e4mpfte Seite an Seite mit Eltern der Grundschulkinder &#8211; einige dieser Kinder gehen bereits auf weiterf\u00fchrende Schulen. Hei\u00dft: Die Eltern bem\u00fchen sich schon sehr lange um eine L\u00f6sung. Sie gr\u00fcndeten sogar einen &#8222;Arbeitskreis Schulwegsicherung&#8220; und wiesen mit den Anwohnern auf die Schwierigkeiten hin &#8211; aus Angst vor Unf\u00e4llen. &#8222;Die Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rde hat uns aber immer wieder gesagt, dass es aus rechtlichen Gr\u00fcnden nicht ging&#8220;, erkl\u00e4rt Elternvertreterin Regina Wedeking. Erst nach einer Unterschriftenaktion der Anwohner und einem Gespr\u00e4ch mit B\u00fcrgermeister Stefan Freitag im September 2007 sei etwas Bewegung in die Sache gekommen. Doch zun\u00e4chst passierte wieder sehr wenig. Bis vor einer Woche dann schlie\u00dflich die Bauarbeiter anr\u00fcckten und die Stra\u00dfe anmalten.<\/p>\n<p><strong>Die Stadt<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rde ist Jan Schneider f\u00fcr die Kuhler Stra\u00dfe zust\u00e4ndig. Er nennt &#8222;bauliche Voraussetzungen&#8220; als Ursache f\u00fcr die lange Verz\u00f6gerung. &#8222;Der Gehweg musste abgesenkt und eine Beleuchtung hergestellt werden&#8220;, sagt Schneider und erg\u00e4nzt: &#8222;Au\u00dferdem lag der erste Termin au\u00dferhalb der Markierungssaison.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Die Zukunft<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Klaus Liebsch, Regina Wedeking sowie die weiteren Anwohner und Eltern ist der erste Schritt geschafft. Liebsch und Wedeking meinen aber, dass viele Autofahrer immer noch zu schnell unterwegs sind. &#8222;Wir h\u00e4tten gern Geschwindigkeitskontrollen&#8220;, sagt Regina Wedeking. Aber daf\u00fcr ist die Polizei zust\u00e4ndig. Der &#8222;Arbeitskreis Schulwegsicherung&#8220; wird also noch eine Weile tagen.<\/p>\n<p><strong>Das Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Doch trotzdem sind alle mit diesem Zwischenschritt sehr zufrieden &#8222;Unser gro\u00dfes Ziel haben wir damit erreicht&#8220;, res\u00fcmiert Regina Wedeking. Denn f\u00fcr die Kinder gibt&#8217;s ein bisschen mehr Sicherheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die WAZ Velbert, Lokalseite Langenberg, verfasste ich einen Text \u00fcber den neuen Zebrastreifen an der Wilhelm-Oph\u00fcls-Schule, am 20. August 2008. Direkt zum Text im DerWesten-Archiv geht&#8217;s hier: Jahrelang k\u00e4mpften Anwohner und Eltern an der Wilhelm-Oph\u00fcls-Schule f\u00fcr einen Zebrastreifen. 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